Altes Testament
Hiob Kapitel 24
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1"Weshalb sind zwar dem Allmächtigen seine [Strafgerichts]zeiten nicht verborgen1, aber die, die ihn kennen, erfahren2 seine [Strafgerichts]tage nicht?
2Man verrückt Grenzen, raubt Herden und weidet sie,
3man treibt den Esel der Waisen weg, nimmt das Rind der Witwe als Pfand.
4Arme stößt man aus dem Wege; miteinander müssen sich verkriechen die Gebeugten des Landes.
5Siehe! - [Wie] Wildesel in der Wüste ziehen sie hinaus an ihr [Tag]werk, suchen frühe nach Nahrung. Die Steppe gibt ihnen Brot für die Kinder.
6Am Feld schneiden sie Futter ab, im Weinberg des Ehrfurchtslosen halten sie Nachlese.
7Entblößt übernachten sie, ohne Kleider, und in der Kälte haben sie keine Decke.
8Vom Regenguss der Berge werden sie nass, ohne Zufluchtsort, umklammern den Felsen.
9Man reißt das Waisenkind von der [Mutter]brust; was der Gebeugte anhat, nimmt man ihm als Pfand.
10Entblößt müssen sie gehen, ohne Kleider, und hungernd müssen sie Garben tragen.
11Zwischen ihren3 Mauern müssen sie Öl pressen; die Kelter treten, leiden [dabei] Durst.
12Aus Städten ächzen Sterbende und die Seele Verwundeter4 ruft laut - aber Gott nimmt keinen Anstoß daran5.
13Jene dort6 gehören zu den Feinden des Lichts, <wollen> mit seinen Wegen nicht vertraut sein und bleiben nicht auf seinen Pfaden.
14Vor [Tages]licht steht der Mörder auf, schlägt den Gebeugten und den Armen nieder; des Nachts treibt er's wie der Dieb.
15Des Ehebrechers Auge harrt auf die Dämmerung; er sagt: 'Kein Auge soll mich sehen', und er legt ein Tuch aufs Gesicht.
16Sie brechen in die Häuser ein im Dunkeln, sie, die bei Tage sich eingeschlossen halten, das Licht nicht kennen [wollen],
17denn ihnen allesamt [gilt] der Morgen wie ein Todesschatten7. Ja, er - ein jeder [von ihnen] - ist vertraut mit den Schrecken des Todesschattens.
18Leicht8 fährt er dahin [wie] auf der Wasserfläche! Verflucht ist sein Erbteil im Lande. Nicht mehr wird er einschlagen den Weg zu den Weingärten.
19Dürre wie auch Hitze raffen Schneewasser dahin; so der Scheol die, die gesündigt haben.
20Der Mutterleib vergisst ihn, Gewürm labt sich an ihm. Nie mehr wird seiner gedacht - <so> wird das Unrecht9 zerbrochen wie Holz10 -,
21er, der die Unfruchtbare, die nicht gebar, ausplünderte und der Witwe nichts Gutes tat.
22Doch Mächtige erhält er, [Gott,] durch seine Kraft am Leben.11 [Solch] einer steht [wieder] auf, auch wenn er des Lebens nicht mehr sicher war12.
23Er gibt ihm Sicherheit, und der weiß sich gestützt; und seine Augen [wachen] über ihren Wegen.
24Sie kommen hoch für kurze [Zeit] und <dann> sind sie nicht mehr; sie sinken hin, werden weggerafft wie alle, wie der Kopf der Ähre verwelken sie.
25Ist's nicht so? Wer will mich Lügen strafen, meine Rede zunichtemachen?"
2Man verrückt Grenzen, raubt Herden und weidet sie,
3man treibt den Esel der Waisen weg, nimmt das Rind der Witwe als Pfand.
4Arme stößt man aus dem Wege; miteinander müssen sich verkriechen die Gebeugten des Landes.
5Siehe! - [Wie] Wildesel in der Wüste ziehen sie hinaus an ihr [Tag]werk, suchen frühe nach Nahrung. Die Steppe gibt ihnen Brot für die Kinder.
6Am Feld schneiden sie Futter ab, im Weinberg des Ehrfurchtslosen halten sie Nachlese.
7Entblößt übernachten sie, ohne Kleider, und in der Kälte haben sie keine Decke.
8Vom Regenguss der Berge werden sie nass, ohne Zufluchtsort, umklammern den Felsen.
9Man reißt das Waisenkind von der [Mutter]brust; was der Gebeugte anhat, nimmt man ihm als Pfand.
10Entblößt müssen sie gehen, ohne Kleider, und hungernd müssen sie Garben tragen.
11Zwischen ihren3 Mauern müssen sie Öl pressen; die Kelter treten, leiden [dabei] Durst.
12Aus Städten ächzen Sterbende und die Seele Verwundeter4 ruft laut - aber Gott nimmt keinen Anstoß daran5.
13Jene dort6 gehören zu den Feinden des Lichts, <wollen> mit seinen Wegen nicht vertraut sein und bleiben nicht auf seinen Pfaden.
14Vor [Tages]licht steht der Mörder auf, schlägt den Gebeugten und den Armen nieder; des Nachts treibt er's wie der Dieb.
15Des Ehebrechers Auge harrt auf die Dämmerung; er sagt: 'Kein Auge soll mich sehen', und er legt ein Tuch aufs Gesicht.
16Sie brechen in die Häuser ein im Dunkeln, sie, die bei Tage sich eingeschlossen halten, das Licht nicht kennen [wollen],
17denn ihnen allesamt [gilt] der Morgen wie ein Todesschatten7. Ja, er - ein jeder [von ihnen] - ist vertraut mit den Schrecken des Todesschattens.
18Leicht8 fährt er dahin [wie] auf der Wasserfläche! Verflucht ist sein Erbteil im Lande. Nicht mehr wird er einschlagen den Weg zu den Weingärten.
19Dürre wie auch Hitze raffen Schneewasser dahin; so der Scheol die, die gesündigt haben.
20Der Mutterleib vergisst ihn, Gewürm labt sich an ihm. Nie mehr wird seiner gedacht - <so> wird das Unrecht9 zerbrochen wie Holz10 -,
21er, der die Unfruchtbare, die nicht gebar, ausplünderte und der Witwe nichts Gutes tat.
22Doch Mächtige erhält er, [Gott,] durch seine Kraft am Leben.11 [Solch] einer steht [wieder] auf, auch wenn er des Lebens nicht mehr sicher war12.
23Er gibt ihm Sicherheit, und der weiß sich gestützt; und seine Augen [wachen] über ihren Wegen.
24Sie kommen hoch für kurze [Zeit] und <dann> sind sie nicht mehr; sie sinken hin, werden weggerafft wie alle, wie der Kopf der Ähre verwelken sie.
25Ist's nicht so? Wer will mich Lügen strafen, meine Rede zunichtemachen?"
Fußnoten
- 1 i. S. v.: Weshalb sind zwar dem Allmächtigen die Zeiten für seine Strafgerichte nicht unbekannt.
- 2 w.: schauen
- 3 d. i.: Zwischen den Mauern der Reichen
- 4 o.: Umkommender
- 5 o.: legt dem nichts Abfälliges bei; hält es nicht für etwas Widersinniges.
- 6 V. 2-4; V. 9.
- 7 d. h.: wie Dunkelheit
- 8 und flink
- 9 o.: die Verkehrtheit; die Schlechtigkeit
- 10 o.: wie ein Baum
- 11 o.: Und Starke reißt er um durch seine Kraft.
- 12 Die V. 22-24 könnten eine Antwort sein auf die V. 18-21.