Altes Testament
Hiob Kapitel 18
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Bildad, der Schuachiter, antwortete. Er sagte:
2"Bis wann wollt ihr Jagd machen auf Worte?1 Werdet verständig! Danach lasst uns reden!
3Warum denn werden wir wie Vieh geachtet, sind dumm in euren Augen?
4O du, der sich die eigene Seele zerreißt in seinem Zorn, soll deinetwegen das Land verlassen werden, der Fels von seiner Stelle rücken?
5Doch das Licht der Ehrfurchtslosen erlischt, nicht ein Funken seines Feuers strahlt auf.
6Das Licht in seinem Zelt wird dunkel, seine Leuchte über ihm erlischt.
7Die kräftigen Schritte werden gehemmt2, sein eigener Rat bringt ihn zu Fall.
8Ja, mit den eigenen Füßen wird er im Netz verstrickt, auf Fallgittern geht er einher.
9Der Fallstrick erfasst seine Ferse, die Schlinge hält ihn fest.
10Verborgen liegt sein Strick in der Erde und die Falle für ihn auf dem Pfad.
11Ringsum überfallen ihn Schrecknisse; sie hetzen ihn, [folgen] ihm auf dem Fuß.
12Das Unheil ist hungrig nach ihm, Unglück steht zu seinem Sturze bereit.3
13Es frisst Stücke seiner Haut; der Erstgeborene des Todes frisst seine Glieder.
14Herausgerissen wird er aus seinem Zelt, aus seiner Sicherheit4, und es treibt ihn zum König der Schrecken.
15In seinem Zelt wohnt, was ihm nicht angehört; auf seine [Wohn]stätte streut man Schwefel.
16Unten verdorren seine Wurzeln und oben welken seine Zweige.
17Die Erinnerung an ihn verschwindet vom Land und er hat keinen Namen auf den Straßen5.
18Man stößt ihn vom Licht in das Dunkel und verscheucht ihn vom Festland6 hinweg.
19Nicht Spross noch Schössling bleibt ihm im Volk, noch wird in seinen Aufenthaltsorten ein Überlebender sein.
20Über seinen Tag7 erstarren die im Westen8, Schauder erfasst die im Osten9.
21Ja, das sind die Wohnungen des Niederträchtigen, das ist die Stätte dessen, der Gott nicht kannte."
2"Bis wann wollt ihr Jagd machen auf Worte?1 Werdet verständig! Danach lasst uns reden!
3Warum denn werden wir wie Vieh geachtet, sind dumm in euren Augen?
4O du, der sich die eigene Seele zerreißt in seinem Zorn, soll deinetwegen das Land verlassen werden, der Fels von seiner Stelle rücken?
5Doch das Licht der Ehrfurchtslosen erlischt, nicht ein Funken seines Feuers strahlt auf.
6Das Licht in seinem Zelt wird dunkel, seine Leuchte über ihm erlischt.
7Die kräftigen Schritte werden gehemmt2, sein eigener Rat bringt ihn zu Fall.
8Ja, mit den eigenen Füßen wird er im Netz verstrickt, auf Fallgittern geht er einher.
9Der Fallstrick erfasst seine Ferse, die Schlinge hält ihn fest.
10Verborgen liegt sein Strick in der Erde und die Falle für ihn auf dem Pfad.
11Ringsum überfallen ihn Schrecknisse; sie hetzen ihn, [folgen] ihm auf dem Fuß.
12Das Unheil ist hungrig nach ihm, Unglück steht zu seinem Sturze bereit.3
13Es frisst Stücke seiner Haut; der Erstgeborene des Todes frisst seine Glieder.
14Herausgerissen wird er aus seinem Zelt, aus seiner Sicherheit4, und es treibt ihn zum König der Schrecken.
15In seinem Zelt wohnt, was ihm nicht angehört; auf seine [Wohn]stätte streut man Schwefel.
16Unten verdorren seine Wurzeln und oben welken seine Zweige.
17Die Erinnerung an ihn verschwindet vom Land und er hat keinen Namen auf den Straßen5.
18Man stößt ihn vom Licht in das Dunkel und verscheucht ihn vom Festland6 hinweg.
19Nicht Spross noch Schössling bleibt ihm im Volk, noch wird in seinen Aufenthaltsorten ein Überlebender sein.
20Über seinen Tag7 erstarren die im Westen8, Schauder erfasst die im Osten9.
21Ja, das sind die Wohnungen des Niederträchtigen, das ist die Stätte dessen, der Gott nicht kannte."
Fußnoten
- 1 n. d. gr. Üsg.: Wie lange <noch> wollt ihr kein Ende machen mit Worten?
- 2 o.: werden kurz
- 3 and.: Ausgehungert wird seine Kraft, Unheil steht neben ihm bereit.
- 4 w.: von seinem Vertrauen; i. S. v.: von dem, worauf er vertraute
- 5 o.: außerhalb der Stadt; d. h.: kein Name <und Ruf> bleibt ihm.
- 6 o.: von der bewohnten Welt
- 7 d. h.: seinen Gerichtstag
- 8 viell. i. S. v.: die Späteren; die Nachkommen
- 9 viell. i. S. v.: die Frühen; die Uralten