Altes Testament
Jeremia Kapitel 10
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Hört das Wort, das Jahweh über euch redet, Haus Israel!
2So sagt Jahweh: "Lernt nicht den Weg der Völker! Erschreckt nicht vor den Zeichen der Himmel, [nur] weil die Völker vor ihnen erschrecken;
3denn die Gebräuche1 der Völkerschaften: Dunstgebilde2 ist das!, denn als Holz schlägt man es aus dem Wald, Gemachtes von Kunsthandwerkerhänden, mit dem Beil [hergestellt];
4mit Silber und Gold verschönert man es, mit Nägeln und Hämmern befestigt man es, dass es nicht wackelt.
5Wie die Vogelscheuche im Gurkenfeld3: Sie <können> nicht reden; tragen muss man sie, tragen; denn sie <können> nicht <feierlich> schreiten! Fürchtet euch nicht vor ihnen, denn Böses tun können sie nicht, auch Gutestun gibt es bei ihnen nicht."
6- Keiner ist dir gleich, Jahweh. Du! Groß bist du, und groß an Macht4 ist dein Name.
7Wer sollte dich nicht fürchten, König der Völker? Ja, <das> gebührt dir; denn unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist keiner dir gleich.
8Allesamt sind sie dumm und albern. - Was man von den Dunstgebilden lernt: Es ist Holz.5
9Dünngeschlagenes Silber, aus Tarsis lässt man es kommen und Gold von Ufas her, Gemachtes vom Kunsthandwerker und von den Händen des Goldschmieds, violetter und roter Purpur ist ihr Gewand, sie alle sind etwas von Weisen Gemachtes.
10Jahweh aber ist in Wahrheit Gott. Er ist der lebende Gott, [der] König der Ewigkeit6. Vor seinem Grimm erbebt die Erde, Völker können sein Zürnen nicht ertragen.
11So sollt ihr zu ihnen sagen: "Die Götter, die die Himmel und die Erde nicht gemacht haben, die sollen von der Erde verschwinden, unter diesem Himmel hinweg."7
12Der, der durch seine Kraft die Erde macht, durch seine Weisheit das Festland8 gründet, durch seine Einsicht die Himmel ausspannt:
13Zu [donnernder] Stimme gibt er Wassergetöse am Himmel, vom Ende der Erde her lässt er Nebelschwaden aufsteigen, Blitze macht er dem Regen, den Wind holt er aus seinen Vorratskammern hervor.
14Dumm9 steht da jeder Mensch mit [seiner] Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied10 mit [seinem] Bild, denn sein gegossenes Götzenbild ist Lüge, und Odem11 ist nicht darin.
15Ein Dunstgebilde12 sind sie, ein Machwerk des Gespötts13! Zur Zeit ihrer Heimsuchung gehen sie unter.
16Nicht wie diese ist Jakobs Losteil14; denn er ist es, der alles formt, und Israel ist der Stamm seines Erbteils: Jahweh der Heere ist sein Name.
17"Raffe dein Gepäcksbündel von der Erde auf, die du in der Bedrängnis sitzt!",
18denn so sagt Jahweh: "Siehe! Dieses Mal werde ich die Bewohner des Landes fortschleudern und sie in Bedrängnis bringen, dass man sie findet15."
19Wehe mir wegen meines Zusammenbruchs! Unheilbar ist meine Wunde. Und ich, ich hatte mir gesagt: "Das ist nun eben mein Leiden, ich will es tragen."
20Mein Zelt ist verwüstet, alle meine Stricke sind gerissen. Meine Kinder sind von mir fortgezogen, sind nicht mehr da, niemand mehr, der mein Zelt ausspannt und meine Zeltdecken befestigt;
21denn die Hirten verdummten, haben nicht Jahweh gesucht16. Darum handelten sie nicht verständig17, und all ihre Herde wurde zerstreut.
22Horch! Eine Nachricht! Siehe! Sie kommt! Großes Erschüttern vom Lande des Nordens, die Städte Judas zur Einöde zu machen, zur Behausung der Schakale.
23Ich habe erkannt, Jahweh: Nicht beim Menschen ist sein Weg18, nicht beim Mann, der wandelt, [steht es], seinen Schritt zu richten.
24Züchtige mich, Jahweh, doch mit Recht19, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht gering machst20.
25Gieße deine Grimmglut aus über die Völker21, sie kennen dich nicht, und über die Sippen, sie rufen deinen Namen nicht an; denn sie haben Jakob aufgezehrt, ja, sie haben ihn aufgezehrt und aufgerieben und sein Weidegebiet verwüstet.
2So sagt Jahweh: "Lernt nicht den Weg der Völker! Erschreckt nicht vor den Zeichen der Himmel, [nur] weil die Völker vor ihnen erschrecken;
3denn die Gebräuche1 der Völkerschaften: Dunstgebilde2 ist das!, denn als Holz schlägt man es aus dem Wald, Gemachtes von Kunsthandwerkerhänden, mit dem Beil [hergestellt];
4mit Silber und Gold verschönert man es, mit Nägeln und Hämmern befestigt man es, dass es nicht wackelt.
5Wie die Vogelscheuche im Gurkenfeld3: Sie <können> nicht reden; tragen muss man sie, tragen; denn sie <können> nicht <feierlich> schreiten! Fürchtet euch nicht vor ihnen, denn Böses tun können sie nicht, auch Gutestun gibt es bei ihnen nicht."
6- Keiner ist dir gleich, Jahweh. Du! Groß bist du, und groß an Macht4 ist dein Name.
7Wer sollte dich nicht fürchten, König der Völker? Ja, <das> gebührt dir; denn unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist keiner dir gleich.
8Allesamt sind sie dumm und albern. - Was man von den Dunstgebilden lernt: Es ist Holz.5
9Dünngeschlagenes Silber, aus Tarsis lässt man es kommen und Gold von Ufas her, Gemachtes vom Kunsthandwerker und von den Händen des Goldschmieds, violetter und roter Purpur ist ihr Gewand, sie alle sind etwas von Weisen Gemachtes.
10Jahweh aber ist in Wahrheit Gott. Er ist der lebende Gott, [der] König der Ewigkeit6. Vor seinem Grimm erbebt die Erde, Völker können sein Zürnen nicht ertragen.
11So sollt ihr zu ihnen sagen: "Die Götter, die die Himmel und die Erde nicht gemacht haben, die sollen von der Erde verschwinden, unter diesem Himmel hinweg."7
12Der, der durch seine Kraft die Erde macht, durch seine Weisheit das Festland8 gründet, durch seine Einsicht die Himmel ausspannt:
13Zu [donnernder] Stimme gibt er Wassergetöse am Himmel, vom Ende der Erde her lässt er Nebelschwaden aufsteigen, Blitze macht er dem Regen, den Wind holt er aus seinen Vorratskammern hervor.
14Dumm9 steht da jeder Mensch mit [seiner] Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied10 mit [seinem] Bild, denn sein gegossenes Götzenbild ist Lüge, und Odem11 ist nicht darin.
15Ein Dunstgebilde12 sind sie, ein Machwerk des Gespötts13! Zur Zeit ihrer Heimsuchung gehen sie unter.
16Nicht wie diese ist Jakobs Losteil14; denn er ist es, der alles formt, und Israel ist der Stamm seines Erbteils: Jahweh der Heere ist sein Name.
17"Raffe dein Gepäcksbündel von der Erde auf, die du in der Bedrängnis sitzt!",
18denn so sagt Jahweh: "Siehe! Dieses Mal werde ich die Bewohner des Landes fortschleudern und sie in Bedrängnis bringen, dass man sie findet15."
19Wehe mir wegen meines Zusammenbruchs! Unheilbar ist meine Wunde. Und ich, ich hatte mir gesagt: "Das ist nun eben mein Leiden, ich will es tragen."
20Mein Zelt ist verwüstet, alle meine Stricke sind gerissen. Meine Kinder sind von mir fortgezogen, sind nicht mehr da, niemand mehr, der mein Zelt ausspannt und meine Zeltdecken befestigt;
21denn die Hirten verdummten, haben nicht Jahweh gesucht16. Darum handelten sie nicht verständig17, und all ihre Herde wurde zerstreut.
22Horch! Eine Nachricht! Siehe! Sie kommt! Großes Erschüttern vom Lande des Nordens, die Städte Judas zur Einöde zu machen, zur Behausung der Schakale.
23Ich habe erkannt, Jahweh: Nicht beim Menschen ist sein Weg18, nicht beim Mann, der wandelt, [steht es], seinen Schritt zu richten.
24Züchtige mich, Jahweh, doch mit Recht19, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht gering machst20.
25Gieße deine Grimmglut aus über die Völker21, sie kennen dich nicht, und über die Sippen, sie rufen deinen Namen nicht an; denn sie haben Jakob aufgezehrt, ja, sie haben ihn aufgezehrt und aufgerieben und sein Weidegebiet verwüstet.
Fußnoten
- 1 o.: Satzungen
- 2 o.: Nichtigkeit; Nichts; d. i. eine Bez. für heidnische Götzen.
- 3 o.: wie eine gedrechselte Säule.
- 4 o.: an Heldenstärke
- 5 w.: Unterweisung der Dunstgebilde: Holz sind sie.
- 6 o.: [der] König der Äonen, o.: [der] König der Vorzeiten.
- 7 V. 11 ist in aramäischer Sprache geschrieben.
- 8 o.: das Weltreich; o.: die bewohnte Welt
- 9 und verblüfft
- 10 eigtl.: jeder Schmelzer
- 11 o.: [Lebens]geist; Hauch; heb. ruach
- 12 o.: Nichtigkeit; ein Nichts
- 13 o.: ein lächerliches Machwerk
- 14 Der Begriff "Jakobs Losteil" steht für "Jahweh", Ps 16,5; 73,26.
- 15 und unter Gewalt bringt.
- 16 und nach ihm gefragt.
- 17 und hatten keinen Erfolg
- 18 i. S. v.: Nicht in der Macht des Menschen steht sein [Lebens]weg.
- 19 i. S. v.: nach dem, was recht ist; wie es das Recht deiner Gerechtigkeit erfordert; o.: nach Gebühr; and.: mit Maß
- 20 d. h.: zu wenigen machst; dezimierst.
- 21 o.: die Heiden