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Altes Testament

Jeremia Kapitel 33

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und das Wort Jahwehs geschah zum zweiten Mal zu Jeremia, als er noch im Gefängnishof1 in Haft gehalten wurde:
2So sagt Jahweh, der es tut, Jahweh, der es bildet2, um es zur Ausführung zu bringen, Jahweh ist sein Name:
3"Rufe zu mir, und ich werde dir antworten und werde dir Großes und Unfassbares3 kundtun, das du nicht kennst."
4Ja, so sagt Jahweh, der Gott Israels, betreffs der Häuser dieser Stadt und betreffs der Häuser der Könige von Juda, die abgebrochen werden [in Verwendung] für die [Belagerungs]wälle und für das Schwert4
5(Man kommt <nur zusammen>, um die Chaldäer zu bekämpfen und die Häuser zu füllen mit den Leichen der Menschen, die ich erschlagen habe in meinem Zorn und in meiner Grimmglut und derentwegen ich mein Angesicht vor dieser Stadt verborgen habe aufgrund all ihres Bösen):
6"Siehe! Ich verschaffe ihr Genesung und Heilung. Und ich heile sie und eröffne ihnen Fülle von Frieden und Wahrheit5.
7Und ich werde das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden. Und ich werde sie bauen wie früher6.
8Und ich werde sie reinigen von aller ihrer Missetat, mit der sie gegen mich sündigten. Und ich werde alle ihre Missetaten vergeben, mit denen sie gegen mich sündigten und mit denen sie von mir abtrünnig wurden.
9Und sie7 soll mir zum Freudennamen, zum Preis und zur Pracht8 sein bei allen Völkern der Erde, die all das Gute hören werden, das ich ihnen tue. Und sie werden zittern und beben über all dem Guten und über all dem Frieden, den ich ihr erweise."
10So hat Jahweh gesagt: "An diesem Ort, von dem ihr sagt: 'Er ist verwüstet, ohne Menschen und ohne Vieh', in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems, die öde sind, ohne Menschen und ohne Bewohner und ohne Vieh, wird wieder gehört werden
11die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, die Stimme derer, die sagen: 'Lobt Jahweh der Heere, denn Jahweh ist gut, denn seine Güte9 [währt] ewiglich!' - [die Stimme] derer, die Lob in das Haus Jahwehs bringen; denn ich werde das Geschick des Landes wenden; wie früher10 [wird es sein]", sagt Jahweh.
12So hat Jahweh der Heere gesagt: "An diesem Ort, der verwüstet ist, ohne Menschen und ohne Vieh, und in allen seinen Städten wird wieder eine Weidestätte sein für die Hirten, die die Herde lagern lassen.
13In den Städten des Berglandes, in den Städten des Hügellandes und in den Städten des Südlandes und im Land Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem und in den Städten Judas werden wieder die Herden vorüberziehen unter den Händen dessen, der sie zählt", sagt Jahweh.
14"Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da erfülle ich das gute Wort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesagt habe.
15In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich dem David einen Spross11 der Gerechtigkeit sprossen lassen; und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen12 im Lande.
16In jenen Tagen wird Juda gerettet werden; und Jerusalem wird in Sicherheit wohnen. Und das wird [der Name] sein, mit dem man es benennen wird: Jahweh, unsere Gerechtigkeit."13
17"Fürwahr", so sagt Jahweh: "Nie soll es David an einem Mann fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.
18Und den Priestern, den Leviten, soll es nie fehlen an einem Mann vor meinem Angesicht, der Brandopfer opfert und Speisopfer in Rauch aufgehen lässt und Schlachtopfer zurichtet alle Tage."
19Und das Wort Jahwehs geschah zu Jeremia:
20So sagt Jahweh: "Wenn ihr meinen Bund mit dem Tag und meinen Bund mit der Nacht aufheben könntet, sodass Tag und Nacht nicht mehr sind zu ihrer Zeit,
21<dann> würde auch mein Bund mit meinem Knecht David aufgehoben werden, sodass er keinen Sohn habe, der auf seinem Thron König sei, und auch [mein Bund] mit den Leviten, den Priestern, meinen verehrenden Dienern.
22Wie das Heer des Himmels nicht gezählt und der Sand des Meeres nicht gemessen werden kann, so werde ich den Samen Davids, meines Knechtes, mehren und [auch] die Leviten, die mir den <aufgetragenen> verehrenden Dienst verrichten."
23Und das Wort Jahwehs geschah zu Jeremia:
24"Hast du nicht gesehen, was dieses Volk redet, indem es sagt: 'Die zwei Sippen, die sich Jahweh erwählt hatte, die hat er verworfen'? Und sie verschmähen mein Volk, dass es vor ihnen kein Volk* mehr sei."
25So sagt Jahweh: "Wenn mein Bund mit Tag und Nacht nicht [besteht], [wenn] ich die Ordnungen der Himmel und der Erde nicht festgesetzt habe,
26werde ich auch den Samen Jakobs und Davids, meines Knechtes, verwerfen, dass ich nicht mehr von seinem Samen Herrscher nehme über den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Fürwahr, ich werde ihr Geschick wenden und mich ihrer erbarmen!"

Fußnoten

  1. 1 o.: im Vorhof der Hauptwache
  2. 2 i. S. v.: gedanklich bildet; plant; zur Ausführung bereitet
  3. 3 o.: Unzugängliches; Erkenntnisse, zu denen sonst kein Zugang ist.
  4. 4 o.: um sie für die Belagerungswälle und für das Schwert (d. h.: für die Kriegshandlungen) zu verwenden.
  5. 5 o.: Treue; vgl. Ps 85,11.12.
  6. 6 o.: wie anfänglich.
  7. 7 d. h.: diese Stadt (V. 7)
  8. 8 o.: zum Schmuck
  9. 9 und Treue
  10. 10 o.: wie anfänglich
  11. 11 heb. zemach; in d. gr. Üsg: anatolee: einen Aufgang
  12. 12 i. S. v.: Recht und Gerechtigkeit walten lassen; für Recht und Gerechtigkeit sorgen
  13. 13 o.: Jahweh ist unsere Gerechtigkeit.