Altes Testament
Jeremia Kapitel 7
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Das Wort, das von Jahweh zu Jeremia geschah:
2"Stelle dich in das Tor des Hauses Jahwehs. Und dort sollst du dieses Wort ausrufen und sagen: Hört das Wort Jahwehs, ganz Juda, die ihr durch diese Tore eingeht, Jahweh zu huldigen1."
3So hat Jahweh der Heere, der Gott Israels, gesagt: "Macht eure Wege und eure Taten gut, so will ich euch wohnen lassen an dieser Stätte.
4Und verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: 'Die Tempelhalle Jahwehs, die Tempelhalle Jahwehs, die Tempelhalle Jahwehs ist dies!'
5Fürwahr, wenn ihr tatsächlich eure Wege und eure Taten gut macht, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander,
6den Fremdling, die Waise und die Witwe nicht unterdrückt und nicht unschuldiges Blut an diesem Ort vergießt und nicht anderen Göttern nachgeht, euch zum Unheil,
7werde ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gab von Urzeit her und bis in Ewigkeit.
8Siehe! Ihr verlasst euch auf Lügenworte, die nicht Nutzen bringen.
9Wie? [Zuerst] stehlen, morden und Ehebruch begehen und trügerisch2 schwören und dem Baal Rauchopfer darbringen und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht kennt,
10- und <dann> kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Haus, auf das mein Name gerufen worden ist3, und sagt: 'Wir sind gerettet!', um <dann> alle diese Gräuel [weiter] zu verüben!
11Ist denn dieses Haus, auf das mein Name gerufen worden ist, eine Räuberhöhle geworden in euren Augen? Auch ich - siehe! - ich habe es gesehen", ist der Spruch Jahwehs.
12"Ja, geht doch hin zu meiner Stätte, die in Silo war, wo ich anfänglich meinen Namen wohnen ließ, und seht, was ich ihr wegen der Bosheit meines Volkes Israel getan habe!
13Und nun, weil ihr alle diese Taten verübt habt", ist der Spruch Jahwehs, "und ich zu euch geredet habe, früh mich aufmachend und redend, ihr aber nicht gehört habt, und ich euch gerufen habe, ihr aber nicht geantwortet habt,
14werde ich diesem Haus, auf das mein Name gerufen worden ist, auf das ihr vertraut, und der Stätte, die ich euch und euren Vätern gab, so tun, wie ich Silo tat.
15Und ich werde euch verwerfen, von meinem Angesicht hinweg, so wie ich alle eure Brüder verworfen habe, den ganzen Samen Ephraims."
16- "Du aber, tue nicht Fürbitte für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie; dringe nicht in mich, denn ich werde nicht auf dich hören.
17Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems tun?
18Die Kinder sammeln das Holz und die Väter zünden das Feuer an und die Frauen kneten den Teig, um Opferkuchen zu machen für die Himmelskönigin. Und sie gießen anderen Göttern Trankopfer aus, um mich zu reizen4.
19Reizen sie [denn] mich", ist der Spruch Jahwehs, "nicht <vielmehr> sich selbst, zur Beschämung ihres Angesichts?"
20"Darum", so sagt der Herr, Jahweh: "Siehe! Mein Zorn, meine Grimmglut wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das Vieh und über die Bäume des Feldes und über die Frucht des Erdbodens. Und er wird brennen und nicht erlöschen."
21So sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: "Fügt nur [weiter] eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern und esst Fleisch!
22Fürwahr, ich habe mit euren Vätern nichts geredet, ihnen nichts geboten in Bezug auf Brandopfer und Schlachtopfer an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte.
23Vielmehr habe ich ihnen dieses Wort geboten: 'Hört auf meine Stimme, so werde ich euch Gott sein, und ihr, ihr werdet mir Volk sein. Und wandelt in dem ganzen Weg, den ich euch gebiete, damit es euch wohlergehe!'
24Aber sie hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, sondern wandelten nach den Ratschlägen [und] in der Verstocktheit ihres bösen Herzens. Und sie waren nach hinten [ausgerichtet] und nicht nach vorne5.
25Von dem Tag an, als eure Väter aus dem Land Ägypten zogen, bis zu diesem Tag habe ich alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, täglich früh mich aufmachend und sendend.
26Aber sie hörten nicht auf mich und neigten ihr Ohr nicht. Und sie verhärteten ihren Nacken, taten Böses, mehr als ihre Väter.
27Und du sollst alle diese Worte zu ihnen reden, aber sie werden nicht auf dich hören. Und du sollst zu ihnen rufen, aber sie werden dir nicht antworten.
28So sage denn zu ihnen: 'Dieses ist das Volk, das auf die Stimme Jahwehs, seines Gottes, nicht gehört hat und Züchtigung nicht angenommen hat. Die Treue6 ist verloren gegangen und getilgt aus ihrem Munde.'
29Schere dein geweihtes7 Haupthaar, wirf es weg. Auf kahlen Höhen erhebe ein Klagelied, denn Jahweh hat aufgegeben und verstoßen das Geschlecht seines Grimms,
30denn die Söhne Judas haben getan, was böse ist in meinen Augen!", ist der Spruch Jahwehs. "Sie haben in das Haus, auf das mein Name gerufen worden ist, ihre Scheusale gestellt, um es unrein zu machen.
31Und sie haben die Höhen des Tofet gebaut, das im Tal Ben-Hinnom ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, was ich nicht geboten habe und mir nicht im Herzen aufgestiegen ist8.
32Darum: Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da wird man nicht mehr 'Tofet' oder 'Tal Ben-Hinnom' sagen, sondern 'Tal des Schlachtens'. Und man wird im Tofet begraben, da [sonst] kein Platz ist.
33Und die Leichen dieses Volkes werden den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zur Speise werden; und es wird niemand da sein, der sie verscheucht.
34Und ich werde in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems aufhören lassen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut; denn das Land wird zur Trümmerstätte werden."
2"Stelle dich in das Tor des Hauses Jahwehs. Und dort sollst du dieses Wort ausrufen und sagen: Hört das Wort Jahwehs, ganz Juda, die ihr durch diese Tore eingeht, Jahweh zu huldigen1."
3So hat Jahweh der Heere, der Gott Israels, gesagt: "Macht eure Wege und eure Taten gut, so will ich euch wohnen lassen an dieser Stätte.
4Und verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: 'Die Tempelhalle Jahwehs, die Tempelhalle Jahwehs, die Tempelhalle Jahwehs ist dies!'
5Fürwahr, wenn ihr tatsächlich eure Wege und eure Taten gut macht, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander,
6den Fremdling, die Waise und die Witwe nicht unterdrückt und nicht unschuldiges Blut an diesem Ort vergießt und nicht anderen Göttern nachgeht, euch zum Unheil,
7werde ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gab von Urzeit her und bis in Ewigkeit.
8Siehe! Ihr verlasst euch auf Lügenworte, die nicht Nutzen bringen.
9Wie? [Zuerst] stehlen, morden und Ehebruch begehen und trügerisch2 schwören und dem Baal Rauchopfer darbringen und anderen Göttern nachgehen, die ihr nicht kennt,
10- und <dann> kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Haus, auf das mein Name gerufen worden ist3, und sagt: 'Wir sind gerettet!', um <dann> alle diese Gräuel [weiter] zu verüben!
11Ist denn dieses Haus, auf das mein Name gerufen worden ist, eine Räuberhöhle geworden in euren Augen? Auch ich - siehe! - ich habe es gesehen", ist der Spruch Jahwehs.
12"Ja, geht doch hin zu meiner Stätte, die in Silo war, wo ich anfänglich meinen Namen wohnen ließ, und seht, was ich ihr wegen der Bosheit meines Volkes Israel getan habe!
13Und nun, weil ihr alle diese Taten verübt habt", ist der Spruch Jahwehs, "und ich zu euch geredet habe, früh mich aufmachend und redend, ihr aber nicht gehört habt, und ich euch gerufen habe, ihr aber nicht geantwortet habt,
14werde ich diesem Haus, auf das mein Name gerufen worden ist, auf das ihr vertraut, und der Stätte, die ich euch und euren Vätern gab, so tun, wie ich Silo tat.
15Und ich werde euch verwerfen, von meinem Angesicht hinweg, so wie ich alle eure Brüder verworfen habe, den ganzen Samen Ephraims."
16- "Du aber, tue nicht Fürbitte für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie; dringe nicht in mich, denn ich werde nicht auf dich hören.
17Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems tun?
18Die Kinder sammeln das Holz und die Väter zünden das Feuer an und die Frauen kneten den Teig, um Opferkuchen zu machen für die Himmelskönigin. Und sie gießen anderen Göttern Trankopfer aus, um mich zu reizen4.
19Reizen sie [denn] mich", ist der Spruch Jahwehs, "nicht <vielmehr> sich selbst, zur Beschämung ihres Angesichts?"
20"Darum", so sagt der Herr, Jahweh: "Siehe! Mein Zorn, meine Grimmglut wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das Vieh und über die Bäume des Feldes und über die Frucht des Erdbodens. Und er wird brennen und nicht erlöschen."
21So sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: "Fügt nur [weiter] eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern und esst Fleisch!
22Fürwahr, ich habe mit euren Vätern nichts geredet, ihnen nichts geboten in Bezug auf Brandopfer und Schlachtopfer an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte.
23Vielmehr habe ich ihnen dieses Wort geboten: 'Hört auf meine Stimme, so werde ich euch Gott sein, und ihr, ihr werdet mir Volk sein. Und wandelt in dem ganzen Weg, den ich euch gebiete, damit es euch wohlergehe!'
24Aber sie hörten nicht und neigten ihr Ohr nicht, sondern wandelten nach den Ratschlägen [und] in der Verstocktheit ihres bösen Herzens. Und sie waren nach hinten [ausgerichtet] und nicht nach vorne5.
25Von dem Tag an, als eure Väter aus dem Land Ägypten zogen, bis zu diesem Tag habe ich alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, täglich früh mich aufmachend und sendend.
26Aber sie hörten nicht auf mich und neigten ihr Ohr nicht. Und sie verhärteten ihren Nacken, taten Böses, mehr als ihre Väter.
27Und du sollst alle diese Worte zu ihnen reden, aber sie werden nicht auf dich hören. Und du sollst zu ihnen rufen, aber sie werden dir nicht antworten.
28So sage denn zu ihnen: 'Dieses ist das Volk, das auf die Stimme Jahwehs, seines Gottes, nicht gehört hat und Züchtigung nicht angenommen hat. Die Treue6 ist verloren gegangen und getilgt aus ihrem Munde.'
29Schere dein geweihtes7 Haupthaar, wirf es weg. Auf kahlen Höhen erhebe ein Klagelied, denn Jahweh hat aufgegeben und verstoßen das Geschlecht seines Grimms,
30denn die Söhne Judas haben getan, was böse ist in meinen Augen!", ist der Spruch Jahwehs. "Sie haben in das Haus, auf das mein Name gerufen worden ist, ihre Scheusale gestellt, um es unrein zu machen.
31Und sie haben die Höhen des Tofet gebaut, das im Tal Ben-Hinnom ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, was ich nicht geboten habe und mir nicht im Herzen aufgestiegen ist8.
32Darum: Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da wird man nicht mehr 'Tofet' oder 'Tal Ben-Hinnom' sagen, sondern 'Tal des Schlachtens'. Und man wird im Tofet begraben, da [sonst] kein Platz ist.
33Und die Leichen dieses Volkes werden den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zur Speise werden; und es wird niemand da sein, der sie verscheucht.
34Und ich werde in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems aufhören lassen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut; denn das Land wird zur Trümmerstätte werden."
Fußnoten
- 1 o.: euch vor Jahweh huldigend niederzuwerfen.
- 2 w.: zur Lüge
- 3 o.: über dem mein Name genannt worden ist; i. S. v.: das nach meinem Namen benannt ist <und mir gehört>; so a. i. Folg.
- 4 und zu kränken; so a. i. Folg.
- 5 w.: sie waren zur Rückseite hin und nicht zum Angesicht; wahrsch. i. S. v.: sie kehrten mir den Rücken zu und nicht das Angesicht.
- 6 o.: Wahrhaftigkeit; Redlichkeit
- 7 d. h.: langes
- 8 o.: nicht in den Sinn gekommen ist.