Altes Testament
Hiob Kapitel 26
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Hiob antwortete und sagte:
2"Wie hast du doch dem Kraftlosen geholfen, dem machtlosen Arm beigestanden!
3Wie hast du doch den Unweisen beraten, gründliche Klugheit in Fülle kundgetan!
4Wem teiltest du deine Worte mit? Und wessen Odem1 ging von dir aus?
5Es erzittern die Erschlafften2 tief unten, die Wasser und deren Bewohner.
6Entblößt liegt der Scheol vor ihm da und der Abgrund hat keine Hülle3.
7Er spannt den Norden aus über der Formlosigkeit4, hängt das Erdreich auf über nicht Vorhandenem5.
8Die Wasser bündelt er zusammen in seine Wolken, das Gewölk zerreißt nicht unter ihrem [Gewicht].
9Er versperrt die Vorderseite6 seines Thrones, sein Gewölk darüber ausbreitend.
10Er zog einen Kreis7 über der Fläche der Wasser bis da, wo das Licht bei der Finsternis endet8.
11Die Säulen der Himmel wanken und entsetzen sich vor seinem Schelten.
12Durch seine Kraft erregt er das Meer, durch seine Einsicht zerschmettert er Rahab9,
13durch seinen Odem10 wird heiter der Himmel. Seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange.
14Sieh! Das sind die Säume11 seiner Wege. Welch [schwaches] Geflüster von einem Wort ist das, was wir davon vernehmen! Aber den Donner seiner Stärke12, wer könnte den verstehen?"
2"Wie hast du doch dem Kraftlosen geholfen, dem machtlosen Arm beigestanden!
3Wie hast du doch den Unweisen beraten, gründliche Klugheit in Fülle kundgetan!
4Wem teiltest du deine Worte mit? Und wessen Odem1 ging von dir aus?
5Es erzittern die Erschlafften2 tief unten, die Wasser und deren Bewohner.
6Entblößt liegt der Scheol vor ihm da und der Abgrund hat keine Hülle3.
7Er spannt den Norden aus über der Formlosigkeit4, hängt das Erdreich auf über nicht Vorhandenem5.
8Die Wasser bündelt er zusammen in seine Wolken, das Gewölk zerreißt nicht unter ihrem [Gewicht].
9Er versperrt die Vorderseite6 seines Thrones, sein Gewölk darüber ausbreitend.
10Er zog einen Kreis7 über der Fläche der Wasser bis da, wo das Licht bei der Finsternis endet8.
11Die Säulen der Himmel wanken und entsetzen sich vor seinem Schelten.
12Durch seine Kraft erregt er das Meer, durch seine Einsicht zerschmettert er Rahab9,
13durch seinen Odem10 wird heiter der Himmel. Seine Hand durchbohrt die flüchtige Schlange.
14Sieh! Das sind die Säume11 seiner Wege. Welch [schwaches] Geflüster von einem Wort ist das, was wir davon vernehmen! Aber den Donner seiner Stärke12, wer könnte den verstehen?"
Fußnoten
- 1 eigtl.: Atem; heb. neschamah; das Wort kann auch für den Lebensodem stehen und für das Leben (die "Seele", wie nefesch) des Leibes.
- 2 d. h.: die Totengeister; die Geister der Verstorbenen; heb. refa'im
- 3 o.: Abdeckung
- 4 o.: über unwegsamen Wüsten; o.: über dem Nichtigen <und Formlosen>
- 5 o.: über dem, was nicht ist.
- 6 d. h.: die der Erde zugekehrte Seite; eigtl.: das Angesicht; den Anblick
- 7 o.: er maß einen Kreis ab; möglicherweise ein Bezug auf den Horizontkreis.
- 8 eigtl.: bis zur äußersten Grenzlinie (o.: bis zur Vervollständigung, bis zum Aufhören) des Lichtes bei der Finsternis.
- 9 eigtl.: das Ungetüm; Bez. für ein Seeungeheuer (Jes 51,9); Sinnbild für Feindesmächte, auch für Ägypten (Ps 74,13-17; 89,11; Jes 30,7; 51,9).
- 10 o.: Hauch; Geist, Wind; heb. ruach
- 11 o.: die äußersten Spitzen; die Umrisse; die kleinen Fingerzeige
- 12 eigtl.: Heldenstärke