Altes Testament
Jeremia Kapitel 36
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und es geschah im vierten Jahr Jojakims1, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, da geschah dieses Wort von Jahweh zu Jeremia:
2"Nimm dir eine Schriftrolle und schreibe darauf alle Worte, die ich zu dir geredet habe über Israel und über Juda und über alle Völker, von dem Tag an, da ich zu dir geredet habe, von den Tagen Josias an bis zu diesem Tag.
3Vielleicht hören sie, das Haus Juda, alles Unheil, das ich ihnen zu tun gedenke, dass sie umkehren, jeder von seinem bösen Weg, und ich ihre Schuld und ihre Sünde vergebe."
4Und Jeremia rief Baruch, den Sohn Nerijas. Und Baruch schrieb aus dem Mund Jeremias alle Worte Jahwehs, die er zu ihm geredet hatte, auf eine Schriftrolle.
5Und Jeremia gebot Baruch und sagte: "Ich bin verhindert, ich kann nicht in das Haus Jahwehs kommen.
6So sollst du hinkommen und im Haus Jahwehs am Tag des Fastens aus der Rolle die Worte Jahwehs lesen2 in die Ohren des Volkes, [alles], was du aus meinem Mund aufgeschrieben hast. Und auch in die Ohren von ganz Juda, die aus ihren Städten kommen, sollst du sie lesen.
7Vielleicht fällt ihr Gnadenflehen vor dem Angesicht Jahwehs nieder3 und sie kehren um, jeder von seinem bösen Wege; denn groß ist der Zorn und die Grimmglut, die Jahweh über dieses Volk ausgesprochen hat."
8Und Baruch, der Sohn Nerijas, tat nach allem, was Jeremia, der Prophet, ihm geboten hatte, nämlich, im Haus Jahwehs aus dem Buch die Worte Jahwehs zu lesen.
9Und es geschah im fünften Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, im neunten Monat, da rief man alles Volk in Jerusalem und alles Volk, das aus den Städten Judas nach Jerusalem gekommen war, zu einem Fasten auf vor dem Angesicht Jahwehs.
10Und Baruch las im Haus Jahwehs, in der Kammer Gemarjas, des Sohnes Schafans, des Staatsschreibers, im oberen Vorhof, am Eingang des neuen Tores des Hauses Jahwehs, die Worte Jeremias aus dem Buch <und rief sie aus>, in die Ohren des ganzen Volkes.
11Und Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Schafans, hörte alle Worte Jahwehs aus dem Buch,
12und er ging hinab zum Haus des Königs, zur Kammer des Staatsschreibers. Und - siehe! - dort saßen alle Obersten4: Elischama, der Staatsschreiber, und Delaja, der Sohn Schemajas, und Elnatan, der Sohn Achbors, und Gemarja, der Sohn Schafans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, und alle Obersten.
13Und Michaja berichtete ihnen alle Worte, die er gehört hatte, als Baruch aus dem Buch in die Ohren des Volkes las.
14Da sandten alle Obersten Jehudi, den Sohn Netanjas, des Sohnes Schelemjas, des Sohnes Kuschis, zu Baruch und ließen [ihm] sagen: "Die Rolle, aus der du in die Ohren des Volkes gelesen hast, nimm sie in deine Hand und komm!" Und Baruch, der Sohn Nerijas, nahm die Rolle in seine Hand und kam zu ihnen.
15Und sie sagten zu ihm: "Setze dich bitte und lies sie vor, in unsere Ohren." Und Baruch las vor, in ihre Ohren.
16Und es geschah, als sie all die Worte gehört hatten, sahen sie einander5 erschrocken an und sagten zu Baruch: "Wir müssen dem König alle diese Worte berichten."
17Und sie fragten Baruch: "Teile uns bitte mit: Wie hast du alle diese Worte aus seinem Mund aufgeschrieben?"
18Und Baruch sagte zu ihnen: "Aus seinem Mund rief er mir alle diese Worte zu; und ich schrieb sie mit Tinte in das Buch."
19Und die Obersten sagten zu Baruch: "Gehe, verbirg dich, du und Jeremia, dass niemand erfährt, wo ihr seid." -
20Und sie gingen zum König in den Hof. (Die Rolle aber hatten sie in der Kammer Elischamas, des Staatsschreibers, niedergelegt.) Und sie berichteten alle die Worte in die Ohren des Königs.
21Und der König sandte Jehudi, die Rolle zu holen. Und er holte sie aus der Kammer Elischamas, des Staatsschreibers. Und Jehudi las sie vor, in die Ohren des Königs und in die Ohren aller Obersten, die um den König standen.
22Der König aber saß im Winterhaus, im neunten Monat, und das Kohlenbecken6 war vor ihm angezündet.
23Und es geschah, sooft Jehudi drei oder vier Spalten vorgelesen hatte, riss sie der König mit dem Schreibermesser ab und warf sie in das Feuer, das auf dem Kohlenbecken war, bis die ganze Rolle im Feuer auf dem Kohlenbecken zu Ende <verbrannt> war.
24Aber der König und alle seine Knechte, die alle diese Worte hörten, erschraken nicht und rissen ihre Kleider nicht entzwei.
25Und auch, als Elnatan und Delaja und Gemarja den König drängten, dass er die Rolle nicht verbrennen solle, hörte er nicht auf sie.
26Und der König gebot Jerachmeel, dem Königssohn, und Seraja, dem Sohn Asriëls, und Schelemja, dem Sohn Abdeels, den Staatsschreiber Baruch sowie den Propheten Jeremia festzunehmen. Aber Jahweh hielt sie verborgen.
27Und das Wort Jahwehs geschah zu Jeremia, nachdem der König die Rolle und die Worte, die Baruch aus dem Mund Jeremias aufgeschrieben hatte, verbrannt hatte:
28"Nimm dir nochmals eine Rolle, eine andere, und schreibe darauf all die vorigen Worte, die auf der vorigen Rolle waren, die Jojakim, der König von Juda, verbrannt hat.
29Und über Jojakim, den König von Juda, sollst du sagen: So sagt Jahweh: 'Du hast diese Rolle verbrannt und gesagt: Warum hast du darauf geschrieben: Der König von Babel wird kommen, ja, kommen, und dieses Land verderben und Mensch und Vieh daraus wegschaffen?'"
30"Darum", so sagt Jahweh über Jojakim, den König von Juda: "Es wird ihm niemand bleiben, der auf dem Thron Davids säße. Und seine Leiche soll weggeworfen daliegen, in der Hitze bei Tage und im Frost bei Nacht.
31Und an ihm und an seinem Samen und an seinen Knechten werde ich ihre Schuld heimsuchen; und über sie und über die Bewohner Jerusalems und über die Männer Judas werde ich alles Unheil bringen, das ich über sie geredet habe; sie aber haben nicht gehört."
32Und Jeremia nahm eine andere Rolle und gab sie Baruch, dem Sohn Nerijas, dem Staatsschreiber. Und er schrieb darauf aus dem Mund Jeremias alle Worte des Buches, das Jojakim, der König von Juda, im Feuer verbrannt hatte. Und es wurden noch viele Worte wie diese hinzugefügt.
2"Nimm dir eine Schriftrolle und schreibe darauf alle Worte, die ich zu dir geredet habe über Israel und über Juda und über alle Völker, von dem Tag an, da ich zu dir geredet habe, von den Tagen Josias an bis zu diesem Tag.
3Vielleicht hören sie, das Haus Juda, alles Unheil, das ich ihnen zu tun gedenke, dass sie umkehren, jeder von seinem bösen Weg, und ich ihre Schuld und ihre Sünde vergebe."
4Und Jeremia rief Baruch, den Sohn Nerijas. Und Baruch schrieb aus dem Mund Jeremias alle Worte Jahwehs, die er zu ihm geredet hatte, auf eine Schriftrolle.
5Und Jeremia gebot Baruch und sagte: "Ich bin verhindert, ich kann nicht in das Haus Jahwehs kommen.
6So sollst du hinkommen und im Haus Jahwehs am Tag des Fastens aus der Rolle die Worte Jahwehs lesen2 in die Ohren des Volkes, [alles], was du aus meinem Mund aufgeschrieben hast. Und auch in die Ohren von ganz Juda, die aus ihren Städten kommen, sollst du sie lesen.
7Vielleicht fällt ihr Gnadenflehen vor dem Angesicht Jahwehs nieder3 und sie kehren um, jeder von seinem bösen Wege; denn groß ist der Zorn und die Grimmglut, die Jahweh über dieses Volk ausgesprochen hat."
8Und Baruch, der Sohn Nerijas, tat nach allem, was Jeremia, der Prophet, ihm geboten hatte, nämlich, im Haus Jahwehs aus dem Buch die Worte Jahwehs zu lesen.
9Und es geschah im fünften Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, im neunten Monat, da rief man alles Volk in Jerusalem und alles Volk, das aus den Städten Judas nach Jerusalem gekommen war, zu einem Fasten auf vor dem Angesicht Jahwehs.
10Und Baruch las im Haus Jahwehs, in der Kammer Gemarjas, des Sohnes Schafans, des Staatsschreibers, im oberen Vorhof, am Eingang des neuen Tores des Hauses Jahwehs, die Worte Jeremias aus dem Buch <und rief sie aus>, in die Ohren des ganzen Volkes.
11Und Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Schafans, hörte alle Worte Jahwehs aus dem Buch,
12und er ging hinab zum Haus des Königs, zur Kammer des Staatsschreibers. Und - siehe! - dort saßen alle Obersten4: Elischama, der Staatsschreiber, und Delaja, der Sohn Schemajas, und Elnatan, der Sohn Achbors, und Gemarja, der Sohn Schafans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, und alle Obersten.
13Und Michaja berichtete ihnen alle Worte, die er gehört hatte, als Baruch aus dem Buch in die Ohren des Volkes las.
14Da sandten alle Obersten Jehudi, den Sohn Netanjas, des Sohnes Schelemjas, des Sohnes Kuschis, zu Baruch und ließen [ihm] sagen: "Die Rolle, aus der du in die Ohren des Volkes gelesen hast, nimm sie in deine Hand und komm!" Und Baruch, der Sohn Nerijas, nahm die Rolle in seine Hand und kam zu ihnen.
15Und sie sagten zu ihm: "Setze dich bitte und lies sie vor, in unsere Ohren." Und Baruch las vor, in ihre Ohren.
16Und es geschah, als sie all die Worte gehört hatten, sahen sie einander5 erschrocken an und sagten zu Baruch: "Wir müssen dem König alle diese Worte berichten."
17Und sie fragten Baruch: "Teile uns bitte mit: Wie hast du alle diese Worte aus seinem Mund aufgeschrieben?"
18Und Baruch sagte zu ihnen: "Aus seinem Mund rief er mir alle diese Worte zu; und ich schrieb sie mit Tinte in das Buch."
19Und die Obersten sagten zu Baruch: "Gehe, verbirg dich, du und Jeremia, dass niemand erfährt, wo ihr seid." -
20Und sie gingen zum König in den Hof. (Die Rolle aber hatten sie in der Kammer Elischamas, des Staatsschreibers, niedergelegt.) Und sie berichteten alle die Worte in die Ohren des Königs.
21Und der König sandte Jehudi, die Rolle zu holen. Und er holte sie aus der Kammer Elischamas, des Staatsschreibers. Und Jehudi las sie vor, in die Ohren des Königs und in die Ohren aller Obersten, die um den König standen.
22Der König aber saß im Winterhaus, im neunten Monat, und das Kohlenbecken6 war vor ihm angezündet.
23Und es geschah, sooft Jehudi drei oder vier Spalten vorgelesen hatte, riss sie der König mit dem Schreibermesser ab und warf sie in das Feuer, das auf dem Kohlenbecken war, bis die ganze Rolle im Feuer auf dem Kohlenbecken zu Ende <verbrannt> war.
24Aber der König und alle seine Knechte, die alle diese Worte hörten, erschraken nicht und rissen ihre Kleider nicht entzwei.
25Und auch, als Elnatan und Delaja und Gemarja den König drängten, dass er die Rolle nicht verbrennen solle, hörte er nicht auf sie.
26Und der König gebot Jerachmeel, dem Königssohn, und Seraja, dem Sohn Asriëls, und Schelemja, dem Sohn Abdeels, den Staatsschreiber Baruch sowie den Propheten Jeremia festzunehmen. Aber Jahweh hielt sie verborgen.
27Und das Wort Jahwehs geschah zu Jeremia, nachdem der König die Rolle und die Worte, die Baruch aus dem Mund Jeremias aufgeschrieben hatte, verbrannt hatte:
28"Nimm dir nochmals eine Rolle, eine andere, und schreibe darauf all die vorigen Worte, die auf der vorigen Rolle waren, die Jojakim, der König von Juda, verbrannt hat.
29Und über Jojakim, den König von Juda, sollst du sagen: So sagt Jahweh: 'Du hast diese Rolle verbrannt und gesagt: Warum hast du darauf geschrieben: Der König von Babel wird kommen, ja, kommen, und dieses Land verderben und Mensch und Vieh daraus wegschaffen?'"
30"Darum", so sagt Jahweh über Jojakim, den König von Juda: "Es wird ihm niemand bleiben, der auf dem Thron Davids säße. Und seine Leiche soll weggeworfen daliegen, in der Hitze bei Tage und im Frost bei Nacht.
31Und an ihm und an seinem Samen und an seinen Knechten werde ich ihre Schuld heimsuchen; und über sie und über die Bewohner Jerusalems und über die Männer Judas werde ich alles Unheil bringen, das ich über sie geredet habe; sie aber haben nicht gehört."
32Und Jeremia nahm eine andere Rolle und gab sie Baruch, dem Sohn Nerijas, dem Staatsschreiber. Und er schrieb darauf aus dem Mund Jeremias alle Worte des Buches, das Jojakim, der König von Juda, im Feuer verbrannt hatte. Und es wurden noch viele Worte wie diese hinzugefügt.