Altes Testament
Hiob Kapitel 20
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Zophar, der Naamatiter, antwortete. Er sagte:
2"Deswegen geben mir Antwort meine grübelnden Gedanken, und deshalb1 drängt es mich:
3Eine Rüge, mir zur Schande, muss ich hören; doch der Geist lässt mich antworten aus meiner Einsicht.
4Weißt du, dass schon immer, seit Menschen auf die Erde gesetzt wurden,
5der Jubel der Ehrfurchtslosen von kurzer Dauer und die Freude des Ruchlosen [nur] für einen Augenblick war?
6Stiege auch sein Stolz bis zu den Himmeln und rührte sein Haupt an die Wolken:
7gleich seinem Kot vergeht er für immer. Die ihn sahen, sagen: 'Wo ist er?'
8Wie ein Traum verfliegt er und man findet ihn nicht, wie ein Nachtgesicht wird er verscheucht.
9Das Auge hat ihn erblickt - und nie wieder; und seine Stätte schaut ihn nicht mehr.
10Seine Söhne müssen Entschädigung zahlen den Armen, seine Hände müssen erstatten sein [geraubtes] Gut.
11War sein Gebein [auch] voll seiner Jugendkraft, [doch] liegt sie [nun] mit ihm im Staub.
12Ist ihm das Böse [auch] süß in dem Munde und verbirgt er es unter der Zunge,
13spart er es auf und lässt es nicht fahren und hält es in seinem Gaumen zurück,
14so wird [doch] sein Brot verwandelt in seinen Eingeweiden; Schlangengalle ist in seinem Innern.
15Reichtum hatte er verschlungen, [nun] speit er ihn aus: Aus seinem Bauch treibt Gott ihn heraus.
16Schlangengift hatte er eingesaugt; die Zunge der Otter wird ihn töten.
17Nicht darf er seine Lust sehen an Bächen, an flutenden Strömen von Honig und Dickmilch2.
18Den Ertrag muss er zurückgeben und darf ihn nicht schlucken; an dem erhandelten Gut kann er sich nicht freuen,
19denn er knickte die Armen und ließ sie liegen: Ein Haus riss er an sich, aber er kann es nicht ausbauen.
20Ja, er kennt keine Ruhe in seinem Bauch3, mit seinen Kostbarkeiten4 wird er nicht entkommen.
21Von seinem Fressen blieb kein Rest übrig, darum hat sein Gut nicht Bestand.
22In der Fülle seines Überflusses wird er in Enge geraten; alle Hände der Notleidenden werden über ihn kommen.
23Es wird geschehen: Um seinen Bauch zu füllen, wird er5 die Glut seines Zorns über ihn senden und sie auf ihn regnen lassen, auf sein Fleisch6.
24Flieht er vor dem eisernen Rüstzeug, so durchbohrt ihn der eherne Bogen.
25Man zückt [den Pfeil] - und er tritt hervor aus [seinem] Rücken, das blitzende Eisen aus seiner Galle. Befallen von Schrecken geht er dahin.
26Alle Finsternis ist aufgespart für seine Vorräte; ein Feuer, das nicht entfacht7 wurde, wird ihn verzehren. Übel ergehen wird es dem Rest in seinem Zelt.
27Die Himmel werden enthüllen seine Schuld, die Erde wird aufstehen gegen ihn.
28Fortwandern muss der Ertrag seines Hauses, zerrinnen am Tag seines8 Zorns.
29Das ist von Gott her das Losteil des Ehrfurchtslosen und das ihm von dem Starken zugesprochene Erbteil."
2"Deswegen geben mir Antwort meine grübelnden Gedanken, und deshalb1 drängt es mich:
3Eine Rüge, mir zur Schande, muss ich hören; doch der Geist lässt mich antworten aus meiner Einsicht.
4Weißt du, dass schon immer, seit Menschen auf die Erde gesetzt wurden,
5der Jubel der Ehrfurchtslosen von kurzer Dauer und die Freude des Ruchlosen [nur] für einen Augenblick war?
6Stiege auch sein Stolz bis zu den Himmeln und rührte sein Haupt an die Wolken:
7gleich seinem Kot vergeht er für immer. Die ihn sahen, sagen: 'Wo ist er?'
8Wie ein Traum verfliegt er und man findet ihn nicht, wie ein Nachtgesicht wird er verscheucht.
9Das Auge hat ihn erblickt - und nie wieder; und seine Stätte schaut ihn nicht mehr.
10Seine Söhne müssen Entschädigung zahlen den Armen, seine Hände müssen erstatten sein [geraubtes] Gut.
11War sein Gebein [auch] voll seiner Jugendkraft, [doch] liegt sie [nun] mit ihm im Staub.
12Ist ihm das Böse [auch] süß in dem Munde und verbirgt er es unter der Zunge,
13spart er es auf und lässt es nicht fahren und hält es in seinem Gaumen zurück,
14so wird [doch] sein Brot verwandelt in seinen Eingeweiden; Schlangengalle ist in seinem Innern.
15Reichtum hatte er verschlungen, [nun] speit er ihn aus: Aus seinem Bauch treibt Gott ihn heraus.
16Schlangengift hatte er eingesaugt; die Zunge der Otter wird ihn töten.
17Nicht darf er seine Lust sehen an Bächen, an flutenden Strömen von Honig und Dickmilch2.
18Den Ertrag muss er zurückgeben und darf ihn nicht schlucken; an dem erhandelten Gut kann er sich nicht freuen,
19denn er knickte die Armen und ließ sie liegen: Ein Haus riss er an sich, aber er kann es nicht ausbauen.
20Ja, er kennt keine Ruhe in seinem Bauch3, mit seinen Kostbarkeiten4 wird er nicht entkommen.
21Von seinem Fressen blieb kein Rest übrig, darum hat sein Gut nicht Bestand.
22In der Fülle seines Überflusses wird er in Enge geraten; alle Hände der Notleidenden werden über ihn kommen.
23Es wird geschehen: Um seinen Bauch zu füllen, wird er5 die Glut seines Zorns über ihn senden und sie auf ihn regnen lassen, auf sein Fleisch6.
24Flieht er vor dem eisernen Rüstzeug, so durchbohrt ihn der eherne Bogen.
25Man zückt [den Pfeil] - und er tritt hervor aus [seinem] Rücken, das blitzende Eisen aus seiner Galle. Befallen von Schrecken geht er dahin.
26Alle Finsternis ist aufgespart für seine Vorräte; ein Feuer, das nicht entfacht7 wurde, wird ihn verzehren. Übel ergehen wird es dem Rest in seinem Zelt.
27Die Himmel werden enthüllen seine Schuld, die Erde wird aufstehen gegen ihn.
28Fortwandern muss der Ertrag seines Hauses, zerrinnen am Tag seines8 Zorns.
29Das ist von Gott her das Losteil des Ehrfurchtslosen und das ihm von dem Starken zugesprochene Erbteil."