Altes Testament
Jeremia Kapitel 15
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und Jahweh sagte zu mir: "Selbst wenn Mose und Samuel vor meinem Angesicht ständen, würde [sich] meine Seele nicht diesem Volk zu[wenden]. Schick sie weg von meinem Angesicht, dass sie fortgehen!
2Und es soll geschehen, wenn sie zu dir sagen: 'Wo sollen wir hingehen?', sage zu ihnen: So sagt Jahweh: 'Wer des [Pest]todes ist, zum [Pest]tod! Wer des Schwerts ist, zum Schwert! Wer des Hungers ist, zum Hunger! Wer der Gefangenschaft ist, zur Gefangenschaft!'
3Ich verordne nämlich über sie vier Arten [von Gericht]", ist der Spruch Jahwehs, "das Schwert zum Morden und die Hunde zum Herumzerren1 und die Vögel des Himmels und die Tiere der Erde zum Fressen und zum Vertilgen.
4Und ich werde sie zum Entsetzen machen für alle Königreiche der Erde wegen Manasses, des Sohnes Hiskias, des Königs von Juda, wegen all dessen, was er getan hat in Jerusalem."
5"Fürwahr, wer sollte mit dir Mitleid haben, Jerusalem, und wer dir Beileid bekunden? Und wer sollte <bei dir> einkehren, um nach deinem Frieden zu fragen2?"
6"Du hast mich aufgegeben", ist der Spruch Jahwehs, "du hast dich zurückgewandt3, <so> strecke ich meine Hand gegen dich aus und richte dich zugrunde. Ich bin es müde, Mitleid zu haben.
7Mit der Worfschaufel habe ich sie geworfelt in den Toren des Landes, der Kinder beraubt habe ich mein Volk, zugrunde gehen lassen habe ich es: Sie kehren von ihren Wegen nicht um!
8Zahlreicher als der Sand der Meere werden mir ihre Witwen. Über die Mütter der Jungmannschaft lasse ich ihnen am [hellen] Mittag einen Verwüster kommen. Ich lasse plötzlich auf sie fallen Angstfieber und Bestürzung.
9Sie welkt dahin, die [einst] sieben gebar, sie haucht ihre Seele aus. Ihre Sonne geht noch bei Tag unter. Sie ist beschämt und zuschanden. Und ihren Überrest gebe ich dem Schwert preis vor dem Angesicht ihrer Feinde", ist der Spruch Jahwehs.
10Wehe mir, dass du, meine Mutter, mich geboren hast, einen Mann des Rechtsstreits und einen Mann des Zankes für das ganze Land4! Ich habe weder verliehen noch hat man mir geliehen5, [doch] alle fluchen sie mir.
11Jahweh hat gesagt: "Wenn ich dich nicht zum Guten stärken werde, wenn ich nicht machen werde, dass dich der Feind zur Zeit des Unheils und zur Zeit der Bedrängnis anfleht6 ...! -
12Kann man Eisen zerbrechen, Eisen aus dem Norden, und Erz?
13Deine Habe und deine Schätze werde ich zur Plünderung dahingeben ohne Kaufpreis, und zwar wegen aller deiner Sünden, ja, in deinem ganzen Gebiet,
14und ich lasse [sie] hinüberbringen mit deinen Feinden in ein Land7, das du nicht kennst; denn ein Feuer hat sich entzündet an meinem Zorn; gegen euch brennt es."
15Du, Jahweh, du weißt es. Gedenke meiner und nimm dich meiner an und räche mich an meinen Verfolgern! Nach deiner Langmut raffe mich nicht fort! Erkenne, dass ich deinetwegen Schmach trage.
16Fanden sich Worte von dir, aß ich sie. Und deine Worte wurden mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist auf mich gerufen8, Jahweh, Gott der Heere.
17Nicht saß ich im Kreis der Spielenden9, dass ich fröhlich geworden wäre. Aufgrund des Angesichts deiner Hand10 saß ich gesondert, denn mit Entrüstung hast du mich erfüllt.
18Warum ist mein Schmerz endlos geworden und meine Wunde unheilbar? Sie weigert sich, geheilt zu werden. Solltest du mir gar wie ein täuschendes Bachtal11 sein, wie Wasser, auf die kein Verlass ist12?
19"Darum", so sagt Jahweh: "Wenn du umkehrst, bringe ich dich zurück13, dass du vor meinem Angesicht stehst. Wenn du das Edle vom Unedlen scheidest14, sollst du wie mein Mund sein. Sie sollen umkehren zu dir, aber du sollst nicht umkehren zu ihnen.
20Und ich mache dich für dieses Volk zu einer festen ehernen Mauer. Und sie werden gegen dich kämpfen, aber dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, dich zu retten und zu befreien", ist der Spruch Jahwehs.
21"Und ich werde dich befreien aus der Hand der Bösen und dich erlösen aus dem Griff der Gewalttätigen."
2Und es soll geschehen, wenn sie zu dir sagen: 'Wo sollen wir hingehen?', sage zu ihnen: So sagt Jahweh: 'Wer des [Pest]todes ist, zum [Pest]tod! Wer des Schwerts ist, zum Schwert! Wer des Hungers ist, zum Hunger! Wer der Gefangenschaft ist, zur Gefangenschaft!'
3Ich verordne nämlich über sie vier Arten [von Gericht]", ist der Spruch Jahwehs, "das Schwert zum Morden und die Hunde zum Herumzerren1 und die Vögel des Himmels und die Tiere der Erde zum Fressen und zum Vertilgen.
4Und ich werde sie zum Entsetzen machen für alle Königreiche der Erde wegen Manasses, des Sohnes Hiskias, des Königs von Juda, wegen all dessen, was er getan hat in Jerusalem."
5"Fürwahr, wer sollte mit dir Mitleid haben, Jerusalem, und wer dir Beileid bekunden? Und wer sollte <bei dir> einkehren, um nach deinem Frieden zu fragen2?"
6"Du hast mich aufgegeben", ist der Spruch Jahwehs, "du hast dich zurückgewandt3, <so> strecke ich meine Hand gegen dich aus und richte dich zugrunde. Ich bin es müde, Mitleid zu haben.
7Mit der Worfschaufel habe ich sie geworfelt in den Toren des Landes, der Kinder beraubt habe ich mein Volk, zugrunde gehen lassen habe ich es: Sie kehren von ihren Wegen nicht um!
8Zahlreicher als der Sand der Meere werden mir ihre Witwen. Über die Mütter der Jungmannschaft lasse ich ihnen am [hellen] Mittag einen Verwüster kommen. Ich lasse plötzlich auf sie fallen Angstfieber und Bestürzung.
9Sie welkt dahin, die [einst] sieben gebar, sie haucht ihre Seele aus. Ihre Sonne geht noch bei Tag unter. Sie ist beschämt und zuschanden. Und ihren Überrest gebe ich dem Schwert preis vor dem Angesicht ihrer Feinde", ist der Spruch Jahwehs.
10Wehe mir, dass du, meine Mutter, mich geboren hast, einen Mann des Rechtsstreits und einen Mann des Zankes für das ganze Land4! Ich habe weder verliehen noch hat man mir geliehen5, [doch] alle fluchen sie mir.
11Jahweh hat gesagt: "Wenn ich dich nicht zum Guten stärken werde, wenn ich nicht machen werde, dass dich der Feind zur Zeit des Unheils und zur Zeit der Bedrängnis anfleht6 ...! -
12Kann man Eisen zerbrechen, Eisen aus dem Norden, und Erz?
13Deine Habe und deine Schätze werde ich zur Plünderung dahingeben ohne Kaufpreis, und zwar wegen aller deiner Sünden, ja, in deinem ganzen Gebiet,
14und ich lasse [sie] hinüberbringen mit deinen Feinden in ein Land7, das du nicht kennst; denn ein Feuer hat sich entzündet an meinem Zorn; gegen euch brennt es."
15Du, Jahweh, du weißt es. Gedenke meiner und nimm dich meiner an und räche mich an meinen Verfolgern! Nach deiner Langmut raffe mich nicht fort! Erkenne, dass ich deinetwegen Schmach trage.
16Fanden sich Worte von dir, aß ich sie. Und deine Worte wurden mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist auf mich gerufen8, Jahweh, Gott der Heere.
17Nicht saß ich im Kreis der Spielenden9, dass ich fröhlich geworden wäre. Aufgrund des Angesichts deiner Hand10 saß ich gesondert, denn mit Entrüstung hast du mich erfüllt.
18Warum ist mein Schmerz endlos geworden und meine Wunde unheilbar? Sie weigert sich, geheilt zu werden. Solltest du mir gar wie ein täuschendes Bachtal11 sein, wie Wasser, auf die kein Verlass ist12?
19"Darum", so sagt Jahweh: "Wenn du umkehrst, bringe ich dich zurück13, dass du vor meinem Angesicht stehst. Wenn du das Edle vom Unedlen scheidest14, sollst du wie mein Mund sein. Sie sollen umkehren zu dir, aber du sollst nicht umkehren zu ihnen.
20Und ich mache dich für dieses Volk zu einer festen ehernen Mauer. Und sie werden gegen dich kämpfen, aber dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, dich zu retten und zu befreien", ist der Spruch Jahwehs.
21"Und ich werde dich befreien aus der Hand der Bösen und dich erlösen aus dem Griff der Gewalttätigen."
Fußnoten
- 1 und Verschleppen
- 2 o.: um nach deinem Ergehen zu fragen; o.: um dir den Friedensgruß zu sagen.
- 3 o.: du hast mir den Rücken zugekehrt
- 4 d. h.: einen, mit dem jeder im ganzen Land streitet und zankt.
- 5 d. h.: niemand schuldet mir etwas und niemandem schulde ich etwas.
- 6 d. i.: eine heb. Schwurformel, bei der nur die erste Hälfte des Satzes gesagt wird; sie drückt die Gewissheit des Versprechens aus; hier i. S. v.: Ich werde dich mit Sicherheit zum Guten stärken ...
- 7 nach mehreren heb. Hss, der gr., syr. u. altlat. Üsg.: Und ich mache dich zum Sklaven deiner Feinde in einem Land
- 8 o.: über mich ausgerufen worden; d. h.: ich bin nach deinem Namen benannt <und gehöre dir>
- 9 und Singenden
- 10 vmtl. i. S. v.: Aus Furcht vor deiner (züchtigenden) Hand
- 11 d. h.: wie ein Bachtal, das Wasser erwarten lässt, aber keines führt.
- 12 o.: die versiegen.
- 13 o.: mache dich wiederkehren; o.: stelle ich dich wieder her; lasse ich's für dich wiederkehren
- 14 o.: das Wertvolle vom Wertlosen aussonderst