Altes Testament
Hiob Kapitel 7
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1"Hat der Sterbliche nicht einen harten Dienst1 auf der Erde? Sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners?
2Wie ein Knecht <vergebens> nach Schatten lechzt, wie ein Tagelöhner <vergebens> auf seinen Lohn wartet,
3so wurden [auch] mir gehaltlose Monate beschert und Nächte des Mühens zugeteilt.
4Wenn ich mich hinlege, sage ich: 'Wann kann ich aufstehen?', und der Abend zieht sich hin. Ich bin übersatt des Hin- und Herwälzens2 bis zur Dämmerung.
5Mein Fleisch ist bekleidet mit Gewürm und erdiger Kruste3. Meine Haut zuckt4 und zerfließt5.
6Meine Tage eilen <schneller> als ein Weberschifflein, schwinden hoffnungslos dahin.
7Bedenke, dass mein Leben ein Hauch ist. Mein Auge wird nicht wieder Gutes sehen.
8Nicht wird mich wahrnehmen das Auge, das nach mir sieht. Deine Augen [schauen] nach mir, aber ich bin nicht [mehr].
9Die Wolke schwindet und geht dahin. So steigt, wer in den Scheol6 hinabfährt, nicht wieder herauf.
10Er kehrt nicht zurück in sein Haus, und seine Stätte kennt ihn nicht mehr.
11So will auch ich nicht zurückhalten meinen Mund, will reden in der Bedrängnis meines Geistes, will klagen in der Bitternis meiner Seele.
12Bin ich das Meer oder ein Seeungeheuer, dass du eine Wache gegen mich aufstellst?
13Sagte ich: 'Mein Bett wird mich trösten, mein Lager soll meinen Jammer lindern',
14so schrecktest du mich durch Träume und ängstigtest mich mit Gesichten,
15sodass meine Seele Erstickung vorzog, den Tod [lieber hatte] als meine Gebeine.
16Genug! Ich mag nicht immerzu7 leben! Lass ab von mir, denn ein Hauch sind meine Tage!
17Was ist der Sterbliche, dass du ihn groß achtest, dass du dein Herz auf ihn richtest
18und ihn alle Morgen heimsuchst, ihn alle Augenblicke prüfst?
19Wie lange willst du nicht wegblicken von mir, nicht ablassen von mir, bis meinen Speichel ich schlucke?
20Habe ich gesündigt, was bewirke ich dir, [du] Hüter des Menschen? Warum hast du mich dir zum [Angriffs]ziel gemacht, sodass ich mir selbst zur Last bin?
21Warum vergibst du nicht mein Vergehen und tilgst nicht meine Schuld? Ja, jetzt werde ich in den Staub mich legen. Und wenn du mich suchst, bin ich nicht mehr."
2Wie ein Knecht <vergebens> nach Schatten lechzt, wie ein Tagelöhner <vergebens> auf seinen Lohn wartet,
3so wurden [auch] mir gehaltlose Monate beschert und Nächte des Mühens zugeteilt.
4Wenn ich mich hinlege, sage ich: 'Wann kann ich aufstehen?', und der Abend zieht sich hin. Ich bin übersatt des Hin- und Herwälzens2 bis zur Dämmerung.
5Mein Fleisch ist bekleidet mit Gewürm und erdiger Kruste3. Meine Haut zuckt4 und zerfließt5.
6Meine Tage eilen <schneller> als ein Weberschifflein, schwinden hoffnungslos dahin.
7Bedenke, dass mein Leben ein Hauch ist. Mein Auge wird nicht wieder Gutes sehen.
8Nicht wird mich wahrnehmen das Auge, das nach mir sieht. Deine Augen [schauen] nach mir, aber ich bin nicht [mehr].
9Die Wolke schwindet und geht dahin. So steigt, wer in den Scheol6 hinabfährt, nicht wieder herauf.
10Er kehrt nicht zurück in sein Haus, und seine Stätte kennt ihn nicht mehr.
11So will auch ich nicht zurückhalten meinen Mund, will reden in der Bedrängnis meines Geistes, will klagen in der Bitternis meiner Seele.
12Bin ich das Meer oder ein Seeungeheuer, dass du eine Wache gegen mich aufstellst?
13Sagte ich: 'Mein Bett wird mich trösten, mein Lager soll meinen Jammer lindern',
14so schrecktest du mich durch Träume und ängstigtest mich mit Gesichten,
15sodass meine Seele Erstickung vorzog, den Tod [lieber hatte] als meine Gebeine.
16Genug! Ich mag nicht immerzu7 leben! Lass ab von mir, denn ein Hauch sind meine Tage!
17Was ist der Sterbliche, dass du ihn groß achtest, dass du dein Herz auf ihn richtest
18und ihn alle Morgen heimsuchst, ihn alle Augenblicke prüfst?
19Wie lange willst du nicht wegblicken von mir, nicht ablassen von mir, bis meinen Speichel ich schlucke?
20Habe ich gesündigt, was bewirke ich dir, [du] Hüter des Menschen? Warum hast du mich dir zum [Angriffs]ziel gemacht, sodass ich mir selbst zur Last bin?
21Warum vergibst du nicht mein Vergehen und tilgst nicht meine Schuld? Ja, jetzt werde ich in den Staub mich legen. Und wenn du mich suchst, bin ich nicht mehr."