Altes Testament
Jeremia Kapitel 9
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1"O dass ich in der Wüste eine Nachthütte für Durchreisende hätte, dass ich mein Volk verlassen und von ihnen fortgehen könnte!, denn Ehebrecher sind sie alle, eine Versammlung von Treulosen1.
2Sie spannen wie einen Bogen ihre Zunge: Im Lügen - und nicht in der Wahrhaftigkeit2 - sind sie mächtig im Lande. Ja, sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit, mich aber erkennen sie nicht!", ist der Spruch Jahwehs.
3"Hütet euch, ein jeder vor seinem Nächsten! Und keinem Bruder solltet ihr trauen; denn jeglicher Bruder schleicht als Fersenschleicher3; und jeder Gefährte geht als Verleumder umher."
4"Und jeder täuscht seinen Gefährten, Wahrheit reden sie nicht. Sie lehren ihre Zunge, Lügen zu reden; im Unrechttun mühen sie sich ab.
5Deine Wohnung ist mitten in Arglist. Aus Arglist weigern sie sich, mich zu erkennen", ist der Spruch Jahwehs.
6"Darum", so sagt Jahweh der Heere: "Siehe! Ich werde sie schmelzen und prüfen; denn wie <sonst> sollte ich tun angesichts der Tochter meines Volkes?
7Ein tödlicher Pfeil ist ihre Zunge. Trug ist <ihr> Reden. Mit seinem Mund redet einer Frieden zu seinem Gefährten, aber in seinem Innern legt er ihm einen Hinterhalt.
8Sollte ich dieses nicht heimsuchen an ihnen?", ist der Spruch Jahwehs. "Oder sollte sich an einem Volk* wie diesem meine Seele nicht rächen?"
9Über die Berge hin erhebe ich Weinen und Wehgesang, über die Weideplätze der Wüste hin ein Klagelied; denn verbrannt sind sie, sodass niemand hindurchzieht; man hört die Stimme der Herde nicht [mehr], von den Vögeln des Himmels bis zum Vieh: Geflohen sind sie, davongegangen.
10"Und Jerusalem werde ich zu Steinhaufen machen, zur Behausung für Schakale. Und die Städte Judas werde ich zur Einöde machen, ohne Bewohner.
11Wer ist der Mann, der weise ist, dass er dieses versteht und zu dem der Mund Jahwehs geredet hat, damit er berichte, weshalb das Land zugrunde gegangen ist, zerstört worden ist wie die Wüste, sodass niemand hindurchzieht?"
12Und Jahweh sagte: "Weil sie meine Weisung verließen, die ich ihnen gab, und auf meine Stimme nicht hörten und nicht darin wandelten,
13sondern der Verstocktheit ihres Herzens und den Baalen nachgingen, was ihre Väter sie lehrten,
14darum", so sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: "Siehe! Mit Wermut speise ich sie, dieses Volk, und mit Giftwasser tränke ich sie;
15und ich zerstreue sie unter die Völker, die sie nicht kannten, weder sie noch ihre Väter! Und hinter ihnen her sende ich das Schwert, bis ich sie aufgerieben habe."
16So sagt Jahweh der Heere: "Gebt acht und ruft die Klageweiber, dass sie kommen, und schickt nach den weisen Frauen, dass sie kommen,
17dass sie eilen, einen Wehgesang über uns zu erheben, damit unsere Augen von Tränen fließen und unsere Wimpern von Wasser strömen.
18Fürwahr, Stimme von Wehgesang ist aus Zion zu hören: 'Wie sind wir verheert, völlig zuschanden, denn wir müssen das Land verlassen, denn unsere Wohnungen werfen sie nieder!'"
19"Fürwahr, hört, [ihr] Frauen, das Wort Jahwehs, euer Ohr nehme das Wort seines Mundes auf. Lehrt eure Töchter den Wehgesang, eine die andere das Klagelied.
20Fürwahr, der Tod ist gestiegen durch unsere Fenster, gekommen in unsere Prachtbauten, ausrottend das Kind von der Gasse, die jungen Männer von den Straßen."
21"Rede: So <lautet> der Spruch Jahwehs: 'Ja, fallen werden die Leichen der Menschen wie Dünger über das <freie> Feld hin, wie ein Ährenbündel hinter dem Schnitter, und niemand ist da, der sie sammelt.'"
22So sagt Jahweh: "Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, der Held rühme sich nicht seiner Heldenstärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums,
23sondern wer rühmt, rühme sich dessen, Einsicht zu haben und mich zu kennen, dass ich Jahweh bin, der Güte4, Recht und Gerechtigkeit macht im Lande; denn daran habe ich Gefallen", ist der Spruch Jahwehs.
24"Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da suche ich heim alle Beschnittenen mit Vorhaut5;
25Ägypten und Juda und Edom und die Söhne Ammons und Moab und alle mit gestutzten [Haar]rändern, die in der Wüste wohnen. Ja, alle Völker sind unbeschnitten6, und das ganze Haus Israel ist unbeschnittenen Herzens."
2Sie spannen wie einen Bogen ihre Zunge: Im Lügen - und nicht in der Wahrhaftigkeit2 - sind sie mächtig im Lande. Ja, sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit, mich aber erkennen sie nicht!", ist der Spruch Jahwehs.
3"Hütet euch, ein jeder vor seinem Nächsten! Und keinem Bruder solltet ihr trauen; denn jeglicher Bruder schleicht als Fersenschleicher3; und jeder Gefährte geht als Verleumder umher."
4"Und jeder täuscht seinen Gefährten, Wahrheit reden sie nicht. Sie lehren ihre Zunge, Lügen zu reden; im Unrechttun mühen sie sich ab.
5Deine Wohnung ist mitten in Arglist. Aus Arglist weigern sie sich, mich zu erkennen", ist der Spruch Jahwehs.
6"Darum", so sagt Jahweh der Heere: "Siehe! Ich werde sie schmelzen und prüfen; denn wie <sonst> sollte ich tun angesichts der Tochter meines Volkes?
7Ein tödlicher Pfeil ist ihre Zunge. Trug ist <ihr> Reden. Mit seinem Mund redet einer Frieden zu seinem Gefährten, aber in seinem Innern legt er ihm einen Hinterhalt.
8Sollte ich dieses nicht heimsuchen an ihnen?", ist der Spruch Jahwehs. "Oder sollte sich an einem Volk* wie diesem meine Seele nicht rächen?"
9Über die Berge hin erhebe ich Weinen und Wehgesang, über die Weideplätze der Wüste hin ein Klagelied; denn verbrannt sind sie, sodass niemand hindurchzieht; man hört die Stimme der Herde nicht [mehr], von den Vögeln des Himmels bis zum Vieh: Geflohen sind sie, davongegangen.
10"Und Jerusalem werde ich zu Steinhaufen machen, zur Behausung für Schakale. Und die Städte Judas werde ich zur Einöde machen, ohne Bewohner.
11Wer ist der Mann, der weise ist, dass er dieses versteht und zu dem der Mund Jahwehs geredet hat, damit er berichte, weshalb das Land zugrunde gegangen ist, zerstört worden ist wie die Wüste, sodass niemand hindurchzieht?"
12Und Jahweh sagte: "Weil sie meine Weisung verließen, die ich ihnen gab, und auf meine Stimme nicht hörten und nicht darin wandelten,
13sondern der Verstocktheit ihres Herzens und den Baalen nachgingen, was ihre Väter sie lehrten,
14darum", so sagt Jahweh der Heere, der Gott Israels: "Siehe! Mit Wermut speise ich sie, dieses Volk, und mit Giftwasser tränke ich sie;
15und ich zerstreue sie unter die Völker, die sie nicht kannten, weder sie noch ihre Väter! Und hinter ihnen her sende ich das Schwert, bis ich sie aufgerieben habe."
16So sagt Jahweh der Heere: "Gebt acht und ruft die Klageweiber, dass sie kommen, und schickt nach den weisen Frauen, dass sie kommen,
17dass sie eilen, einen Wehgesang über uns zu erheben, damit unsere Augen von Tränen fließen und unsere Wimpern von Wasser strömen.
18Fürwahr, Stimme von Wehgesang ist aus Zion zu hören: 'Wie sind wir verheert, völlig zuschanden, denn wir müssen das Land verlassen, denn unsere Wohnungen werfen sie nieder!'"
19"Fürwahr, hört, [ihr] Frauen, das Wort Jahwehs, euer Ohr nehme das Wort seines Mundes auf. Lehrt eure Töchter den Wehgesang, eine die andere das Klagelied.
20Fürwahr, der Tod ist gestiegen durch unsere Fenster, gekommen in unsere Prachtbauten, ausrottend das Kind von der Gasse, die jungen Männer von den Straßen."
21"Rede: So <lautet> der Spruch Jahwehs: 'Ja, fallen werden die Leichen der Menschen wie Dünger über das <freie> Feld hin, wie ein Ährenbündel hinter dem Schnitter, und niemand ist da, der sie sammelt.'"
22So sagt Jahweh: "Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, der Held rühme sich nicht seiner Heldenstärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums,
23sondern wer rühmt, rühme sich dessen, Einsicht zu haben und mich zu kennen, dass ich Jahweh bin, der Güte4, Recht und Gerechtigkeit macht im Lande; denn daran habe ich Gefallen", ist der Spruch Jahwehs.
24"Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da suche ich heim alle Beschnittenen mit Vorhaut5;
25Ägypten und Juda und Edom und die Söhne Ammons und Moab und alle mit gestutzten [Haar]rändern, die in der Wüste wohnen. Ja, alle Völker sind unbeschnitten6, und das ganze Haus Israel ist unbeschnittenen Herzens."