Altes Testament
Jeremia Kapitel 18
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Das Wort, das von Jahweh her zu Jeremia geschah:
2"Mache dich auf und geh hinab in das Haus des Töpfers. Und dort werde ich dich meine Worte hören lassen."
3Und ich ging in das Haus des Töpfers hinab; und - siehe! - er war gerade dabei, an den <zwei> Töpferscheiben1 eine Arbeit zu machen.
4Und das Gefäß, das er aus dem Ton machte, missriet in der Hand des Töpfers. Und er fing wieder an und machte daraus ein anderes Gefäß, so wie es in den Augen des Töpfers recht war zu tun.
5Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
6"Vermag ich mit euch, Haus Israel, nicht ebenso zu tun wie dieser Töpfer?", ist der Spruch Jahwehs. "Siehe! Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel.
7Einmal rede ich über ein Volk* und über ein Königreich, es auszureißen und abzubrechen und zu vernichten;
8kehrt aber jenes Volk*, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit um, so lasse ich mich des Unheils gereuen, das ich ihm zu tun gedachte.
9Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es zu bauen und zu pflanzen;
10tut es aber das in meinen Augen Böse, dass es auf meine Stimme nicht hört, so lasse ich mich des Guten gereuen, das ich ihm zu erweisen zugesagt hatte.
11Und nun rede zu den Männern Judas und zu den Bewohnern Jerusalems und sage: So sagt Jahweh: 'Siehe! Ich bereite2 Unheil gegen euch vor und ersinne einen Anschlag gegen euch. Kehrt doch um, ein jeder von seinem bösen Weg, und lasst eure Wege und eure Taten gut werden!'
12Aber sie sagen: 'Da wird nichts draus!3, sondern unseren Gedanken4 wollen wir nachgehen! Und wir wollen jeder nach der Verstocktheit seines bösen Herzens handeln!'"
13"Darum", so sagt Jahweh: "Fragt doch unter den Völkern5 nach! Wer hat so etwas gehört? Sehr Abscheuliches hat die Jungfrau Israel getan.
14Wird [etwa] der Schnee des Libanon von dem Fels des Feldes6 schwinden? Oder werden [aus der] Fremde [kommende] kalte, fließende Wasser versiegen7?
15Doch mein Volk hat mich vergessen! Sie bringen nichtigen <Götzen> Rauchopfer dar. Diese brachten sie zu Fall8 auf ihren Wegen, auf den Bahnen der Vorzeit9, um [nun] zu wandeln auf den Steigen eines ungebahnten Weges,
16um ihr Land zur Öde10 zu machen, zu ewigem Gezische11: Jeder, der daran vorübergeht, wird sich entsetzen und seinen Kopf schütteln!
17Wie der Ostwind zerstreue ich sie - vor dem Angesicht des Feindes her. Den Nacken und nicht das Angesicht werde ich sie sehen lassen am Tag ihres Unglücks!"
18Und sie sagten: "Auf, lasst uns Anschläge gegen Jeremia planen; denn keineswegs wird dem Priester die Weisung entschwinden noch der Rat dem Weisen und das Wort dem Propheten! Auf, wir wollen ihn mit der Zunge schlagen und nicht achten auf alle seine Reden!"
19Achte du, Jahweh, auf mich, und höre die Stimme meiner Rechtsgegner!
20Soll Böses für Gutes vergolten werden?, denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Gedenke, wie ich vor dir gestanden bin, um Gutes über sie zu reden, deine Grimmglut von ihnen abzuwenden.
21Darum gib ihre Kinder dem Hunger preis und übergib sie der Hand des Schwertes, dass ihre Frauen kinderberaubt und Witwen werden, ihre Männer mit [Pest]tod12 getötet werden, ihre Jungmänner vom Schwert erschlagen werden im Krieg!
22Wehgeschrei sei aus ihren Häusern zu hören, wenn du Streifscharen jäh über sie bringst; denn sie haben eine Grube gegraben, mich zu fangen, haben heimlich meinen Füßen Schlingen gelegt!
23Du aber, Jahweh, du kennst all ihren Todes-Ratschluss gegen mich. Decke ihre Schuld nicht zu! Wische ihre Sünde nicht vor deinem Angesicht weg; niedergestürzt sollen sie liegen vor dir! Zur Zeit deines Zorns handle an ihnen!
2"Mache dich auf und geh hinab in das Haus des Töpfers. Und dort werde ich dich meine Worte hören lassen."
3Und ich ging in das Haus des Töpfers hinab; und - siehe! - er war gerade dabei, an den <zwei> Töpferscheiben1 eine Arbeit zu machen.
4Und das Gefäß, das er aus dem Ton machte, missriet in der Hand des Töpfers. Und er fing wieder an und machte daraus ein anderes Gefäß, so wie es in den Augen des Töpfers recht war zu tun.
5Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
6"Vermag ich mit euch, Haus Israel, nicht ebenso zu tun wie dieser Töpfer?", ist der Spruch Jahwehs. "Siehe! Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel.
7Einmal rede ich über ein Volk* und über ein Königreich, es auszureißen und abzubrechen und zu vernichten;
8kehrt aber jenes Volk*, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit um, so lasse ich mich des Unheils gereuen, das ich ihm zu tun gedachte.
9Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es zu bauen und zu pflanzen;
10tut es aber das in meinen Augen Böse, dass es auf meine Stimme nicht hört, so lasse ich mich des Guten gereuen, das ich ihm zu erweisen zugesagt hatte.
11Und nun rede zu den Männern Judas und zu den Bewohnern Jerusalems und sage: So sagt Jahweh: 'Siehe! Ich bereite2 Unheil gegen euch vor und ersinne einen Anschlag gegen euch. Kehrt doch um, ein jeder von seinem bösen Weg, und lasst eure Wege und eure Taten gut werden!'
12Aber sie sagen: 'Da wird nichts draus!3, sondern unseren Gedanken4 wollen wir nachgehen! Und wir wollen jeder nach der Verstocktheit seines bösen Herzens handeln!'"
13"Darum", so sagt Jahweh: "Fragt doch unter den Völkern5 nach! Wer hat so etwas gehört? Sehr Abscheuliches hat die Jungfrau Israel getan.
14Wird [etwa] der Schnee des Libanon von dem Fels des Feldes6 schwinden? Oder werden [aus der] Fremde [kommende] kalte, fließende Wasser versiegen7?
15Doch mein Volk hat mich vergessen! Sie bringen nichtigen <Götzen> Rauchopfer dar. Diese brachten sie zu Fall8 auf ihren Wegen, auf den Bahnen der Vorzeit9, um [nun] zu wandeln auf den Steigen eines ungebahnten Weges,
16um ihr Land zur Öde10 zu machen, zu ewigem Gezische11: Jeder, der daran vorübergeht, wird sich entsetzen und seinen Kopf schütteln!
17Wie der Ostwind zerstreue ich sie - vor dem Angesicht des Feindes her. Den Nacken und nicht das Angesicht werde ich sie sehen lassen am Tag ihres Unglücks!"
18Und sie sagten: "Auf, lasst uns Anschläge gegen Jeremia planen; denn keineswegs wird dem Priester die Weisung entschwinden noch der Rat dem Weisen und das Wort dem Propheten! Auf, wir wollen ihn mit der Zunge schlagen und nicht achten auf alle seine Reden!"
19Achte du, Jahweh, auf mich, und höre die Stimme meiner Rechtsgegner!
20Soll Böses für Gutes vergolten werden?, denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Gedenke, wie ich vor dir gestanden bin, um Gutes über sie zu reden, deine Grimmglut von ihnen abzuwenden.
21Darum gib ihre Kinder dem Hunger preis und übergib sie der Hand des Schwertes, dass ihre Frauen kinderberaubt und Witwen werden, ihre Männer mit [Pest]tod12 getötet werden, ihre Jungmänner vom Schwert erschlagen werden im Krieg!
22Wehgeschrei sei aus ihren Häusern zu hören, wenn du Streifscharen jäh über sie bringst; denn sie haben eine Grube gegraben, mich zu fangen, haben heimlich meinen Füßen Schlingen gelegt!
23Du aber, Jahweh, du kennst all ihren Todes-Ratschluss gegen mich. Decke ihre Schuld nicht zu! Wische ihre Sünde nicht vor deinem Angesicht weg; niedergestürzt sollen sie liegen vor dir! Zur Zeit deines Zorns handle an ihnen!
Fußnoten
- 1 w.: an den zwei Steinen; o.: am Doppelstein
- 2 Grundbed.: gestalten; bilden; formen (wie der Töpfer formt)
- 3 o.: [Es ist] hoffnungslos!; o.: Vergeblich!
- 4 i. S. v.: Plänen; Vorhaben
- 5 o.: unter den Heiden
- 6 d. h. wahrsch.: vom Berg Hermon (der über das umliegende Land emporragt)
- 7 o.: [aus ihrem Flusslauf] gerissen werden.
- 8 eigtl.: machten sie straucheln <und fallen>
- 9 d. h.: auf den altgewohnten gebahnten Straßen
- 10 und zum Entsetzen
- 11 o.: Gepfeife; Spottgepfeife
- 12 o.: durch eine tödliche Krankheit