Altes Testament
Hiob Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Elifas1, der Temaniter, antwortete. Er sagte:
2"Darf man ein Wort an dich versuchen? Wird's dich ermüden? Aber die Worte zurückhalten, wer könnte das?
3Siehe! Du ermahntest viele, und erschlaffte Hände stärktest du.
4Deine Gespräche richteten den Strauchelnden auf, und wankende Knie festigtest du.
5Da es nun an dich kommt, so wirst du es müde! Rührt es [nun] dich an, so bist du verstört!
6Ist nicht deine [Gottes]furcht [Grund] deiner Zuversicht, die Vollkommenheit deiner Wege deine Hoffnung?
7Bitte bedenke: Welcher Unschuldige ist je umgekommen? Wo wurden Rechtschaffene je ausgetilgt?
8So weit ich es sah: Die Unheil pflügten und Mühsal säten, die ernteten es.
9Vom Atem Gottes kamen sie um, vom Hauch seines Zorns2 schwanden sie hin.
10Das Gebrüll des Löwen und die Stimme des Wildlöwen und die Zähne der Junglöwen sind zerschlagen.
11Der Leu3 kommt um, aus Mangel an Beute, und die Jungen der Löwin zerstreuen sich.
12Zu mir aber stahl sich ein Wort, mein Ohr nahm ein Flüstern davon auf.
13In grübelnden Gedanken infolge von Nachtgesichten, wo tiefer Schlaf auf die Menschen fällt,
14kommt Schrecken über mich und Zittern, es durchschauert die Menge meiner Gebeine.
15Ein Geist huscht am Gesicht mir vorbei. Die Haare meines Fleisches sträuben sich.
16Da steht, und ich kenne sein Aussehen nicht, eine Gestalt vor meinen Augen. Ein leises Flüstern4 und eine Stimme höre ich:
17'Sollte ein Sterblicher5 gerechter sein als Gott oder ein Mann reiner als der, der ihn machte?'
18Sieh! [Selbst] seinen Knechten traut er nicht, und seinen Boten legt er Irrtum zur Last6,
19wie viel mehr [uns] Lehmhüttenbewohnern, deren [Daseins]grund im Staub ist! Wie Motten werden sie zerquetscht,
20zerschlagen, von Morgen bis Abend. Unbeachtet kommen sie um für alle Zeit.
21Nicht wahr? Wird ausgerissen ihr Zeltseil an ihnen, so sterben sie, und das nicht in Weisheit.
2"Darf man ein Wort an dich versuchen? Wird's dich ermüden? Aber die Worte zurückhalten, wer könnte das?
3Siehe! Du ermahntest viele, und erschlaffte Hände stärktest du.
4Deine Gespräche richteten den Strauchelnden auf, und wankende Knie festigtest du.
5Da es nun an dich kommt, so wirst du es müde! Rührt es [nun] dich an, so bist du verstört!
6Ist nicht deine [Gottes]furcht [Grund] deiner Zuversicht, die Vollkommenheit deiner Wege deine Hoffnung?
7Bitte bedenke: Welcher Unschuldige ist je umgekommen? Wo wurden Rechtschaffene je ausgetilgt?
8So weit ich es sah: Die Unheil pflügten und Mühsal säten, die ernteten es.
9Vom Atem Gottes kamen sie um, vom Hauch seines Zorns2 schwanden sie hin.
10Das Gebrüll des Löwen und die Stimme des Wildlöwen und die Zähne der Junglöwen sind zerschlagen.
11Der Leu3 kommt um, aus Mangel an Beute, und die Jungen der Löwin zerstreuen sich.
12Zu mir aber stahl sich ein Wort, mein Ohr nahm ein Flüstern davon auf.
13In grübelnden Gedanken infolge von Nachtgesichten, wo tiefer Schlaf auf die Menschen fällt,
14kommt Schrecken über mich und Zittern, es durchschauert die Menge meiner Gebeine.
15Ein Geist huscht am Gesicht mir vorbei. Die Haare meines Fleisches sträuben sich.
16Da steht, und ich kenne sein Aussehen nicht, eine Gestalt vor meinen Augen. Ein leises Flüstern4 und eine Stimme höre ich:
17'Sollte ein Sterblicher5 gerechter sein als Gott oder ein Mann reiner als der, der ihn machte?'
18Sieh! [Selbst] seinen Knechten traut er nicht, und seinen Boten legt er Irrtum zur Last6,
19wie viel mehr [uns] Lehmhüttenbewohnern, deren [Daseins]grund im Staub ist! Wie Motten werden sie zerquetscht,
20zerschlagen, von Morgen bis Abend. Unbeachtet kommen sie um für alle Zeit.
21Nicht wahr? Wird ausgerissen ihr Zeltseil an ihnen, so sterben sie, und das nicht in Weisheit.