Altes Testament
Jeremia Kapitel 12
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Du bist gerecht1, Jahweh, wenn ich Rechtsstreit mit dir führe. Dennoch will ich über Rechtsentscheide mit dir reden: Weshalb ist der Weg der Ehrfurchtslosen erfolgreich, haben Ruhe2 alle Abtrünnigen3?
2Du hast sie gepflanzt, sie schlagen auch Wurzeln, sie gehen auf, tragen auch Frucht. Nahe bist du in ihrem Mund, doch fern von ihren Nieren.
3Du aber, Jahweh, du kennst mich. Du siehst mich und prüfst mein Herz dir gegenüber. Reiße sie weg wie Kleinvieh zur Schlachtung! Und weihe sie für den Tag des Schlachtens!
4Bis wann soll trauern das Land und das Gewächs des ganzen Feldes welken? Infolge der Bosheit ihrer Bewohner sind Vieh und Vögel weggerafft! Ja, sie sagen: "Der4 wird unser Ende5 nicht sehen!"
5"Wenn du mit den Fußgängern gelaufen bist, und [schon] sie dich müde gemacht haben, wie willst du um die Wette laufen mit Pferden? Wenn du dich6 in friedlichem Land sicher fühlst, wie willst du's im Dickicht des Jordans7 machen?
6Ja, auch deine Brüder, das Haus deines Vaters, auch sie sind treulos gegen dich, auch sie rufen hinter dir her aus voller Kehle. Traue ihnen nicht, wenn sie Gutes zu dir reden!
7Ich habe mein Haus verlassen8, mein Erbteil verstoßen. Den Geliebten meiner Seele habe ich in den Griff seiner Feinde gegeben.
8Mein Erbteil ist mir geworden gleich einem Löwen im Wald: Es hat gegen mich seine Stimme erhoben. Darum hasse ich es.
9Ist mir mein Erbteil etwa ein bunter Raubvogel geworden, dass [andere] Raubvögel ringsum über ihm [kreisen]? Auf, versammelt alle wilden Tiere des Feldes! Lasst sie herbeikommen zum Fraß!
10Viele Hirten haben meinen Weinberg verdorben, mein Losteil9 zertreten, mein kostbares Losteil zur wüsten Einöde gemacht.
11Man hat ihn zur Einöde gemacht: Verödet trauert er um mich her. Das ganze Land ist verwüstet, denn keiner nahm sich's zu Herzen.
12Über alle kahlen Höhen der Wüste sind Verwüster gekommen, Ja, das Schwert Jahwehs ist am Fressen von einem Ende des Landes bis zum andern10: Kein Friede allem Fleisch!
13Weizen haben sie gesät, Dornen <müssen> sie ernten. Sie haben sich abgemüht; es wird ihnen nichts nützen. Zuschanden werden sie an euren Erträgen vor der Glut des Zornes Jahwehs!"
14So sagt Jahweh: "Über alle meine bösen Nachbarn, die das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel zum Erbe gab: Siehe! Ich werde sie aus ihrem Erdboden herausreißen und werde das Haus Juda aus ihrer Mitte wegreißen.
15Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, werde ich mich ihrer wieder erbarmen; und ich lasse sie zurückkehren, einen jeden in sein Erbteil und einen jeden in sein Land.
16Und es soll geschehen, wenn sie <dann> die Wege meines Volkes fleißig lernen werden, bei meinem Namen zu schwören: 'So wahr Jahweh lebt!' (wie sie mein Volk gelehrt hatten, beim Baal zu schwören)11, sollen sie gebaut werden inmitten meines Volkes.
17Wollen aber welche nicht hören, so werde ich jenes Volk* ausreißen, ausreißen und vernichten", ist der Spruch Jahwehs.
2Du hast sie gepflanzt, sie schlagen auch Wurzeln, sie gehen auf, tragen auch Frucht. Nahe bist du in ihrem Mund, doch fern von ihren Nieren.
3Du aber, Jahweh, du kennst mich. Du siehst mich und prüfst mein Herz dir gegenüber. Reiße sie weg wie Kleinvieh zur Schlachtung! Und weihe sie für den Tag des Schlachtens!
4Bis wann soll trauern das Land und das Gewächs des ganzen Feldes welken? Infolge der Bosheit ihrer Bewohner sind Vieh und Vögel weggerafft! Ja, sie sagen: "Der4 wird unser Ende5 nicht sehen!"
5"Wenn du mit den Fußgängern gelaufen bist, und [schon] sie dich müde gemacht haben, wie willst du um die Wette laufen mit Pferden? Wenn du dich6 in friedlichem Land sicher fühlst, wie willst du's im Dickicht des Jordans7 machen?
6Ja, auch deine Brüder, das Haus deines Vaters, auch sie sind treulos gegen dich, auch sie rufen hinter dir her aus voller Kehle. Traue ihnen nicht, wenn sie Gutes zu dir reden!
7Ich habe mein Haus verlassen8, mein Erbteil verstoßen. Den Geliebten meiner Seele habe ich in den Griff seiner Feinde gegeben.
8Mein Erbteil ist mir geworden gleich einem Löwen im Wald: Es hat gegen mich seine Stimme erhoben. Darum hasse ich es.
9Ist mir mein Erbteil etwa ein bunter Raubvogel geworden, dass [andere] Raubvögel ringsum über ihm [kreisen]? Auf, versammelt alle wilden Tiere des Feldes! Lasst sie herbeikommen zum Fraß!
10Viele Hirten haben meinen Weinberg verdorben, mein Losteil9 zertreten, mein kostbares Losteil zur wüsten Einöde gemacht.
11Man hat ihn zur Einöde gemacht: Verödet trauert er um mich her. Das ganze Land ist verwüstet, denn keiner nahm sich's zu Herzen.
12Über alle kahlen Höhen der Wüste sind Verwüster gekommen, Ja, das Schwert Jahwehs ist am Fressen von einem Ende des Landes bis zum andern10: Kein Friede allem Fleisch!
13Weizen haben sie gesät, Dornen <müssen> sie ernten. Sie haben sich abgemüht; es wird ihnen nichts nützen. Zuschanden werden sie an euren Erträgen vor der Glut des Zornes Jahwehs!"
14So sagt Jahweh: "Über alle meine bösen Nachbarn, die das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel zum Erbe gab: Siehe! Ich werde sie aus ihrem Erdboden herausreißen und werde das Haus Juda aus ihrer Mitte wegreißen.
15Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, werde ich mich ihrer wieder erbarmen; und ich lasse sie zurückkehren, einen jeden in sein Erbteil und einen jeden in sein Land.
16Und es soll geschehen, wenn sie <dann> die Wege meines Volkes fleißig lernen werden, bei meinem Namen zu schwören: 'So wahr Jahweh lebt!' (wie sie mein Volk gelehrt hatten, beim Baal zu schwören)11, sollen sie gebaut werden inmitten meines Volkes.
17Wollen aber welche nicht hören, so werde ich jenes Volk* ausreißen, ausreißen und vernichten", ist der Spruch Jahwehs.
Fußnoten
- 1 und bleibst im Recht
- 2 und leben sorglos
- 3 o.: Treulosen
- 4 d. i.: der Prophet
- 5 wahrsch. i. S. v.: unseren Ausgang (den er uns weissagt bzw. androht)
- 6 erg.: nur
- 7 o.: in der Pracht des Jordans; gemeint ist der dicht bewachsene Uferstrich des Jordans, der durch Überschwemmungen und wilde Tiere eine unsichere Gegend ist.
- 8 und aufgegeben
- 9 i. S. v.: meinen Acker
- 10 eigtl.: vom Rand des Landes (o.: der Erde; hier bezogen auf Israel) bis zum Rand des Landes; ähnlich 1Mo 47,21; 2Mo 26,28; 5Mo 4,32; 13,8; 28,64; Jer 25,33; 51,31.
- 11 Sätze in runden Klammern sind eingeschobene Worte; sie sind Teil des biblischen Textes.