Altes Testament
Hiob Kapitel 41
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1"Sieh! Eine solche Hoffnung1 erweist sich als trügerisch. Wird man nicht schon bei seinem Anblick niedergestreckt?
2Keiner ist so verwegen, dass er ihn aufreizte! - Und wer ist es, der vor mich treten darf?
3Wer gab mir zuvor, und ich sollte ihm vergelten? Was unter dem ganzen Himmel ist, ist mein.
4Nicht schweigen will ich von seinen Gliedern2, von der Beschaffenheit [seiner] Stärke3 und der Schönheit seines Baues4.
5Wer könnte aufdecken die Oberseite seines Gewandes? Wer dringt ein in die Doppelreihe seiner Zähne?
6Wer öffnet das Tor seines Rachens? Rings um seine Zähne ist Schrecken.
7Erhaben sind die Rillen der Schilde5, mit festem Siegel verschlossen.
8Eins fügt sich ans andere, kein Lufthauch kommt zwischen sie.
9Fest haftet eines am andern; sie greifen ineinander, lassen sich nicht trennen.
10Sein Niesen lässt Licht aufstrahlen; und seine Augen gleichen den Wimpern des ersten Morgenlichts.
11Fackeln fahren aus seinem Rachen, feurige Funken sprühen hervor;
12Rauch kommt aus seinen Nüstern wie aus einem angefachten und siedenden Topf.
13Sein Atem6 zündet Kohlen an, aus seinem Rachen kommt eine Flamme.
14In seinem Nacken wohnt Stärke und bange Angst springt vor ihm her.
15Die Wampen seines Fleisches haften zusammen; es ist ihm fest angegossen, nie wankt es.
16Sein Herz ist hart wie Stein und fest wie der untere Mühlstein.
17Wenn er sich erhebt, scheuen sich Mächtige; vor Bestürzung sind sie außer sich.
18Will man mit dem Schwert ihn treffen - es hält nicht stand, nicht Speer, nicht Geschoss, nicht Spieß7.
19Er achtet Eisen für Stroh, Erz für faules Holz.
20Kein Sohn des Bogens bringt ihn zum Fliehen;8 Schleudersteine wandeln sich ihm zu Stroh,
21Keulen hält er für Stroh. Er lacht über den Aufprall9 des Spießes10.
22Unter sich hat er11 Stachelspitzen [wie] Scherben, auf dem Schlamm breitet er sich aus [wie] eine dreschende Walze.
23Er macht die Tiefe sieden wie einen Topf, macht das Meer einem Salbentopf12 gleich.
24Hinter sich erleuchtet er den Pfad, Man hält die Flut für graues Haar.
25Auf dem Staub gibt es nicht seinesgleichen, er, der zur Unerschrockenheit gemacht ist.
26Alles Hohe sieht er [furchtlos] an, er, der König über alle Söhne des Stolzes13."
2Keiner ist so verwegen, dass er ihn aufreizte! - Und wer ist es, der vor mich treten darf?
3Wer gab mir zuvor, und ich sollte ihm vergelten? Was unter dem ganzen Himmel ist, ist mein.
4Nicht schweigen will ich von seinen Gliedern2, von der Beschaffenheit [seiner] Stärke3 und der Schönheit seines Baues4.
5Wer könnte aufdecken die Oberseite seines Gewandes? Wer dringt ein in die Doppelreihe seiner Zähne?
6Wer öffnet das Tor seines Rachens? Rings um seine Zähne ist Schrecken.
7Erhaben sind die Rillen der Schilde5, mit festem Siegel verschlossen.
8Eins fügt sich ans andere, kein Lufthauch kommt zwischen sie.
9Fest haftet eines am andern; sie greifen ineinander, lassen sich nicht trennen.
10Sein Niesen lässt Licht aufstrahlen; und seine Augen gleichen den Wimpern des ersten Morgenlichts.
11Fackeln fahren aus seinem Rachen, feurige Funken sprühen hervor;
12Rauch kommt aus seinen Nüstern wie aus einem angefachten und siedenden Topf.
13Sein Atem6 zündet Kohlen an, aus seinem Rachen kommt eine Flamme.
14In seinem Nacken wohnt Stärke und bange Angst springt vor ihm her.
15Die Wampen seines Fleisches haften zusammen; es ist ihm fest angegossen, nie wankt es.
16Sein Herz ist hart wie Stein und fest wie der untere Mühlstein.
17Wenn er sich erhebt, scheuen sich Mächtige; vor Bestürzung sind sie außer sich.
18Will man mit dem Schwert ihn treffen - es hält nicht stand, nicht Speer, nicht Geschoss, nicht Spieß7.
19Er achtet Eisen für Stroh, Erz für faules Holz.
20Kein Sohn des Bogens bringt ihn zum Fliehen;8 Schleudersteine wandeln sich ihm zu Stroh,
21Keulen hält er für Stroh. Er lacht über den Aufprall9 des Spießes10.
22Unter sich hat er11 Stachelspitzen [wie] Scherben, auf dem Schlamm breitet er sich aus [wie] eine dreschende Walze.
23Er macht die Tiefe sieden wie einen Topf, macht das Meer einem Salbentopf12 gleich.
24Hinter sich erleuchtet er den Pfad, Man hält die Flut für graues Haar.
25Auf dem Staub gibt es nicht seinesgleichen, er, der zur Unerschrockenheit gemacht ist.
26Alles Hohe sieht er [furchtlos] an, er, der König über alle Söhne des Stolzes13."
Fußnoten
- 1 näml.: die Hoffnung, ihn zu fassen; w.: Seine Hoffnung; die Hoffnung bezüglich seiner
- 2 o.: von seinen einzelnen Teilen
- 3 o.: von der Fülle [seiner] Heldenstärke (Das heb. Wort steht in der Mehrzahl.)
- 4 o.: der Anmut seiner Proportionen (o.: seiner Rüstung)
- 5 d. h.: seine Schuppenreihen
- 6 o.: sein Hauch (Grundbed.: Seele)
- 7 o.: Pfeilspitze; o.: Harpune
- 8 i. S. v.: Kein Pfeil kann ihn verjagen.
- 9 o.: das Erschüttern
- 10 o.: Speers
- 11 w.: sein Unterteil [hat]; d. h.: an seinem Bauch hat er
- 12 o.: einer Salbenwürzbrühe
- 13 d. h.: über alle stolzen Tiere