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Altes Testament

Jeremia Kapitel 35

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Das Wort, das von Jahweh zu Jeremia geschah in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda:
2"Gehe zum Haus der Rechabiter und rede mit ihnen und bring sie in das Haus Jahwehs in eine der Kammern und gib ihnen Wein zu trinken."
3Und ich nahm Jaasanja, den Sohn Jirmejas, des Sohnes Habazzinjas, und seine Brüder und alle seine Söhne und das ganze Haus der Rechabiter
4und ließ sie in das Haus Jahwehs kommen, in die Kammer der Söhne Hanans, des Sohnes Jigdaljas, des Mannes Gottes, neben der Kammer der Obersten, die oberhalb der Kammer Maasejas war, des Sohnes Schallums, des Hüters der Schwelle.
5Und ich setzte den Söhnen des Hauses der Rechabiter Krüge, mit Wein gefüllt, und Becher vor und sagte zu ihnen: "Trinkt Wein!"
6Aber sie sagten: "Wir trinken keinen Wein; denn Jonadab, der Sohn Rechabs, unser Vater, gebot uns: 'Ihr sollt keinen Wein trinken, weder ihr noch eure Söhne ewiglich.
7Und ihr sollt kein Haus bauen und keinen Samen säen und keinen Weinberg pflanzen und sollt [das] nicht haben, sondern in Zelten sollt ihr wohnen alle eure Tage, damit ihr viele Tage lebt auf der Fläche des Erdbodens, wo ihr euch als Fremde aufhaltet.'
8Und wir hörten auf die Stimme Jonadabs, des Sohnes Rechabs, unseres Vaters, nach allem, was er uns gebot: keinen Wein zu trinken alle unsere Tage, wir, unsere Frauen, unsere Söhne, unsere Töchter,
9und keine Häuser zu bauen, um [darin] zu wohnen. Und Weinberg und Feld und Saat haben wir nicht,
10und gewohnt haben wir in Zelten. Und wir haben gehorcht und nach allem getan, was unser Vater Jonadab uns geboten hat.
11Und es geschah, als Nebukadnezar, der König von Babel, gegen dieses Land heraufzog, sagten wir: 'Kommt und lasst uns nach Jerusalem ziehen angesichts1 der Heeresmacht der Chaldäer und angesichts der Heeresmacht der Aramäer.' So wohnen wir in Jerusalem."
12Und das Wort Jahwehs geschah zu Jeremia:
13"So sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: Gehe und sage zu den Männern Judas und zu den Bewohnern Jerusalems: 'Wollt ihr nicht Zucht annehmen, auf meine Worte zu hören?', ist der Spruch Jahwehs."
14"Die Worte Jonadabs, des Sohnes Rechabs, die er seinen Söhnen gebot, nicht Wein zu trinken, sind gehalten worden. Und bis zu diesem Tag trinken sie nicht, denn sie haben auf das Gebot ihres Vaters gehört. Und ich, ich habe zu euch geredet, früh mich aufmachend und redend, aber ihr habt nicht auf mich gehört.
15Und ich sandte zu euch alle meine Knechte, die Propheten, früh mich aufmachend und sendend, und sagte: 'Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg; und macht eure Taten gut und geht nicht anderen Göttern nach, ihnen zu dienen, <dann> werdet ihr auf dem Erdboden wohnen, den ich euch und euren Vätern gab.' Aber ihr habt euer Ohr nicht geneigt und nicht auf mich gehört.
16Ja, die Söhne Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben das Gebot ihres Vaters erfüllt, das er ihnen gebot. Dieses Volk aber, sie haben auf mich nicht gehört."
17"Darum", so sagt Jahweh, der Gott der Heere, der Gott Israels: "Siehe! Ich bringe über Juda und über alle Bewohner Jerusalems alles Unheil, das ich über sie geredet habe, weil ich zu ihnen redete, sie aber nicht hörten, und ich ihnen zurief, sie aber nicht antworteten."
18Und Jeremia sagte zum Haus der Rechabiter: "So sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: 'Weil ihr dem Gebot Jonadabs, eures Vaters, gehorcht habt und alle seine Gebote bewahrt und getan habt nach allem, was er euch gebot,
19darum', so sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels, 'soll es Jonadab, dem Sohn Rechabs, nicht an einem Mann fehlen, der vor meinem Angesicht steht, alle Tage.'"

Fußnoten

  1. 1 eigtl.: hinweg vom Angesicht; so a. i. Folg.