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Altes Testament

Jeremia Kapitel 42

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und es traten alle Heerobersten heran und Johanan, der Sohn Kareachs, und Jesanja, der Sohn Hoschajas, und alles Volk, von Klein bis Groß,
2und sagten zum Propheten Jeremia: "Lass bitte unser Gnadenflehen vor dein Angesicht kommen und tue Fürbitte für uns bei Jahweh, deinem Gott, für diesen ganzen Überrest, denn wenige sind wir, die von vielen übrig geblieben sind, wie deine Augen uns sehen;
3und Jahweh, dein Gott, möge uns den Weg mitteilen, den wir gehen sollen, und die Sache, die wir tun sollen."
4Und Jeremia, der Prophet, sagte zu ihnen: "Ich habe es gehört. Siehe! Ich werde bei Jahweh, eurem Gott, Fürbitte tun nach euren Worten. Und es soll geschehen, jedes Wort, das Jahweh euch antwortet, werde ich euch mitteilen. Ich werde euch kein Wort vorenthalten."
5Und sie sagten zu Jeremia: "Jahweh sei ein wahrhaftiger und zuverlässiger Zeuge gegen uns, wenn wir nicht nach jedem Wort, womit Jahweh, dein Gott, dich zu uns senden wird, so tun werden!
6Es sei Gutes oder Böses, auf die Stimme Jahwehs, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, werden wir hören, damit es uns gut gehe, weil wir auf die Stimme Jahwehs, unseres Gottes, hören."
7Und es geschah am Ende von zehn Tagen, da geschah das Wort Jahwehs zu Jeremia.
8Und er rief Johanan, den Sohn Kareachs, und alle Heerobersten, die mit ihm waren, und alles Volk, von Klein bis Groß,
9und sagte zu ihnen: "So sagt Jahweh, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, euer Gnadenflehen vor sein Angesicht kommen zu lassen:
10'Wenn ihr tatsächlich in diesem Land bleibt, werde ich euch bauen und nicht niederreißen und euch pflanzen und nicht ausreißen; denn es reut mich das Unheil1, das ich euch angetan habe.
11Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr euch fürchtet. Fürchtet euch nicht vor ihm', ist der Spruch Jahwehs, 'denn ich bin mit euch, um euch aus seiner Hand zu retten und zu befreien;
12und ich werde euch Erbarmen widerfahren lassen; und er wird sich eurer erbarmen und euch zu eurem Erdboden zurückkehren lassen.'"
13"Wenn ihr aber sagt: 'Wir wollen nicht in diesem Land bleiben!', indem ihr auf die Stimme Jahwehs, eures Gottes, nicht hört,
14und sagt: 'Nein, sondern ins Land Ägypten wollen wir ziehen, wo wir keinen Krieg sehen und die Stimme der Posaune2 nicht hören und nicht nach Brot hungern, und dort wollen wir bleiben3!',
15nun denn, darum hört das Wort Jahwehs, Überrest von Juda! So sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: 'Wenn ihr eure Angesichter wirklich dahin richtet, nach Ägypten zu ziehen, und hinzieht, um euch dort als Fremde aufzuhalten,
16wird es geschehen, dass das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, euch dort im Land Ägypten erreichen wird; und der Hunger, vor dem euch bange ist, wird dort, in Ägypten, hinter euch her <sein und> sich an euch heften und ihr werdet dort sterben.
17Und es wird geschehen, alle Männer, die ihre Angesichter darauf gerichtet haben, nach Ägypten zu ziehen, um sich dort als Fremde aufzuhalten, werden durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben. Und sie werden keinen Überlebenden und keinen Entkommenen haben angesichts des Unheils, das ich über sie bringen werde!,
18denn', so sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels, 'ebenso wie sich mein Zorn und meine Grimmglut über die Bewohner Jerusalems ergossen haben, wird sich meine Grimmglut über euch ergießen, wenn ihr nach Ägypten zieht. Und ihr werdet zum Fluch und zur <schaurigen> Öde4 und zur Verwünschung und zur Verhöhnung werden und werdet diesen Ort nicht mehr sehen.'
19Jahweh hat zu euch geredet, Überrest von Juda. Zieht nicht nach Ägypten! Ihr sollt gewisslich5 wissen, dass ich heute gegen euch bezeugt <und euch gewarnt> habe;
20denn ihr habt euch auf einen Irrweg begeben um <den Preis> eurer Seelen!6 - denn ihr selbst habt mich zu Jahweh, eurem Gott, gesandt und gesagt: 'Bete für uns zu Jahweh, unserem Gott. Und nach allem, was Jahweh, unser Gott, sagen wird, teile es uns mit, und wir werden es tun.'
21Und ich habe es euch heute mitgeteilt, aber ihr habt nicht auf die Stimme Jahwehs, eures Gottes, gehört und auf all das, womit er mich zu euch gesandt hat.
22Und nun sollt ihr gewisslich wissen, dass ihr sterben werdet durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest an dem Ort, wohin ihr zu ziehen begehrt, um euch dort als Fremde aufzuhalten."

Fußnoten

  1. 1 o.: mir tut das Unheil leid
  2. 2 Grundbed.: des Widderhorns; heb. schofar
  3. 3 o.: wohnen; uns niederlassen
  4. 4 und zum Entsetzen
  5. 5 o.: allen Ernstes; so a. V. 22.
  6. 6 o.: ihr geht in die Irre (o.: ihr täuscht euch; ihr begeht einen Irrtum) um den Preis eures Lebens!