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Altes Testament

Jeremia Kapitel 26

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Im Anfang der Königsherrschaft Jojakims1, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah von Jahweh her dieses Wort:
2So hat Jahweh gesagt: "Stell dich in den Vorhof des Hauses Jahwehs; und du sollst zu allen Städten Judas, die da kommen, zu huldigen im Haus Jahwehs, alle Worte reden, die ich dir gebot, zu ihnen zu reden. Du sollst kein Wort kürzen2.
3Vielleicht hören sie und kehren um, ein jeder von seinem bösen Wege, <dann> würde ich mich des Übels gereuen lassen, das ich ihnen zu tun gedenke wegen der Bosheit ihrer Taten.
4Und sage zu ihnen: So sagt Jahweh: 'Werdet ihr nicht auf mich hören, in meiner Weisung, die ich euch vorgelegt habe, zu wandeln
5[und] zu hören auf die Worte meiner leibeigenen Knechte, der Propheten, die ich zu euch sende, früh mich aufmachend und sendend (auf die ihr <bisher> nicht gehört habt),
6<dann> werde ich es mit diesem Haus machen wie mit Silo und diese Stadt zum Fluchwort machen bei allen Völkern der Erde.'"
7Und die Priester und die Propheten und alles Volk hörten Jeremia diese Worte reden im Haus Jahwehs.
8Und es geschah, als Jeremia alles zu Ende geredet hatte, was Jahweh geboten hatte, zum ganzen Volk zu reden, da ergriffen ihn die Priester und die Propheten und alles Volk und sagten: "Du musst gewisslich sterben!
9Warum hast du im Namen Jahwehs geweissagt und gesagt: 'Dieses Haus wird wie Silo werden; und diese Stadt wird verwüstet werden, ohne Bewohner'?" Und alles Volk versammelte sich gegen Jeremia im Haus Jahwehs.
10Und als die Obersten von Juda diese Worte hörten, gingen sie aus dem Haus des Königs hinauf zum Haus Jahwehs und setzten sich am Eingang des neuen Tores Jahwehs.
11Und die Priester und die Propheten redeten zu den Obersten und zum ganzen Volk und sagten: "Diesem Mann <gebührt> die Todesstrafe, denn er hat gegen diese Stadt geweissagt, wie ihr mit euren [eigenen] Ohren gehört habt."
12Und Jeremia sagte zu den Obersten und zum ganzen Volk: "Jahweh hat mich gesandt, gegen dieses Haus und gegen diese Stadt zu weissagen alle Worte, die ihr gehört habt.
13Und nun bessert eure Wege und eure Taten und hört auf die Stimme Jahwehs, eures Gottes, <dann> wird Jahweh sich des Übels gereuen lassen, das er über euch geredet hat.
14Ich aber - siehe! - ich bin in eurer Hand. Tut mit mir, wie es gut und wie es recht ist in euren Augen.
15Nur sollt ihr mit Sicherheit wissen, dass ihr, wenn ihr mich tötet, unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner bringt; denn in Wahrheit, Jahweh hat mich zu euch gesandt, alle diese Worte in eure Ohren zu reden."
16Da sagten die Obersten und alles Volk zu den Priestern und zu den Propheten: "Diesem Mann gebührt nicht die Todesstrafe; denn er hat im Namen Jahwehs, unseres Gottes, zu uns geredet."
17Und es erhoben sich Männer von den Ältesten des Landes und sagten zur ganzen Versammlung des Volkes:
18"Micha aus Moreschet3 hat in den Tagen Hiskias, des Königs von Juda, geweissagt und zu allem Volk von Juda gesagt: 'So sagt Jahweh der Heere: Zion wird zum Acker gepflügt werden und Jerusalem zu Trümmerhaufen werden und der Berg des Hauses4 zu Waldeshöhen5 werden.'
19Haben etwa Hiskia, der König von Juda, und ganz Juda ihn getötet? Hat er nicht Jahweh gefürchtet und Jahweh besänftigt, sodass Jahweh sich des Übels gereuen ließ, das er über sie geredet hatte? Und wir sind im Begriff, ein so großes Übel gegen unsere Seelen zu tun?
20Und auch war da ein Mann, der im Namen Jahwehs weissagte, Uria, der Sohn Schemajas, aus Kirjat-Jearim. Und er hatte gegen diese Stadt und gegen dieses Land geweissagt, ganz den Worten Jeremias entsprechend.
21Und als der König Jojakim und alle seine Mächtigen und alle Obersten seine Worte hörten, suchte der König ihn zu töten. Und als Uria es hörte, fürchtete er sich und floh und kam nach Ägypten.
22Und der König Jojakim sandte Männer nach Ägypten, Elnatan, den Sohn Achbors, und mit ihm [weitere] Männer nach Ägypten,
23und sie holten Uria aus Ägypten und führten ihn zum König Jojakim. Und er erschlug ihn mit dem Schwert und warf seinen Leichnam auf die Gräber der Söhne des Volkes6."
24Doch die Hand Ahikams, des Sohnes Schafans, war mit Jeremia, sodass man ihn nicht in die Hand des Volkes gab, ihn zu töten.

Fußnoten

  1. 1 609 v. Chr.
  2. 2 o.: weglassen.
  3. 3 w.: der Moreschtiter
  4. 4 näml.: des Hauses Gottes
  5. 5 o.: zu einem von Gestrüpp überwucherten Hügel
  6. 6 i. S. v.: auf die Gräber des gemeinen Volkes.