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Altes Testament

Jeremia Kapitel 25

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Das Wort, das zu Jeremia geschah über alles Volk von Juda, im vierten Jahr1 Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda (das ist das erste Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel),
2[das Wort,] das Jeremia, der Prophet, zu allem Volk von Juda und zu allen Bewohnern Jerusalems redete:
3"Vom dreizehnten Jahr Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, bis zu diesem Tag, diese dreiundzwanzig Jahre, ist das Wort Jahwehs zu mir geschehen. Und ich habe zu euch geredet, früh mich aufmachend und redend, aber ihr habt nicht gehört.
4Und Jahweh hatte alle seine leibeigenen Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, früh sich aufmachend und sendend, aber ihr hörtet nicht und neigtet nicht euer Ohr, zu hören,
5sobald er sagte: 'O kehrt um, jeder von seinem bösen Wege und von der Bosheit eurer Taten, <so> werdet ihr auf dem Erdboden, den Jahweh euch und euren Vätern gab, bleiben2 von Ewigkeit zu Ewigkeit.
6Und geht nicht anderen Göttern nach, ihnen zu dienen und euch vor ihnen huldigend niederzuwerfen. Und reizt mich nicht durch das Tun eurer Hände, damit ich euch kein Unheil antue.'
7Aber ihr habt nicht auf mich gehört", ist der Spruch Jahwehs, "um mich durch das Tun eurer Hände zu reizen3, euch zum Unheil."
8"Darum", so sagt Jahweh der Heere, "weil ihr nicht auf meine Worte gehört habt,
9- siehe! - so sende ich hin und hole alle Sippen des Nordens", ist der Spruch Jahwehs, "und [ich sende hin] zu Nebukadnezar, dem König von Babel, meinem Knecht, und lasse sie über dieses Land kommen und über seine Bewohner und über alle diese Völker ringsum. Und ich vollstrecke den Bann an ihnen und mache sie zur <schaurigen> Öde4 und zum Gezische5 und zu ewigen Trümmerstätten.
10Und ich lasse bei ihnen aufhören die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, das Geräusch der Mühlen und das Licht der Lampe.
11Und dieses ganze Land6 wird zur Trümmerstätte, zur <schaurigen> Öde werden. Und diese Völker werden dem König von Babel dienen siebzig Jahre.
12Und es wird geschehen, wenn siebzig Jahre voll sind, suche ich am König von Babel und an jenem Volk ihre Schuld heim", ist der Spruch Jahwehs, "und am Land der Chaldäer. Und ich mache es zu ewigen Einöden.
13Und ich lasse über jenes Land alle meine Worte kommen, die ich über es gesagt habe, alles, was in diesem Buch geschrieben ist, was Jeremia geweissagt hat über alle Völker.
14Ja, auch sie müssen dienstbar werden vielen Völkern und großen Königen. Und ich werde ihnen vergelten nach ihrem Tun und nach dem Werk ihrer Hände."
15Ja, so hat Jahweh, der Gott Israels, zu mir gesagt: "Nimm diesen Becher <voll> Wein der Grimmglut aus meiner Hand und tränke mit ihm alle Völker, zu denen ich dich sende.
16Trinken sollen sie und taumeln und <wahnsinnig und> rasend werden wegen des Schwerts, das ich unter sie sende."
17Und ich nahm den Becher aus der Hand Jahwehs und tränkte alle Völker, zu denen Jahweh mich sandte:
18Jerusalem und die Städte von Juda und ihre Könige, ihre Obersten, sie zur Trümmerstätte, zur <schaurigen> Öde, zum Gezische und zum Fluch zu machen, wie es an diesem Tag ist;
19Pharao, den König von Ägypten, und seine Knechte und seine Obersten und sein ganzes Volk
20und das ganze [Völker]gemisch; und alle Könige des Landes Uz; und alle Könige des Landes der Philister, und <zwar> Aschkelon und Gaza und Ekron und den Überrest von Aschdod;
21Edom und Moab und die Söhne Ammons;
22und alle Könige von Tyrus und alle Könige von Sidon und die Könige der Küstenländer7 jenseits des Meeres,
23Dedan und Tema und Bus und alle mit gestutzten [Haar]rändern;
24und alle Könige von Arabien und alle Könige des [Völker]gemischs8, die in der Wüste wohnen;
25und alle Könige von Simri und alle Könige von Elam und alle Könige von Medien;
26und alle Könige des Nordens, die nahen und die fernen, einen wie den anderen; und alle Königreiche der Erde, die auf der Fläche des Erdbodens sind. "Und nach ihnen muss der König von Scheschach9 trinken."
27"Und sage zu ihnen: So sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: 'Trinkt und werdet berauscht und erbrecht und fallt hin und steht nicht wieder auf - wegen des Schwerts, das ich unter euch sende.'"
28"Und es soll geschehen, wenn sie sich weigern, den Becher aus deiner Hand zu nehmen, um zu trinken, sollst du zu ihnen sagen: So sagt Jahweh der Heere: 'Trinken werdet10 ihr, <ja>, trinken!,
29denn - siehe! - bei der Stadt, auf die mein Name gerufen worden ist11, beginne ich übel zu tun, und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr werdet nicht ungestraft bleiben, denn ich rufe das Schwert über alle Bewohner der Erde', ist der Spruch Jahwehs der Heere."
30"Und du sollst ihnen alle diese Worte weissagen und zu ihnen sagen: 'Jahweh brüllt aus der Höhe; und aus der Wohnung seiner Heiligkeit12 lässt er seine Stimme hören. Heftig brüllt er über seine Weidestätte13 hin; er lässt einen lauten Ruf von sich - wie die Keltertreter -, hin zu allen Bewohnern der Erde.
31Es kommt Tosen bis ans Ende der Erde, denn einen Streit hat Jahweh mit den Völkern! Er hält Gericht mit allem Fleisch. Die Ehrfurchtslosen - er hat sie dem Schwert preisgegeben!', ist der Spruch Jahwehs."
32So sagt Jahweh der Heere: "Siehe! Unheil geht aus von Volk* zu Volk*, und ein gewaltiger Sturm macht sich auf von den äußeren Enden der Erde14.
33Und an jenem Tag werden Durchbohrte sein, [Durchbohrte] von Jahweh, vom Ende der Erde bis zum Ende der Erde15. Sie werden nicht beklagt, sie werden nicht eingesammelt, sie werden nicht begraben werden. Zu Dünger auf der Fläche des Erdbodens sollen sie werden.
34Heult, Hirten! Ruft laut! Wälzt euch [im Staub], [ihr] Herren der Herde!, denn erfüllt sind eure Tage zum Schlachten und [zu] eurer Zerstreuung. Fallen sollt ihr wie ein kostbares Gefäß.
35Für die Hirten wird es kein Entfliehen geben und für die Herren der Herde kein Entrinnen.16
36Horch! Aufschrei der Hirten und Heulen der Herren der Herde!, denn Jahweh ist am Verwüsten ihrer Weideplätze.
37Verödet sind die friedlichen Weideplätze infolge der Glut des Zornes Jahwehs.
38Wie ein Junglöwe verließ er sein Dickicht; denn ihre Erde wurde zur <schaurigen> Öde17 vor der Wut des Bedrängers und vor der Glut seines Schnaubens."

Fußnoten

  1. 1 605 v. Chr.
  2. 2 o.: wohnen; o.: wohnen bleiben
  3. 3 und zu kränken
  4. 4 und zum Entsetzen; so a. i. Folg.
  5. 5 o.: zum Gepfeife
  6. 6 o.: diese ganze Erde (bezogen auf Israel und evtl. auch auf die umliegenden Ländereien); so a. i. Folg.
  7. 7 und Inseln
  8. 8 o.: alle Könige Arabiens (d. h.: alle Könige der an das Land Kanaan angrenzenden Wüste)
  9. 9 Die heb. Konsonanten von Scheschach (ssk) dienen als Ersatzname für Babel (mit den Konsonanten bbl); sie entstanden durch Buchstabenvertauschung (ssk für bbl).
  10. 10 o.: müsst
  11. 11 o.: über der mein Name genannt worden ist; i. S. v.: die nach meinem Namen benannt ist <und mir gehört>
  12. 12 o.: aus der Wohnung seines Heiligtums; o.: aus seiner heiligen Wohnung
  13. 13 o.: seine Aue; vgl. 2Mo 15,13; Ps 83,13; Jer 31,23.
  14. 14 w.: von den <zwei> Flanken (o.: Rändern; Seiten) des Erdreichs (o.: der Ländereien); so a. i. Folg.
  15. 15 o.: vom Rand der Erde bis zum Rand der Erde.
  16. 16 w.: Und schwinden wird den Hirten [jegliches] Entfliehen und [jegliches] Entrinnen den Herren der Herde.
  17. 17 und zum Entsetzen