Altes Testament
Jeremia Kapitel 50
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Das Wort, das Jahweh über Babel, über das Land der Chaldäer, redete - durch die Hand Jeremias, des Propheten:
2"Verkündet es unter den Völkern, lasst es hören, erhebt das Feldzeichen! Lasst es hören, verhehlt es nicht! Sagt: 'Babel ist eingenommen, Bel zuschanden geworden, Merodach zertrümmert. Ihre Götzenbilder sind zuschanden, ihre Dreckgötzen1 zertrümmert.'
3- denn gegen sie zieht herauf ein Volk*, von Norden her: Das macht ihre Erde zur <schaurigen> Öde, dass kein Bewohner mehr auf ihr ist, vom Menschen bis zum Vieh, geflüchtet, fortgezogen."
4"In jenen Tagen und zu jener Zeit", ist der Spruch Jahwehs, "werden die Söhne Israels kommen, sie und die Söhne Judas, vereint, gehend und weinend im Gehen, und werden Jahweh, ihren Gott, suchen.
5Nach Zion werden sie fragen, [auf] den Weg dahin ist ihr Angesicht [gerichtet]: 'Kommt und schließt euch Jahweh an in einem ewigen Bund, der nicht vergessen werden soll2!'"
6"Eine umherirrende Schafherde3 war mein Volk. Ihre Hirten hatten sie in die Irre geleitet; auf den Bergen machten sie sie abtrünnig4. Von Berg zu Hügel wanderten sie5, vergaßen ihre Lagerstätte6.
7Wer immer sie fand, fraß sie. Ihre Feinde sagten: 'Wir machen uns nicht schuldig, sie haben ja gesündigt gegen Jahweh, die Weide der Gerechtigkeit, [gegen] die Hoffnung ihrer Väter - Jahweh.'
8Flieht aus Babels Mitte hinaus! Zieht fort aus dem Land der Chaldäer! Seid wie Böcke7 vor der Herde her!
9Denn - siehe! - ich selbst erwecke und lasse hinaufziehen gegen Babel eine Versammlung großer Völker aus dem Lande des Nordens; sie werden sich gegen sie ordnen <zum Kampf>: Von dort aus wird sie eingenommen werden. Eines jeden Pfeile sind wie ein geschickter8 Held, der nicht mit leeren Händen zurückkehrt.
10Und Chaldäa wird zum Raub; alle, die es berauben, werden sich sättigen", ist der Spruch Jahwehs.
11"Ja, freut euch [nur], ja, jubelt, [ihr] Plünderer meines Erbteils. Ja, macht Sprünge wie eine dreschende Jungkuh und wiehert wie starke [Hengste]:
12Sehr zuschanden wird eure Mutter, schämen muss sich eure Gebärerin. Siehe! [Sie ist] das letzte der Völker: Wüste, Dürre und Steppe,
13infolge des Grimmes Jahwehs - unbesiedelt! Eine Einöde wird sie sein ganz und gar. Jeder, der an Babel vorüberzieht, ist entsetzt und zischt über all ihre Wunden."
14"Ordnet euch ringsum gegen Babel, alle, die ihr den Bogen spannt. Beschießt sie! Spart nicht mit Pfeilen!, denn sie hat gegen Jahweh gesündigt.
15Erhebt ringsum Kriegsgeschrei gegen sie: <Schon> hat sie sich ergeben, gefallen sind ihre Pfeiler, niedergerissen ihre Mauern, denn das ist die Rache Jahwehs. Rächt euch an ihr! Tut ihr, wie sie getan hat!
16Rottet aus Babel den Sämann aus und den, der die Sichel in der Erntezeit führt! Vor dem gewalttätigen Schwert wenden sie sich jeder zu seinem Volk und fliehen sie jeder in sein Land."
17"Israel ist ein versprengtes Schaf, das Löwen verscheucht haben. Der erste, der König von Assur, der fraß es; und dieser, der letzte, Nebukadnezar, der König von Babel, zerrieb ihm die Knochen."
18Darum hat Jahweh der Heere, der Gott Israels, so gesagt: "Siehe! Ich suche den König von Babel und sein Land heim, wie ich den König von Assur heimgesucht habe.
19Und Israel werde ich zurückführen zu seinem Weideland; und auf dem Karmel und in Baschan wird es weiden, auf dem Bergland Ephraim und in Gilead wird es seine Seele sättigen.
20In jenen Tagen und zu jener Zeit", ist der Spruch Jahwehs, "wird Israels Schuld gesucht werden, und sie wird nicht [mehr] da sein, und die Sünden Judas; und sie werden nicht [mehr] gefunden werden; denn ich vergebe ihnen, denen, die ich übrig lasse."
21"Gegen das Land 'Doppelte Widerspenstigkeit'9 - ziehe gegen es hinauf! Gegen die Bewohner von 'Heimsuchung'10 - verwüste und vollstrecke den Bann hinter ihnen her11!", ist der Spruch Jahwehs. "Und tue nach allem, was ich dir gebot!"
22"Kriegslärm im Land und großer Zusammenbruch!
23Wie ist zerhauen und zerbrochen der Hammer der ganzen Erde12! Wie ist Babel zur <schaurigen> Öde geworden unter den Völkern!
24Ich habe dir Schlingen gelegt, und du hast dich auch verfangen, Babel, und du selbst erkanntest es nicht. Du wurdest gefunden und auch gefasst, weil du Krieg gegen Jahweh begonnen hast.
25Jahweh tat seine Rüstkammer auf, holte die Werkzeuge seines Zürnens13 hervor; denn Arbeit gibt es für den Herrn, Jahweh der Heere, im Land der Chaldäer.
26Kommt über sie vom äußersten Ende! Öffnet ihre Speicher! Schüttet sie auf wie Garbenhaufen und vollstreckt den Bann an ihr! Nicht bleibe ihr ein Überrest!
27Macht alle ihre Stiere nieder! Zur Schlachtbank sollen sie hinabsteigen! Wehe über sie, denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung!
28Horch! Flüchtlinge, Entkommene aus dem Land Babel, zu verkünden in Zion die Rache Jahwehs, unseres Gottes, die Rache für seine Tempelhalle."
29"Ruft Schützen herbei gegen Babel, alle, die da spannen den Bogen! Belagert sie ringsum! Niemand soll entkommen! Vergeltet ihr nach ihrem Tun. Nach allem, was sie getan hat, tut ihr, denn sie hat vermessen gehandelt gegen Jahweh, gegen den Heiligen Israels!
30Darum müssen ihre jungen Männer fallen auf ihren Plätzen und alle ihre Kriegsmänner umkommen an jenem Tag.", ist der Spruch Jahwehs.
31"Siehe! Ich will an dich, 'Vermessenheit'!", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs der Heere, "denn gekommen ist dein Tag, die Zeit deiner Heimsuchung.
32<Da> wird 'Vermessenheit' straucheln und fallen; und keiner wird sein, der sie aufrichtet. Ich entfache Feuer in ihren Städten, das wird alles fressen rings um sie her."
33So hat Jahweh der Heere gesagt: "Gewalttätig Behandelte sind die Söhne Israels und die Söhne Judas allesamt, und alle, die sie gefangen weggeführt haben, halten sie fest, weigern sich, sie loszulassen.
34Ihr Erlöser ist stark. Jahweh der Heere ist sein Name. Streitbar streitet er ihren Streit, sodass er das Land14 ruhen macht, doch Babels Bewohnern schafft er Unruhe15."
35"Schwert über die Chaldäer!", ist der Spruch Jahwehs, "und über die Bewohner von Babel und über seine Obersten und Weisen!
36Schwert über die Leerschwätzer16!, dass sie zu Toren werden. Schwert über seine Helden!, dass sie bestürzt17 werden.
37Schwert über seine Pferde und über seine Wagen und über alles Mischvolk in seiner Mitte!, dass sie zu Weibern werden. Schwert über seine Schätze!, dass sie geplündert werden.
38Dürre über seine Gewässer!, dass sie vertrocknen, denn ein Land der Schnitzbilder ist es, mit ihren Schreckgötzen werden sie toll18."
39"Darum werden Wüstentiere mit Wildhunden [da] wohnen, Strauße19 dort wohnen. Es wird nicht mehr bewohnt, auf Dauer20, unbesiedelt sein, Geschlecht um Geschlecht21.
40Wie bei der Umkehrung von Sodom und Gomorra und ihren Nachbar[städten] durch Gott", ist der Spruch Jahwehs. "Niemand wird dort wohnen, kein Sohn Adams sich darin aufhalten22."
41"Siehe! Es kommt ein Volk* von Norden her, ja, ein großer Volksstamm, und viele Könige machen sich auf von den äußeren Enden der Erde23.
42Bogen und Spieß24 führen sie. Grausam sind sie und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, auf Pferden reiten sie - wie ein zum Kampf gerüsteter25 Mann, gegen dich, Tochter Babel.
43Babels König hört ihre Kunde, seine Hände erschlaffen; Angst hat ihn gepackt, Wehen wie die Gebärende."
44"Siehe! Wie der Löwe heraufsteigt aus dem Dickicht des Jordans zum Weideland am fließenden [Wasser], so plötzlich werde ich es daraus vertreiben und den, der erwählt ist,26 über es setzen; denn wer ist mir gleich?; und wer will mich vorladen27? Und wer ist der Hirte, der vor mir besteht?"
45"Darum hört den Beschluss Jahwehs, den er beschloss über Babel, und seine Gedanken28, die er denkt über das Land der Chaldäer: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, die Geringen der Herde! Wahrlich, ihr Weideland wird sich über sie entsetzen!
46Von dem Ruf: 'Babel ist erobert!', erbebt die Erde, und unter den Völkern vernimmt man das Geschrei."
2"Verkündet es unter den Völkern, lasst es hören, erhebt das Feldzeichen! Lasst es hören, verhehlt es nicht! Sagt: 'Babel ist eingenommen, Bel zuschanden geworden, Merodach zertrümmert. Ihre Götzenbilder sind zuschanden, ihre Dreckgötzen1 zertrümmert.'
3- denn gegen sie zieht herauf ein Volk*, von Norden her: Das macht ihre Erde zur <schaurigen> Öde, dass kein Bewohner mehr auf ihr ist, vom Menschen bis zum Vieh, geflüchtet, fortgezogen."
4"In jenen Tagen und zu jener Zeit", ist der Spruch Jahwehs, "werden die Söhne Israels kommen, sie und die Söhne Judas, vereint, gehend und weinend im Gehen, und werden Jahweh, ihren Gott, suchen.
5Nach Zion werden sie fragen, [auf] den Weg dahin ist ihr Angesicht [gerichtet]: 'Kommt und schließt euch Jahweh an in einem ewigen Bund, der nicht vergessen werden soll2!'"
6"Eine umherirrende Schafherde3 war mein Volk. Ihre Hirten hatten sie in die Irre geleitet; auf den Bergen machten sie sie abtrünnig4. Von Berg zu Hügel wanderten sie5, vergaßen ihre Lagerstätte6.
7Wer immer sie fand, fraß sie. Ihre Feinde sagten: 'Wir machen uns nicht schuldig, sie haben ja gesündigt gegen Jahweh, die Weide der Gerechtigkeit, [gegen] die Hoffnung ihrer Väter - Jahweh.'
8Flieht aus Babels Mitte hinaus! Zieht fort aus dem Land der Chaldäer! Seid wie Böcke7 vor der Herde her!
9Denn - siehe! - ich selbst erwecke und lasse hinaufziehen gegen Babel eine Versammlung großer Völker aus dem Lande des Nordens; sie werden sich gegen sie ordnen <zum Kampf>: Von dort aus wird sie eingenommen werden. Eines jeden Pfeile sind wie ein geschickter8 Held, der nicht mit leeren Händen zurückkehrt.
10Und Chaldäa wird zum Raub; alle, die es berauben, werden sich sättigen", ist der Spruch Jahwehs.
11"Ja, freut euch [nur], ja, jubelt, [ihr] Plünderer meines Erbteils. Ja, macht Sprünge wie eine dreschende Jungkuh und wiehert wie starke [Hengste]:
12Sehr zuschanden wird eure Mutter, schämen muss sich eure Gebärerin. Siehe! [Sie ist] das letzte der Völker: Wüste, Dürre und Steppe,
13infolge des Grimmes Jahwehs - unbesiedelt! Eine Einöde wird sie sein ganz und gar. Jeder, der an Babel vorüberzieht, ist entsetzt und zischt über all ihre Wunden."
14"Ordnet euch ringsum gegen Babel, alle, die ihr den Bogen spannt. Beschießt sie! Spart nicht mit Pfeilen!, denn sie hat gegen Jahweh gesündigt.
15Erhebt ringsum Kriegsgeschrei gegen sie: <Schon> hat sie sich ergeben, gefallen sind ihre Pfeiler, niedergerissen ihre Mauern, denn das ist die Rache Jahwehs. Rächt euch an ihr! Tut ihr, wie sie getan hat!
16Rottet aus Babel den Sämann aus und den, der die Sichel in der Erntezeit führt! Vor dem gewalttätigen Schwert wenden sie sich jeder zu seinem Volk und fliehen sie jeder in sein Land."
17"Israel ist ein versprengtes Schaf, das Löwen verscheucht haben. Der erste, der König von Assur, der fraß es; und dieser, der letzte, Nebukadnezar, der König von Babel, zerrieb ihm die Knochen."
18Darum hat Jahweh der Heere, der Gott Israels, so gesagt: "Siehe! Ich suche den König von Babel und sein Land heim, wie ich den König von Assur heimgesucht habe.
19Und Israel werde ich zurückführen zu seinem Weideland; und auf dem Karmel und in Baschan wird es weiden, auf dem Bergland Ephraim und in Gilead wird es seine Seele sättigen.
20In jenen Tagen und zu jener Zeit", ist der Spruch Jahwehs, "wird Israels Schuld gesucht werden, und sie wird nicht [mehr] da sein, und die Sünden Judas; und sie werden nicht [mehr] gefunden werden; denn ich vergebe ihnen, denen, die ich übrig lasse."
21"Gegen das Land 'Doppelte Widerspenstigkeit'9 - ziehe gegen es hinauf! Gegen die Bewohner von 'Heimsuchung'10 - verwüste und vollstrecke den Bann hinter ihnen her11!", ist der Spruch Jahwehs. "Und tue nach allem, was ich dir gebot!"
22"Kriegslärm im Land und großer Zusammenbruch!
23Wie ist zerhauen und zerbrochen der Hammer der ganzen Erde12! Wie ist Babel zur <schaurigen> Öde geworden unter den Völkern!
24Ich habe dir Schlingen gelegt, und du hast dich auch verfangen, Babel, und du selbst erkanntest es nicht. Du wurdest gefunden und auch gefasst, weil du Krieg gegen Jahweh begonnen hast.
25Jahweh tat seine Rüstkammer auf, holte die Werkzeuge seines Zürnens13 hervor; denn Arbeit gibt es für den Herrn, Jahweh der Heere, im Land der Chaldäer.
26Kommt über sie vom äußersten Ende! Öffnet ihre Speicher! Schüttet sie auf wie Garbenhaufen und vollstreckt den Bann an ihr! Nicht bleibe ihr ein Überrest!
27Macht alle ihre Stiere nieder! Zur Schlachtbank sollen sie hinabsteigen! Wehe über sie, denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung!
28Horch! Flüchtlinge, Entkommene aus dem Land Babel, zu verkünden in Zion die Rache Jahwehs, unseres Gottes, die Rache für seine Tempelhalle."
29"Ruft Schützen herbei gegen Babel, alle, die da spannen den Bogen! Belagert sie ringsum! Niemand soll entkommen! Vergeltet ihr nach ihrem Tun. Nach allem, was sie getan hat, tut ihr, denn sie hat vermessen gehandelt gegen Jahweh, gegen den Heiligen Israels!
30Darum müssen ihre jungen Männer fallen auf ihren Plätzen und alle ihre Kriegsmänner umkommen an jenem Tag.", ist der Spruch Jahwehs.
31"Siehe! Ich will an dich, 'Vermessenheit'!", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs der Heere, "denn gekommen ist dein Tag, die Zeit deiner Heimsuchung.
32<Da> wird 'Vermessenheit' straucheln und fallen; und keiner wird sein, der sie aufrichtet. Ich entfache Feuer in ihren Städten, das wird alles fressen rings um sie her."
33So hat Jahweh der Heere gesagt: "Gewalttätig Behandelte sind die Söhne Israels und die Söhne Judas allesamt, und alle, die sie gefangen weggeführt haben, halten sie fest, weigern sich, sie loszulassen.
34Ihr Erlöser ist stark. Jahweh der Heere ist sein Name. Streitbar streitet er ihren Streit, sodass er das Land14 ruhen macht, doch Babels Bewohnern schafft er Unruhe15."
35"Schwert über die Chaldäer!", ist der Spruch Jahwehs, "und über die Bewohner von Babel und über seine Obersten und Weisen!
36Schwert über die Leerschwätzer16!, dass sie zu Toren werden. Schwert über seine Helden!, dass sie bestürzt17 werden.
37Schwert über seine Pferde und über seine Wagen und über alles Mischvolk in seiner Mitte!, dass sie zu Weibern werden. Schwert über seine Schätze!, dass sie geplündert werden.
38Dürre über seine Gewässer!, dass sie vertrocknen, denn ein Land der Schnitzbilder ist es, mit ihren Schreckgötzen werden sie toll18."
39"Darum werden Wüstentiere mit Wildhunden [da] wohnen, Strauße19 dort wohnen. Es wird nicht mehr bewohnt, auf Dauer20, unbesiedelt sein, Geschlecht um Geschlecht21.
40Wie bei der Umkehrung von Sodom und Gomorra und ihren Nachbar[städten] durch Gott", ist der Spruch Jahwehs. "Niemand wird dort wohnen, kein Sohn Adams sich darin aufhalten22."
41"Siehe! Es kommt ein Volk* von Norden her, ja, ein großer Volksstamm, und viele Könige machen sich auf von den äußeren Enden der Erde23.
42Bogen und Spieß24 führen sie. Grausam sind sie und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, auf Pferden reiten sie - wie ein zum Kampf gerüsteter25 Mann, gegen dich, Tochter Babel.
43Babels König hört ihre Kunde, seine Hände erschlaffen; Angst hat ihn gepackt, Wehen wie die Gebärende."
44"Siehe! Wie der Löwe heraufsteigt aus dem Dickicht des Jordans zum Weideland am fließenden [Wasser], so plötzlich werde ich es daraus vertreiben und den, der erwählt ist,26 über es setzen; denn wer ist mir gleich?; und wer will mich vorladen27? Und wer ist der Hirte, der vor mir besteht?"
45"Darum hört den Beschluss Jahwehs, den er beschloss über Babel, und seine Gedanken28, die er denkt über das Land der Chaldäer: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, die Geringen der Herde! Wahrlich, ihr Weideland wird sich über sie entsetzen!
46Von dem Ruf: 'Babel ist erobert!', erbebt die Erde, und unter den Völkern vernimmt man das Geschrei."
Fußnoten
- 1 o.: Götzenklötze; o.: Mistkugeln
- 2 i. S. v.: der von uns nicht gebrochen werden soll.
- 3 o.: Eine verlorengegangene Kleinviehherde
- 4 o.: führten sie sie auf Abwege.
- 5 Vgl. Jer 2,20; 3,23.
- 6 o.: ihren Ruheort.
- 7 i. S. v.: Leitböcke; Ziegenböcke
- 8 o.: erfolgreicher
- 9 o.: Doppeltrotz; heb. meratajim
- 10 heb. pekod; meratajim und pekod sind die Namen damaliger babylonischer Ländereien.
- 11 und weihe sie der Vernichtung.
- 12 o.: des ganzen Landes.
- 13 o.: seiner Entrüstung; d. h.: seines Strafgerichts
- 14 o.: die Erde; i. S. v.: die Bewohner der Erde Israels
- 15 o.: die Bewohner Babels macht er zittern.
- 16 o.: Lügendichter; o.: Orakelpriester
- 17 und mutlos
- 18 o.: durch ihre Schreckbilder verhalten sie sich wie von Sinnen.
- 19 eigtl.: Töchter der Straußenhenne; das Wort für "Strauß" ist eigtl. "Wüstenbewohner".
- 20 o.: auf sehr lange Zeit; a.: für immer; das heb. Wort (la-näzach) bed. nicht in jedem Fall "ewig"; vgl. z. B. Spr 21,28.
- 21 o.: Generation für Generation.
- 22 i. S. v.: sich als Gast aufhalten.
- 23 o.: von den zwei Flanken (o.: Rändern; Seiten) des Landes.
- 24 o.: Sichelschwert; o.: Wurfspeer
- 25 und geordneter
- 26 d. h.: den das Gericht vollziehenden Feind o. Feldherrn; so a. Jer 46,18; 48,40; 50,44.
- 27 o.: vor Gericht laden
- 28 i. S. v.: Pläne; Vorhaben