Altes Testament
Hiob Kapitel 37
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1"Ja, darüber bebt mein Herz und schnellt von seiner Stelle auf.
2Hört! Hört auf das Toben seiner Stimme, das Grollen, das aus seinem Munde fährt!
3Er lässt es los unter dem ganzen Himmel, seinen Blitzstrahl bis zu den Ecken1 des Landes.
4Hinter ihm her brüllt die [Donner]stimme. Er donnert mit der Stimme seiner Majestät und nicht hält er die [Blitze]2 zurück, wenn seine Stimme sich hören lässt.
5Der Starke donnert mit seiner Stimme, wunderbar handelnd; er tut Großes, um das wir nicht wissen;
6denn zum Schnee sagt er: 'Falle zur Erde!', und [auch] zum Regenguss, zu seinen kräftigen Güssen.
7Auf3 jedes Menschen Hand setzt er [sein] Siegel4, damit zur Erkenntnis kommen alle Menschen, die er gemacht hat5.
8Das <wilde> Getier geht in seinen Schlupf und bleibt in seinen Lagerstätten.
9Aus der Kammer6 kommt der Sturmwind7 und von den Nordwinden her die Kälte.
10Durch den Atem des Starken kommt Eis, die weiten Wasser ziehen sich zusammen.
11Auch belädt er mit Nass die Wolke, streut [weit] umher8 sein lichtes Gewölk.
12Und dieses wendet sich ringsherum, alles zu tun, was er ihnen befiehlt, über die Fläche des Festlandes9 hin, zur Erde;
13bald als Rute, bald der Erde zugute, bald als [Erweis seiner] Güte lässt er sie sich entladen.
14Nimm dies zu Ohren, Hiob! Steh still und beachte die Wunder des Starken!
15Erkennst du es, wenn Gott ihnen Auftrag gibt und erglänzen lässt das Licht seiner Wolken?
16Verstehst du das Schweben der Wolke, die Wunder des an Wissen Vollkommenen?
17Du, dem sich erhitzen die Kleider, wenn [schwül] still liegt das Land wegen des Südwinds,
18kannst du gleich ihm den Wolkenhimmel ausbreiten10, der fest ist wie ein gegossener Spiegel?
19Tu uns kund, was wir zu ihm sagen sollen! Wir können vor Finsternis nichts vorbringen.
20Muss es ihm erzählt werden, wenn ich rede, wenn ein Mensch sagt, er wolle verschlungen11 werden?
21Eben noch sah man das Licht nicht, das hell hinter dem Wolkenhimmel leuchtet; aber ein Wind12 fährt daher, fegt ihn rein.
22Aus dem Norden dringt Goldglanz. Um Gott her ist furchtgebietender Glanz13;
23den Allmächtigen, den erreichen wir nicht: überragend an Kraft und Recht und groß an Gerechtigkeit; nicht beugt er [das Recht].
24Darum fürchten ihn Menschen. Die sich weise dünken14, sieht er nicht an."
2Hört! Hört auf das Toben seiner Stimme, das Grollen, das aus seinem Munde fährt!
3Er lässt es los unter dem ganzen Himmel, seinen Blitzstrahl bis zu den Ecken1 des Landes.
4Hinter ihm her brüllt die [Donner]stimme. Er donnert mit der Stimme seiner Majestät und nicht hält er die [Blitze]2 zurück, wenn seine Stimme sich hören lässt.
5Der Starke donnert mit seiner Stimme, wunderbar handelnd; er tut Großes, um das wir nicht wissen;
6denn zum Schnee sagt er: 'Falle zur Erde!', und [auch] zum Regenguss, zu seinen kräftigen Güssen.
7Auf3 jedes Menschen Hand setzt er [sein] Siegel4, damit zur Erkenntnis kommen alle Menschen, die er gemacht hat5.
8Das <wilde> Getier geht in seinen Schlupf und bleibt in seinen Lagerstätten.
9Aus der Kammer6 kommt der Sturmwind7 und von den Nordwinden her die Kälte.
10Durch den Atem des Starken kommt Eis, die weiten Wasser ziehen sich zusammen.
11Auch belädt er mit Nass die Wolke, streut [weit] umher8 sein lichtes Gewölk.
12Und dieses wendet sich ringsherum, alles zu tun, was er ihnen befiehlt, über die Fläche des Festlandes9 hin, zur Erde;
13bald als Rute, bald der Erde zugute, bald als [Erweis seiner] Güte lässt er sie sich entladen.
14Nimm dies zu Ohren, Hiob! Steh still und beachte die Wunder des Starken!
15Erkennst du es, wenn Gott ihnen Auftrag gibt und erglänzen lässt das Licht seiner Wolken?
16Verstehst du das Schweben der Wolke, die Wunder des an Wissen Vollkommenen?
17Du, dem sich erhitzen die Kleider, wenn [schwül] still liegt das Land wegen des Südwinds,
18kannst du gleich ihm den Wolkenhimmel ausbreiten10, der fest ist wie ein gegossener Spiegel?
19Tu uns kund, was wir zu ihm sagen sollen! Wir können vor Finsternis nichts vorbringen.
20Muss es ihm erzählt werden, wenn ich rede, wenn ein Mensch sagt, er wolle verschlungen11 werden?
21Eben noch sah man das Licht nicht, das hell hinter dem Wolkenhimmel leuchtet; aber ein Wind12 fährt daher, fegt ihn rein.
22Aus dem Norden dringt Goldglanz. Um Gott her ist furchtgebietender Glanz13;
23den Allmächtigen, den erreichen wir nicht: überragend an Kraft und Recht und groß an Gerechtigkeit; nicht beugt er [das Recht].
24Darum fürchten ihn Menschen. Die sich weise dünken14, sieht er nicht an."
Fußnoten
- 1 o.: Säumen
- 2 w.: sie
- 3 eigtl.: In
- 4 o.: Jedes Menschen Hand versiegelt er (i. S. v.: verschließt er; macht er arbeitsunfähig; zwingt er zur Untätigkeit).
- 5 eigtl.: alle Menschen seines Werkes
- 6 d. i.: aus der Kammer des Südens; Hi 9,9
- 7 d. h.: der stürmische [Süd]wind
- 8 o.: lässt sich ausbreiten
- 9 o.: der bewohnten Welt
- 10 w.: breithämmern
- 11 d. h.: vertilgt; vernichtet
- 12 heb. ruach; dasselbe Wort wie für "Geist"
- 13 o.: Majestät; Hoheit
- 14 w.: Alle Weisen des [eigenen] Herzens