Altes Testament
Hiob Kapitel 40
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und Jahweh antwortete Hiob [weiter] und sagte:
2"Will der Tadler mit dem Allmächtigen1 rechten? Der da Gott zur Rechenschaft zieht, er antworte!"
3Hiob antwortete Jahweh und sagte:
4"Siehe! Ich bin gering. Was <an Antwort> soll ich dir bringen? Ich lege meine Hand auf den Mund.
5Einmal habe ich geredet - und ich entgegne nicht mehr, zweimal - und ich fahre nicht fort."
6Und Jahweh antwortete Hiob aus dem Sturm und sagte:
7"Gürte wie ein Mann deine Lenden! Ich werde dich fragen, und du gib mir Bescheid!
8Willst du gar mein Recht zertrümmern, mich für ehrfurchtslos <und schuldig> erklären, damit du gerecht dastehst?
9Oder hast du einen Arm wie der Starke? Kannst du mit der Stimme donnern wie er?
10So schmücke dich denn mit Stolz und Hoheit! Und kleide dich in Majestät und Pracht!
11Gieße die Wallungen deines Zorns aus! Sieh alles Stolze an und mache es niedrig!
12Sieh alles Stolze an, beuge es! Reiße nieder die Ehrfurchtslosen, wo sie stehen!
13Verbirg sie allesamt im Staub! Schließe ihr Angesicht im Verborgenen ein!
14Dann werde auch ich dich loben, dass deine Rechte dir Hilfe verliehen hat.
15Sieh nun den Behemoth2, den ich machte mit dir! Gras frisst er wie das Rind.
16Sieh nun, seine Kraft ist in seinen Lenden, seine Stärke in den Muskeln seines Bauches.
17Er streckt seinen Schwanz wie die Zeder, die Sehnen seiner Schenkel sind verflochten.
18Seine Knochen sind Röhren aus Erz, sein Gebein wie Stangen aus Eisen.
19Er ist der Erstling3 der Wege Gottes, <des Starken>. Der, der ihn machte, beschaffte4 ihm sein Schwert;
20denn Futter tragen ihm die Berge zu und alle Tiere des Feldes, die dort spielen.
21Unter Lotosbüschen lagert er, im Versteck von Rohr und Sumpf.
22Lotosbüsche als sein Schatten bedecken ihn, Bachpappeln umgeben ihn.
23Siehe! Der Strom schwillt mächtig an! Er springt davon nicht auf. Er fühlt sich sicher, [selbst dann,] wenn ein Jordan5 gegen seinen Rachen losbricht!
24Hält man ihn bei seinen Augen? Zieht man ihm Stricke durch die Nase?
25Ziehst du den Leviatan6 an der Angel? Fasst du seine Zunge mit der Fangschnur?
26Ziehst du ihm eine Binsenschnur durch die Nase, und bohrst du einen Dorn <als Haken> durch seine Backen?
27Wird er dich lange <um Gunst> anflehen oder schmeichelnde Worte zu dir reden?
28Wird er einen Bund mit dir schließen, dass du ihn nehmest zum Knecht für ewig?
29Wirst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel, ihn für deine Mädchen anbinden?
30Werden die Handelsleute um ihn feilschen, ihn verteilen unter die Händler?
31Spickst du seine Haut mit Spießen, seinen Kopf mit Fischerhaken?
32Lege nur deine Hand an ihn! Denk an den Kampf! Du wirst es nicht wieder tun!"
2"Will der Tadler mit dem Allmächtigen1 rechten? Der da Gott zur Rechenschaft zieht, er antworte!"
3Hiob antwortete Jahweh und sagte:
4"Siehe! Ich bin gering. Was <an Antwort> soll ich dir bringen? Ich lege meine Hand auf den Mund.
5Einmal habe ich geredet - und ich entgegne nicht mehr, zweimal - und ich fahre nicht fort."
6Und Jahweh antwortete Hiob aus dem Sturm und sagte:
7"Gürte wie ein Mann deine Lenden! Ich werde dich fragen, und du gib mir Bescheid!
8Willst du gar mein Recht zertrümmern, mich für ehrfurchtslos <und schuldig> erklären, damit du gerecht dastehst?
9Oder hast du einen Arm wie der Starke? Kannst du mit der Stimme donnern wie er?
10So schmücke dich denn mit Stolz und Hoheit! Und kleide dich in Majestät und Pracht!
11Gieße die Wallungen deines Zorns aus! Sieh alles Stolze an und mache es niedrig!
12Sieh alles Stolze an, beuge es! Reiße nieder die Ehrfurchtslosen, wo sie stehen!
13Verbirg sie allesamt im Staub! Schließe ihr Angesicht im Verborgenen ein!
14Dann werde auch ich dich loben, dass deine Rechte dir Hilfe verliehen hat.
15Sieh nun den Behemoth2, den ich machte mit dir! Gras frisst er wie das Rind.
16Sieh nun, seine Kraft ist in seinen Lenden, seine Stärke in den Muskeln seines Bauches.
17Er streckt seinen Schwanz wie die Zeder, die Sehnen seiner Schenkel sind verflochten.
18Seine Knochen sind Röhren aus Erz, sein Gebein wie Stangen aus Eisen.
19Er ist der Erstling3 der Wege Gottes, <des Starken>. Der, der ihn machte, beschaffte4 ihm sein Schwert;
20denn Futter tragen ihm die Berge zu und alle Tiere des Feldes, die dort spielen.
21Unter Lotosbüschen lagert er, im Versteck von Rohr und Sumpf.
22Lotosbüsche als sein Schatten bedecken ihn, Bachpappeln umgeben ihn.
23Siehe! Der Strom schwillt mächtig an! Er springt davon nicht auf. Er fühlt sich sicher, [selbst dann,] wenn ein Jordan5 gegen seinen Rachen losbricht!
24Hält man ihn bei seinen Augen? Zieht man ihm Stricke durch die Nase?
25Ziehst du den Leviatan6 an der Angel? Fasst du seine Zunge mit der Fangschnur?
26Ziehst du ihm eine Binsenschnur durch die Nase, und bohrst du einen Dorn <als Haken> durch seine Backen?
27Wird er dich lange <um Gunst> anflehen oder schmeichelnde Worte zu dir reden?
28Wird er einen Bund mit dir schließen, dass du ihn nehmest zum Knecht für ewig?
29Wirst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel, ihn für deine Mädchen anbinden?
30Werden die Handelsleute um ihn feilschen, ihn verteilen unter die Händler?
31Spickst du seine Haut mit Spießen, seinen Kopf mit Fischerhaken?
32Lege nur deine Hand an ihn! Denk an den Kampf! Du wirst es nicht wieder tun!"
Fußnoten
- 1 heb. El-schaddai; El bed. "der Mächtige", schaddai ist abgeleitet entweder von schadad ("gewaltig sein") oder von sche-dai ("der, welcher der Ausreichende [bzw. Genügende o. Reichliche] ist").
- 2 eigtl.: das Ungetüm von Vieh; ein großes saurier- oder nilpferdartiges Tier, das keinem heute lebenden entspricht.
- 3 o.: der Anfang
- 4 eigtl.: Sein Macher beschaffte
- 5 d. h.: ein Fluss wie der Jordan
- 6 D. i. ein Land- und Seeungeheuer.