Altes Testament
Jeremia Kapitel 48
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Über Moab: So hat Jahweh der Heere, der Gott Israels, gesagt: "Wehe über Nebo, denn es ist verwüstet! Zuschanden, eingenommen ist Kirjatajim! Zuschanden ist die hohe Festung, bestürzt!
2Mit Moabs Ruhm ist es aus. In Heschbon1 plant man Böses gegen es: 'Kommt und lasst uns es ausrotten, dass es kein Volk* mehr sei!' Auch du, Madmen2, wirst verstummen. Hinter dir geht das Schwert her.
3Horch! Ein Geschrei aus Horonajim: Verwüstung und großer Zusammenbruch!"
4"Moab ist zerbrochen! Wehgeschrei lassen hören seine Geringen.
5Ja, die Anhöhe von Luhit steigt man hinauf mit Weinen, mit Weinen. Ja, am Abhang von Horonajim hört man Angstgeschrei über den Zusammenbruch."
6"Flieht, rettet eure Seelen! Werdet wie ein Wacholder3 in der Wüste!
7Ja, weil du auf deine Machwerke4, deine Vorräte5 vertrautest, wirst auch du eingenommen werden. Und Kemosch6 zieht in die Gefangenschaft, seine Priester mit seinen Obersten zusammen.
8Über jede Stadt kommt der Verwüster, und keine Stadt wird entkommen. Das Tal geht unter, die Ebene wird vernichtet, wie Jahweh gesagt hat."
9"Gebt Moab Flügel, denn flugs7 wird es wegziehen. Seine Städte werden zur <schaurigen> Öde8, dass keiner [mehr] darin wohnt.
10Verflucht, wer Jahwehs Werk lässig treibt, verflucht, wer sein Schwert zurückhält vom Blut!"
11"Sorglos war Moab von seiner Jugend an, stille lag es auf seinen Hefen, es wurde nicht umgegossen von Gefäß zu Gefäß, in die Gefangenschaft ist es nie gezogen, daher haftet an ihm sein Geschmack, und sein Geruch hat sich nicht geändert."
12"Darum: Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da werde ich Umfüller zu ihm senden, die es umfüllen9 werden. Und seine Gefäße werden sie leeren und seine Krüge zerschlagen.
13Und Moab wird an Kemosch zuschanden werden, wie die vom Haus Israel zuschanden geworden sind an Bethel, ihrer Zuversicht10."
14"Wie könnt ihr sagen: 'Wir sind Helden und tüchtige Männer zum Kampf'?
15Verwüstet ist Moab! Seine Städte hat man erstiegen. Die Auslese seiner jungen Männer - sie gingen zur Schlachtung hinab", ist der Spruch des Königs, Jahweh der Heere ist sein Name.
16"Nahe ist das Verderben Moabs, und sein Unglück eilt sehr.
17Bekundet ihm Beileid11, alle rings um es her! Und alle, die seinen Namen kennen, sagt: 'Wie ist zerbrochen das Zepter der Macht, der Stab [seiner] Pracht!'"
18"Steig herab von der Herrlichkeit und setz dich ins durstige [Land]12, Bewohnerin der Tochter Dibons; denn Moabs Verwüster steigt hinauf zu dir, verdirbt deine Festungswerke!
19Tritt an den Weg und halte Ausschau, Bewohnerin von Aroër! Frag den Fliehenden und die Entkommene13. Sprich: 'Was ist geschehen?'
20Zuschanden ist Moab, ja, es ist bestürzt14. Jammert und ruft laut! Meldet es am Arnon, dass Moab verwüstet ist!"
21"Gericht ist ins Flachland15 gekommen, nach Holon, Jahaz16 und über Mefaat,
22über Dibon, Nebo und Beth-Diblatajim,
23über Kirjatajim, Beth-Gamul, Beth-Meon,
24über Kerijot und Bozra und über alle Städte des Landes Moab, die fernen und nahen.
25Moabs Horn ist abgehauen, sein Arm ist zerbrochen", ist der Spruch Jahwehs.
26"Macht es trunken - denn gegen Jahweh hat es großgetan -, dass Moab hinklatscht in sein Gespei und auch selbst zum Gelächter wird!
27War dir Israel etwa nicht zum Gelächter? War es etwa unter Dieben ertappt worden, dass du, sooft du von ihm redetest, [den Kopf] schütteln musstest?"
28"Verlasst die Städte und wohnt in den Felsen, Bewohner Moabs, und seid wie die Taube, die nistet an den Rändern des Abgrunds!"
29"Gehört haben wir von dem Stolz Moabs, des sehr Hochmütigen, von seinem Hochmut, seinem Stolz und seiner Vermessenheit und der Überheblichkeit seines Herzens.
30Ich kenne seine übermütige Arroganz", ist der Spruch Jahwehs, "und sein unaufrichtiges Geschwätz; unaufrichtig haben sie gehandelt.
31Darum muss ich heulen über Moab! Wegen ganz Moab schreie ich auf! Über die Leute von Kir-Heres muss man seufzen.
32Mehr als man Jaser beweint, weine ich um dich, Weinstock von Sibma. Deine Ranken gingen über das Meer, sie reichten bis zum Meer von Jaser. Über dein Sommerobst und über deine Weinlese ist der Verwüster hergefallen,
33verschwunden sind Freude und Frohlocken vom Baumgarten, vom Land Moab. Den Wein in den Kufen habe ich getilgt. Kein Keltern mehr unter Jauchzen! Das Jauchzen ist nicht mehr ein Jauchzen."
34"Vom Geschrei Heschbons an bis Elale, bis Jahaz ließen sie ihre Stimme hören, von Zoar bis Horonajim, bis Eglat-Schelischija; denn auch die Wasser von Nimrim werden zu Ödland.
35Und ich tilge aus Moab aus", ist der Spruch Jahwehs, "den, der auf eine Höhe steigt und seinen Göttern Rauchopfer bringt.
36Darüber klagt wie Flöten[klage] mein Herz um Moab - und klagt wie Flöten[klage] mein Herz um die Leute von Kir-Heres, darüber, dass das, was man erspart hat, verloren ist.
37Ja, jedes Haupt ist kahl, jeder Bart ist geschoren; an allen Händen sind Einritzungen und an den Lenden ist Sacktuch.
38Auf allen Dächern Moabs und auf seinen Plätzen ist lauter Klage; denn ich habe Moab zerbrochen wie ein Gefäß, an dem man kein Gefallen hat", ist der Spruch Jahwehs.
39"Wie ist es bestürzt! Heult! Wie hat Moab sich abgewandt17, [wie] ist es zuschanden geworden! Ja, zum Gelächter und zur Bestürzung wird Moab für alle rings um es her."
40- denn so hat Jahweh gesagt: "Siehe! Wie der Adler18 fliegt er daher, und über Moab spannt er seine Flügel aus.
41Kerijot ist eingenommen, die Festungen sind erobert. Das Herz der Helden Moabs wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in Geburtswehen.
42Und Moab wird vernichtet, sodass es kein Volk mehr ist, denn gegen Jahweh hat es großgetan.
43Grauen und Grube und Fanggarn über dich, Bewohner Moabs!", ist der Spruch Jahwehs.
44"Wer vor dem Grauen flieht, fällt in die Grube. Und wer aus der Grube steigt, wird im Fanggarn gefangen; denn ich bringe über sie, über Moab, das Jahr ihrer Heimsuchung", ist der Spruch Jahwehs.
45"Im Schatten Heschbons bleiben Flüchtlinge kraftlos stehen; denn ein Feuer ist von Heschbon ausgegangen, eine Flamme aus der Mitte Sihons, und hat die Schläfe Moabs verzehrt, den Scheitel der Söhne des Getöses19.
46Wehe dir, Moab! Verloren ist das Volk des Kemosch, denn deine Söhne sind ins Gefängnis geholt und deine Töchter in die Verbannung.
47Aber ich werde das Geschick Moabs wenden in der späteren [Zeit] der Tage20", ist der Spruch Jahwehs. Bis hierher das Gericht über Moab.
2Mit Moabs Ruhm ist es aus. In Heschbon1 plant man Böses gegen es: 'Kommt und lasst uns es ausrotten, dass es kein Volk* mehr sei!' Auch du, Madmen2, wirst verstummen. Hinter dir geht das Schwert her.
3Horch! Ein Geschrei aus Horonajim: Verwüstung und großer Zusammenbruch!"
4"Moab ist zerbrochen! Wehgeschrei lassen hören seine Geringen.
5Ja, die Anhöhe von Luhit steigt man hinauf mit Weinen, mit Weinen. Ja, am Abhang von Horonajim hört man Angstgeschrei über den Zusammenbruch."
6"Flieht, rettet eure Seelen! Werdet wie ein Wacholder3 in der Wüste!
7Ja, weil du auf deine Machwerke4, deine Vorräte5 vertrautest, wirst auch du eingenommen werden. Und Kemosch6 zieht in die Gefangenschaft, seine Priester mit seinen Obersten zusammen.
8Über jede Stadt kommt der Verwüster, und keine Stadt wird entkommen. Das Tal geht unter, die Ebene wird vernichtet, wie Jahweh gesagt hat."
9"Gebt Moab Flügel, denn flugs7 wird es wegziehen. Seine Städte werden zur <schaurigen> Öde8, dass keiner [mehr] darin wohnt.
10Verflucht, wer Jahwehs Werk lässig treibt, verflucht, wer sein Schwert zurückhält vom Blut!"
11"Sorglos war Moab von seiner Jugend an, stille lag es auf seinen Hefen, es wurde nicht umgegossen von Gefäß zu Gefäß, in die Gefangenschaft ist es nie gezogen, daher haftet an ihm sein Geschmack, und sein Geruch hat sich nicht geändert."
12"Darum: Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da werde ich Umfüller zu ihm senden, die es umfüllen9 werden. Und seine Gefäße werden sie leeren und seine Krüge zerschlagen.
13Und Moab wird an Kemosch zuschanden werden, wie die vom Haus Israel zuschanden geworden sind an Bethel, ihrer Zuversicht10."
14"Wie könnt ihr sagen: 'Wir sind Helden und tüchtige Männer zum Kampf'?
15Verwüstet ist Moab! Seine Städte hat man erstiegen. Die Auslese seiner jungen Männer - sie gingen zur Schlachtung hinab", ist der Spruch des Königs, Jahweh der Heere ist sein Name.
16"Nahe ist das Verderben Moabs, und sein Unglück eilt sehr.
17Bekundet ihm Beileid11, alle rings um es her! Und alle, die seinen Namen kennen, sagt: 'Wie ist zerbrochen das Zepter der Macht, der Stab [seiner] Pracht!'"
18"Steig herab von der Herrlichkeit und setz dich ins durstige [Land]12, Bewohnerin der Tochter Dibons; denn Moabs Verwüster steigt hinauf zu dir, verdirbt deine Festungswerke!
19Tritt an den Weg und halte Ausschau, Bewohnerin von Aroër! Frag den Fliehenden und die Entkommene13. Sprich: 'Was ist geschehen?'
20Zuschanden ist Moab, ja, es ist bestürzt14. Jammert und ruft laut! Meldet es am Arnon, dass Moab verwüstet ist!"
21"Gericht ist ins Flachland15 gekommen, nach Holon, Jahaz16 und über Mefaat,
22über Dibon, Nebo und Beth-Diblatajim,
23über Kirjatajim, Beth-Gamul, Beth-Meon,
24über Kerijot und Bozra und über alle Städte des Landes Moab, die fernen und nahen.
25Moabs Horn ist abgehauen, sein Arm ist zerbrochen", ist der Spruch Jahwehs.
26"Macht es trunken - denn gegen Jahweh hat es großgetan -, dass Moab hinklatscht in sein Gespei und auch selbst zum Gelächter wird!
27War dir Israel etwa nicht zum Gelächter? War es etwa unter Dieben ertappt worden, dass du, sooft du von ihm redetest, [den Kopf] schütteln musstest?"
28"Verlasst die Städte und wohnt in den Felsen, Bewohner Moabs, und seid wie die Taube, die nistet an den Rändern des Abgrunds!"
29"Gehört haben wir von dem Stolz Moabs, des sehr Hochmütigen, von seinem Hochmut, seinem Stolz und seiner Vermessenheit und der Überheblichkeit seines Herzens.
30Ich kenne seine übermütige Arroganz", ist der Spruch Jahwehs, "und sein unaufrichtiges Geschwätz; unaufrichtig haben sie gehandelt.
31Darum muss ich heulen über Moab! Wegen ganz Moab schreie ich auf! Über die Leute von Kir-Heres muss man seufzen.
32Mehr als man Jaser beweint, weine ich um dich, Weinstock von Sibma. Deine Ranken gingen über das Meer, sie reichten bis zum Meer von Jaser. Über dein Sommerobst und über deine Weinlese ist der Verwüster hergefallen,
33verschwunden sind Freude und Frohlocken vom Baumgarten, vom Land Moab. Den Wein in den Kufen habe ich getilgt. Kein Keltern mehr unter Jauchzen! Das Jauchzen ist nicht mehr ein Jauchzen."
34"Vom Geschrei Heschbons an bis Elale, bis Jahaz ließen sie ihre Stimme hören, von Zoar bis Horonajim, bis Eglat-Schelischija; denn auch die Wasser von Nimrim werden zu Ödland.
35Und ich tilge aus Moab aus", ist der Spruch Jahwehs, "den, der auf eine Höhe steigt und seinen Göttern Rauchopfer bringt.
36Darüber klagt wie Flöten[klage] mein Herz um Moab - und klagt wie Flöten[klage] mein Herz um die Leute von Kir-Heres, darüber, dass das, was man erspart hat, verloren ist.
37Ja, jedes Haupt ist kahl, jeder Bart ist geschoren; an allen Händen sind Einritzungen und an den Lenden ist Sacktuch.
38Auf allen Dächern Moabs und auf seinen Plätzen ist lauter Klage; denn ich habe Moab zerbrochen wie ein Gefäß, an dem man kein Gefallen hat", ist der Spruch Jahwehs.
39"Wie ist es bestürzt! Heult! Wie hat Moab sich abgewandt17, [wie] ist es zuschanden geworden! Ja, zum Gelächter und zur Bestürzung wird Moab für alle rings um es her."
40- denn so hat Jahweh gesagt: "Siehe! Wie der Adler18 fliegt er daher, und über Moab spannt er seine Flügel aus.
41Kerijot ist eingenommen, die Festungen sind erobert. Das Herz der Helden Moabs wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in Geburtswehen.
42Und Moab wird vernichtet, sodass es kein Volk mehr ist, denn gegen Jahweh hat es großgetan.
43Grauen und Grube und Fanggarn über dich, Bewohner Moabs!", ist der Spruch Jahwehs.
44"Wer vor dem Grauen flieht, fällt in die Grube. Und wer aus der Grube steigt, wird im Fanggarn gefangen; denn ich bringe über sie, über Moab, das Jahr ihrer Heimsuchung", ist der Spruch Jahwehs.
45"Im Schatten Heschbons bleiben Flüchtlinge kraftlos stehen; denn ein Feuer ist von Heschbon ausgegangen, eine Flamme aus der Mitte Sihons, und hat die Schläfe Moabs verzehrt, den Scheitel der Söhne des Getöses19.
46Wehe dir, Moab! Verloren ist das Volk des Kemosch, denn deine Söhne sind ins Gefängnis geholt und deine Töchter in die Verbannung.
47Aber ich werde das Geschick Moabs wenden in der späteren [Zeit] der Tage20", ist der Spruch Jahwehs. Bis hierher das Gericht über Moab.
Fußnoten
- 1 bed. etwa: Planheim; ein Wortspiel; vgl. "plant".
- 2 bed. etwa: "stummer Misthaufen"; ein Wortspiel; vgl. "verstummen".
- 3 o.: wie ein kahler Strauch
- 4 eigtl.: dein Gemachtes
- 5 o.: Schätze
- 6 D. i. die Hauptgottheit der Moabiter (und Ammoniter), als Kriegsgott verehrt; der Name bed. etwa: Unterwerfer; Eroberer; Zerstörer.
- 7 o.: fliegend; Bed. nicht gesichert.
- 8 und zum Entsetzen
- 9 o.: Stürzer ..., die es umstürzen
- 10 o.: ihrer Sicherheit; o.: ihrem Vertrauen.
- 11 eigtl.: Schüttelt [den Kopf] zum Zeichen der Trauer (o.: des Bedauerns)
- 12 o.: wohne in der Dürre; and.: setze dich in den Kot; die Bed. ist nicht gesichert.
- 13 Das Wort ist weiblichen Geschlechts.
- 14 und mutlos.
- 15 Gemeint ist das Plateau vom Arnon bis zur Breite von Heschbon.
- 16 o.: Jahzah
- 17 eigtl.: Wie hat Moab den Rücken (o.: Nacken) zugewandt
- 18 Mit "Adler" ist wahrsch. zumeist der Gänsegeier gemeint.
- 19 o.: Kampfgetöses; Tobens; Tosens.
- 20 o.: in fernen Tagen; o.: in der Folgezeit