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Altes Testament

Jeremia Kapitel 34

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Das Wort, das von Jahweh zu Jeremia geschah, als Nebukadnezar, der König von Babel, und sein ganzes Heer und alle Königreiche der Erde, die unter der Herrschaft seiner Hand waren, und alle Volksscharen gegen Jerusalem und gegen alle seine Städte kämpften:
2So hat Jahweh, der Gott Israels gesagt: "Gehe und rede zu Zedekia, dem König von Juda, und sage zu ihm: So sagt Jahweh: 'Siehe! Ich gebe diese Stadt in die Hand des Königs von Babel und er wird sie im Feuer verbrennen.
3Und du wirst seiner Hand nicht entkommen, sondern ergriffen und gewisslich in seine Hand gegeben werden. Und deine Augen werden die Augen des Königs von Babel sehen und sein Mund wird mit deinem Mund reden. Und du wirst nach Babel kommen.'
4Doch höre das Wort Jahwehs, Zedekia, König von Juda! So sagt Jahweh über dich: 'Du wirst nicht durch das Schwert sterben;
5in Frieden wirst du sterben. Und entsprechend den Bränden deiner Väter, der früheren Könige, die vor dir waren, wird man dir einen Brand machen1. Und man wird über dich klagen: 'Weh, Herr!' - Ja, ich selbst habe das Wort geredet', ist der Spruch Jahwehs."
6Und Jeremia, der Prophet, sagte alle diese Worte zu Zedekia, dem König von Juda, in Jerusalem,
7als das Heer des Königs von Babel gegen Jerusalem und gegen alle übrig gebliebenen Städte Judas kämpfte, gegen Lachisch und gegen Aseka, denn diese waren als befestigte Städte unter den Städten Judas übrig geblieben.
8Das Wort, das von Jahweh zu Jeremia geschah, nachdem der König Zedekia einen Bund mit dem ganzen Volk, das in Jerusalem war, geschlossen hatte, ihnen eine Freilassung auszurufen,
9dass jeder seinen leibeigenen Knecht und jeder seine leibeigene Magd, den Hebräer und die Hebräerin, als Freie entlassen sollte, sodass niemand [mehr] einen Judäer, seinen Bruder, dienstbar mache.
10Und es hörten alle Obersten und das ganze Volk, das den Bund eingegangen war, dass jeder seinen leibeigenen Knecht und jeder seine leibeigene Magd als Freie entlassen sollte, ohne sie länger dienstbar zu machen. Sie hörten es2 und entließen sie.
11Danach aber wandten sie sich davon ab und holten die leibeigenen Knechte und Mägde zurück, die sie als Freie entlassen hatten, und machten sie sich [wieder] als leibeigene Knechte und Mägde dienstbar.
12Da geschah das Wort Jahwehs von Jahweh her zu Jeremia:
13So sagt Jahweh, der Gott Israels: "Ich selbst habe einen Bund mit euren Vätern geschlossen an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausführte, der besagte:
14'Am Ende von sieben Jahren sollt ihr jeder seinen hebräischen Bruder, der sich dir verkauft hat, entlassen. Sechs Jahre soll er dir dienen und <dann> sollst du ihn von dir als Freien entlassen.' Aber eure Väter hörten nicht auf mich und neigten ihr Ohr nicht.
15Und ihr seid heute umgekehrt und habt das Rechte in meinen Augen getan, dass jeder für seinen Nächsten3 Freilassung ausrief. Und ihr hattet vor meinem Angesicht einen Bund geschlossen in dem Haus, auf das mein Name gerufen worden ist.
16Aber ihr habt euch davon abgewandt und habt meinen Namen entheiligt und habt jeder seinen leibeigenen Knecht und jeder seine leibeigene Magd zurückgeholt, die ihr nach ihrem Wunsch frei entlassen hattet, und habt sie dienstbar gemacht, sodass sie leibeigene Knechte und leibeigene Mägde für euch sein sollten."
17"Darum", so sagt Jahweh: "Ihr habt nicht auf mich gehört, eine Freilassung auszurufen, jeder für seinen Bruder und jeder für seinen Nächsten: Siehe! Ich rufe euch eine Freilassung aus", ist der Spruch Jahwehs, "für das Schwert, für die Pest und für den Hunger! Und ich mache euch zum Entsetzen für alle Königreiche der Erde!
18Und die Männer, die meinen Bund übertreten haben, die die Worte des Bundes nicht gehalten haben, den sie vor meinem Angesicht geschlossen hatten, mache ich zu dem Kalb, das sie entzweigeschnitten haben und zwischen dessen Stücken sie hindurchgegangen sind,
19die Obersten von Juda und die Obersten von Jerusalem, die Eunuchen4 und die Priester und alles Volk des Landes, die zwischen den Stücken des Kalbes hindurchgegangen sind,
20und ich gebe sie in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die nach ihrer Seele5 trachten. Und ihre Leichen sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zur Speise dienen.
21Zedekia aber, den König von Juda, und seine Obersten werde ich in die Hand ihrer Feinde geben und in die Hand derer, die nach ihrer Seele trachten, und in die Hand des Heeres des Königs von Babel, das [soeben] von euch abzieht."
22"Siehe! Ich gebe Befehl", ist der Spruch Jahwehs, "und lasse sie zurückkehren gegen diese Stadt; und sie werden gegen sie kämpfen und werden sie einnehmen und im Feuer verbrennen. Und ich werde die Städte Judas zur Einöde machen, ohne einen Bewohner."

Fußnoten

  1. 1 o.: ein Totenfeuer anzünden; d. h.: Spezereien bei der Bestattung verbrennen; vgl. 2Chr 16,14; 21,19.
  2. 2 o.: Sie gehorchten
  3. 3 eigtl.: Gefährten; so a. i. Folg.
  4. 4 d. h.: die Hofbeamten u. Kämmerer
  5. 5 d. h.: nach ihrem Leben; so a. i. Folg.