Altes Testament
Hiob Kapitel 32
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und die drei Männer hatten aufgehört, Hiob zu antworten, da er in seinen Augen gerecht war.
2Da entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels von Bus aus der Sippe Ram. Sein Zorn entbrannte gegen Hiob, weil er sich1 Gott gegenüber als gerecht betrachtete;
3und über seine drei Freunde entbrannte sein Zorn darum, dass sie keine Antwort gefunden und Hiob für ehrfurchtslos <und schuldig> erklärt hatten.
4Aber Elihu hatte auf Hiob gewartet mit Reden, denn jene waren älter an Tagen als er.
5Und Elihu sah, dass keine Antwort im Munde der drei Männer war. Und sein Zorn entbrannte.
6Und Elihu2, der Sohn Barachels von Bus, antwortete und sagte: "Ich bin gering an Tagen, und ihr seid Greise. Darum scheute ich mich und fürchtete mich, euch kundzutun mein Wissen.
7Ich sagte <mir>: 'Mögen die Tage3 reden und die Menge der Jahre Weisheit künden.'
8Jedoch der Geist4 in dem Sterblichen ist es, und der Atem des Allmächtigen ist es, der sie verständig macht.
9Nicht die Großen5 sind es, die weise sind, und nicht die Alten sind es, die verstehen, was recht ist.
10Darum sage ich: Höre mir zu; ich will mein Wissen kundtun, ja, auch ich.
11Siehe! Ich wartete eure Worte ab, horchte auf eure einsichtigen <Darlegungen>, bis ihr die [rechten] Worte träfet.
12Ich gab aufmerksam auf euch acht: Siehe! Da war keiner, der Hiob widerlegte, [keiner] von euch, der seinen Reden entgegnet hätte.
13Dass ihr nur nicht sagt: 'Wir sind auf Weisheit gestoßen. [Nur] Gott kann ihn aus dem Felde schlagen, nicht ein Mensch!'
14Gegen mich brachte er nicht Worte vor. Und ich werde ihm nicht entgegentreten mit euren Aussagen.
15Bestürzt sind sie, antworten nicht mehr! Ausgegangen sind ihnen die Worte!
16Sollte ich warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen, nicht mehr antworten?
17Ich will mein Teil erwidern, ja, auch ich, und mein Wissen kundtun, ja, auch ich;
18denn ich bin voll von Worten, es drängt mich der Geist meines Innern.
19Siehe! Mein Inneres ist wie <frischer> Wein, der nicht geöffnet ist; gleich neuen <gefüllten> Schläuchen will es bersten.
20Ich will reden, damit ich Erleichterung bekomme, will die Lippen auftun und entgegnen.
21Keinesfalls werde ich jemandes Angesicht erheben6 und keinem Menschen werde ich schmeicheln,
22denn ich verstehe mich nicht aufs Schmeicheln; gar bald würde der, der mich machte, mich wegnehmen."
2Da entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels von Bus aus der Sippe Ram. Sein Zorn entbrannte gegen Hiob, weil er sich1 Gott gegenüber als gerecht betrachtete;
3und über seine drei Freunde entbrannte sein Zorn darum, dass sie keine Antwort gefunden und Hiob für ehrfurchtslos <und schuldig> erklärt hatten.
4Aber Elihu hatte auf Hiob gewartet mit Reden, denn jene waren älter an Tagen als er.
5Und Elihu sah, dass keine Antwort im Munde der drei Männer war. Und sein Zorn entbrannte.
6Und Elihu2, der Sohn Barachels von Bus, antwortete und sagte: "Ich bin gering an Tagen, und ihr seid Greise. Darum scheute ich mich und fürchtete mich, euch kundzutun mein Wissen.
7Ich sagte <mir>: 'Mögen die Tage3 reden und die Menge der Jahre Weisheit künden.'
8Jedoch der Geist4 in dem Sterblichen ist es, und der Atem des Allmächtigen ist es, der sie verständig macht.
9Nicht die Großen5 sind es, die weise sind, und nicht die Alten sind es, die verstehen, was recht ist.
10Darum sage ich: Höre mir zu; ich will mein Wissen kundtun, ja, auch ich.
11Siehe! Ich wartete eure Worte ab, horchte auf eure einsichtigen <Darlegungen>, bis ihr die [rechten] Worte träfet.
12Ich gab aufmerksam auf euch acht: Siehe! Da war keiner, der Hiob widerlegte, [keiner] von euch, der seinen Reden entgegnet hätte.
13Dass ihr nur nicht sagt: 'Wir sind auf Weisheit gestoßen. [Nur] Gott kann ihn aus dem Felde schlagen, nicht ein Mensch!'
14Gegen mich brachte er nicht Worte vor. Und ich werde ihm nicht entgegentreten mit euren Aussagen.
15Bestürzt sind sie, antworten nicht mehr! Ausgegangen sind ihnen die Worte!
16Sollte ich warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen, nicht mehr antworten?
17Ich will mein Teil erwidern, ja, auch ich, und mein Wissen kundtun, ja, auch ich;
18denn ich bin voll von Worten, es drängt mich der Geist meines Innern.
19Siehe! Mein Inneres ist wie <frischer> Wein, der nicht geöffnet ist; gleich neuen <gefüllten> Schläuchen will es bersten.
20Ich will reden, damit ich Erleichterung bekomme, will die Lippen auftun und entgegnen.
21Keinesfalls werde ich jemandes Angesicht erheben6 und keinem Menschen werde ich schmeicheln,
22denn ich verstehe mich nicht aufs Schmeicheln; gar bald würde der, der mich machte, mich wegnehmen."