Altes Testament
Jeremia Kapitel 49
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Über die Söhne Ammons: So hat Jahweh gesagt: "Hat denn Israel keine Söhne, oder hat es keinen Erben? Warum hat ihr König1 Gad in Besitz genommen, [warum] wohnt sein Volk in seinen Städten?
2Darum: Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da lasse ich gegen Rabba der Söhne Ammons Kriegsgeschrei erschallen. Es wird zum Schutthaufen2 werden, seine Tochterstädte werden im Feuer verbrannt; <dann> wird Israel seine Erben beerben",3 sagt Jahweh.
3"Heule, Heschbon, denn Ai ist verwüstet! Schreit auf, Töchter von Rabba! Gürtet euch Sacktuch um! Klagt und lauft hin und her in den Hürden; denn ihr König geht in die Gefangenschaft, seine Priester und seine Obersten miteinander.
4Was rühmst du dich der Täler, [und dass] dein Tal überfließt, abtrünnige Tochter, die auf ihre Schätze vertraut4: 'Wer kann an mich herankommen?'
5Siehe! Ich lasse Schrecken über dich kommen", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs der Heere, "von allen rings um dich her. Und versprengt sollt ihr werden, jeder vor sich hin, und da ist niemand, der die Flüchtigen sammelt.
6Hernach aber werde ich das Geschick der Söhne Ammons wenden", ist der Spruch Jahwehs.
7Über Edom: So hat Jahweh der Heere gesagt: "Ist keine Weisheit mehr in Teman? Ist den Verständigen der Rat entschwunden, ist ihre Weisheit ranzig geworden5?
8Flieht, wendet euch [zur Flucht], versteckt euch tief, Bewohner von Dedan, denn Esaus Unglück lasse ich über ihn kommen, die Zeit, da ich ihn heimsuche.
9Wenn Winzer über dich kommen, werden sie keine Nachlese übrig lassen, wenn Diebe in der Nacht [kommen], werden sie Verderben anrichten bis zur Genüge;
10denn ich selbst entblöße Esau, decke seine Verstecke auf. Will er sich verbergen, kann er es nicht. Dahingerafft ist sein Same und seine Brüder und seine Nachbarn; und er ist nicht mehr.
11Überlasse [mir] deine Waisen, ich selbst erhalte sie am Leben. Und deine Witwen - auf mich sollen sie vertrauen."
12Ja, so hat Jahweh gesagt: "Siehe! Die, denen es nicht zukommt6, den Becher zu trinken, müssen ihn trinken. Und du solltest der sein, der ungestraft bleibt? Du wirst nicht ungestraft bleiben, sondern trinken, ja, trinken wirst du!"
13"Fürwahr, ich habe bei mir geschworen", ist der Spruch Jahwehs, "dass Bozra zur <schaurigen> Öde, zur Verhöhnung, zur Zertrümmerung und zum Fluch werden soll und alle seine Städte zu ewigen Trümmern [werden sollen]."
14Eine Kunde habe ich von Jahweh gehört, ein Bote ist unter die Völker gesandt: "Versammelt euch! Kommt über es! Macht euch zum Kampf auf!"
15"Ja, siehe! Ich mache dich klein unter den Völkern, verachtet unter den Menschen.
16Betrogen7 hat dich deine Furchtbarkeit8, die Vermessenheit deines Herzens, der du in den Felsklüften wohnst, die Höhe des Hügels umklammerst9. Baust du dein Nest auch hoch wie der Adler10, selbst von dort stürze ich dich hinab!", - ist der Spruch Jahwehs.
17"Und Edom wird zur <schaurigen> Öde! Jeder, der an ihm vorüberzieht, erschaudert und zischt über alle seine Schlagwunden.
18Wie bei der Umkehrung von Sodom und Gomorra und ihren Nachbar[städten]", sagt Jahweh. "Niemand wird dort wohnen, kein Sohn Adams sich darin aufhalten11.
19Siehe! Wie der Löwe heraufsteigt aus dem Dickicht des Jordans zum Weideland am fließenden [Wasser], so plötzlich werde ich es daraus vertreiben und den, der erwählt ist,12 über es setzen; denn wer ist mir gleich?; und wer will mich vorladen13? Und wer ist der Hirte, der vor mir besteht?"
20Darum hört den Beschluss Jahwehs, den er beschloss über Edom, und seine Gedanken14, die er denkt über Temans Bewohner: "Wahrlich, man wird sie fortschleppen, die Geringen der Herde! Wahrlich, ihr Weideland wird sich über sie entsetzen!15
21Vom Getöse ihres Falls erbebt die Erde; und am Schilfmeer vernimmt man den Widerhall von ihrem Geschrei.
22Siehe! Wie der Adler16 zieht er herauf und fliegt und breitet über Bozra seine Flügel. Das Herz der Helden Edoms wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in Wehen."
23Über Damaskus: "Beschämt ist Hamat - und Arpad, denn sie haben schlimme Nachricht gehört, sie bangen17; am Meer ist Besorgnis, man vermag nicht zur Ruhe zu kommen.
24Damaskus wird bestürzt18; es wendet sich zum Fliehen, und Schrecken hat es gepackt, Angst und Wehen haben es erfasst wie die Gebärende.
25Wie <kam's>, dass nicht19 verlassen wurde die Stadt des Ruhms, die feste Stadt meiner Freude?
26Darum müssen ihre jungen Männer fallen auf ihren Plätzen, alle Kriegsmänner verstummen an jenem Tag", ist der Spruch Jahwehs der Heere.
27"An die Mauer von Damaskus lege ich Feuer, verzehren wird es die Prachtbauten Ben-Hadads."
28Über Kedar und über die Königreiche von Hazor, die Nebukadnezar, der König von Babel, schlug, hat Jahweh so gesagt: "Auf, zieht herauf nach Kedar und überwältigt die Söhne des Ostens.
29Ihre Zelte, ihr Kleinvieh nimmt man weg, ihre Zeltdecken und all ihre Geräte; ihre Kamele entführt man ihnen, man ruft über sie aus: 'Schrecken ringsum!'
30Flieht! Flüchtet sehr [schnell]! Versteckt euch tief, Bewohner von Hazor", ist der Spruch Jahwehs, "denn Nebukadnezar, der König von Babel, beschließt gegen euch einen Beschluss, plant gegen euch einen Plan."
31"Macht euch auf, zieht hinauf gegen ein sorgloses Volk*, das in Sicherheit wohnt!", ist der Spruch Jahwehs. "Es hat weder Tore noch Riegel; sie wohnen für sich.
32Zum Raub werden ihre Kamele, zur Beute wird die Menge ihrer Herden. In alle Winde zerstreue ich sie, sie, die mit gestutzten [Haar]rändern! Von allen Seiten lass ich kommen ihr Unglück", ist der Spruch Jahwehs.
33"Hazor wird zur Behausung der Schakale, zur Einöde für ewig. Niemand wird dort wohnen, kein Sohn Adams sich darin aufhalten20."
34Das Wort Jahwehs, das zu Jeremia, dem Propheten, geschah über Elam, im Anfang der Königsherrschaft Zedekias, des Königs von Juda:
35So hat Jahweh der Heere gesagt: "Siehe! Ich breche den Bogen Elams, den Anfang21 ihrer Heldenstärke.
36Und ich lasse über Elam kommen die vier Winde von den vier Enden der Himmel und zerstreue sie nach allen diesen Winden. Und es soll kein Volk* geben, wohin Versprengte Elams nicht kommen.
37Ich mache Elam verzagt vor ihren Feinden, vor denen, die nach ihrer Seele trachten, und bringe Unheil über sie, die Glut meines Zorns." - ist der Spruch Jahwehs. "Hinter ihnen her schicke ich das Schwert, bis ich sie aufgerieben habe.
38Ich stelle meinen Thron22 auf in Elam und lasse von dort schwinden23 König und Oberste", ist der Spruch Jahwehs.
39"Und es wird geschehen in der späteren [Zeit] der Tage24, da werde ich wenden das Geschick Elams", ist der Spruch Jahwehs.
2Darum: Siehe! Tage kommen", ist der Spruch Jahwehs, "da lasse ich gegen Rabba der Söhne Ammons Kriegsgeschrei erschallen. Es wird zum Schutthaufen2 werden, seine Tochterstädte werden im Feuer verbrannt; <dann> wird Israel seine Erben beerben",3 sagt Jahweh.
3"Heule, Heschbon, denn Ai ist verwüstet! Schreit auf, Töchter von Rabba! Gürtet euch Sacktuch um! Klagt und lauft hin und her in den Hürden; denn ihr König geht in die Gefangenschaft, seine Priester und seine Obersten miteinander.
4Was rühmst du dich der Täler, [und dass] dein Tal überfließt, abtrünnige Tochter, die auf ihre Schätze vertraut4: 'Wer kann an mich herankommen?'
5Siehe! Ich lasse Schrecken über dich kommen", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs der Heere, "von allen rings um dich her. Und versprengt sollt ihr werden, jeder vor sich hin, und da ist niemand, der die Flüchtigen sammelt.
6Hernach aber werde ich das Geschick der Söhne Ammons wenden", ist der Spruch Jahwehs.
7Über Edom: So hat Jahweh der Heere gesagt: "Ist keine Weisheit mehr in Teman? Ist den Verständigen der Rat entschwunden, ist ihre Weisheit ranzig geworden5?
8Flieht, wendet euch [zur Flucht], versteckt euch tief, Bewohner von Dedan, denn Esaus Unglück lasse ich über ihn kommen, die Zeit, da ich ihn heimsuche.
9Wenn Winzer über dich kommen, werden sie keine Nachlese übrig lassen, wenn Diebe in der Nacht [kommen], werden sie Verderben anrichten bis zur Genüge;
10denn ich selbst entblöße Esau, decke seine Verstecke auf. Will er sich verbergen, kann er es nicht. Dahingerafft ist sein Same und seine Brüder und seine Nachbarn; und er ist nicht mehr.
11Überlasse [mir] deine Waisen, ich selbst erhalte sie am Leben. Und deine Witwen - auf mich sollen sie vertrauen."
12Ja, so hat Jahweh gesagt: "Siehe! Die, denen es nicht zukommt6, den Becher zu trinken, müssen ihn trinken. Und du solltest der sein, der ungestraft bleibt? Du wirst nicht ungestraft bleiben, sondern trinken, ja, trinken wirst du!"
13"Fürwahr, ich habe bei mir geschworen", ist der Spruch Jahwehs, "dass Bozra zur <schaurigen> Öde, zur Verhöhnung, zur Zertrümmerung und zum Fluch werden soll und alle seine Städte zu ewigen Trümmern [werden sollen]."
14Eine Kunde habe ich von Jahweh gehört, ein Bote ist unter die Völker gesandt: "Versammelt euch! Kommt über es! Macht euch zum Kampf auf!"
15"Ja, siehe! Ich mache dich klein unter den Völkern, verachtet unter den Menschen.
16Betrogen7 hat dich deine Furchtbarkeit8, die Vermessenheit deines Herzens, der du in den Felsklüften wohnst, die Höhe des Hügels umklammerst9. Baust du dein Nest auch hoch wie der Adler10, selbst von dort stürze ich dich hinab!", - ist der Spruch Jahwehs.
17"Und Edom wird zur <schaurigen> Öde! Jeder, der an ihm vorüberzieht, erschaudert und zischt über alle seine Schlagwunden.
18Wie bei der Umkehrung von Sodom und Gomorra und ihren Nachbar[städten]", sagt Jahweh. "Niemand wird dort wohnen, kein Sohn Adams sich darin aufhalten11.
19Siehe! Wie der Löwe heraufsteigt aus dem Dickicht des Jordans zum Weideland am fließenden [Wasser], so plötzlich werde ich es daraus vertreiben und den, der erwählt ist,12 über es setzen; denn wer ist mir gleich?; und wer will mich vorladen13? Und wer ist der Hirte, der vor mir besteht?"
20Darum hört den Beschluss Jahwehs, den er beschloss über Edom, und seine Gedanken14, die er denkt über Temans Bewohner: "Wahrlich, man wird sie fortschleppen, die Geringen der Herde! Wahrlich, ihr Weideland wird sich über sie entsetzen!15
21Vom Getöse ihres Falls erbebt die Erde; und am Schilfmeer vernimmt man den Widerhall von ihrem Geschrei.
22Siehe! Wie der Adler16 zieht er herauf und fliegt und breitet über Bozra seine Flügel. Das Herz der Helden Edoms wird an jenem Tag sein wie das Herz einer Frau in Wehen."
23Über Damaskus: "Beschämt ist Hamat - und Arpad, denn sie haben schlimme Nachricht gehört, sie bangen17; am Meer ist Besorgnis, man vermag nicht zur Ruhe zu kommen.
24Damaskus wird bestürzt18; es wendet sich zum Fliehen, und Schrecken hat es gepackt, Angst und Wehen haben es erfasst wie die Gebärende.
25Wie <kam's>, dass nicht19 verlassen wurde die Stadt des Ruhms, die feste Stadt meiner Freude?
26Darum müssen ihre jungen Männer fallen auf ihren Plätzen, alle Kriegsmänner verstummen an jenem Tag", ist der Spruch Jahwehs der Heere.
27"An die Mauer von Damaskus lege ich Feuer, verzehren wird es die Prachtbauten Ben-Hadads."
28Über Kedar und über die Königreiche von Hazor, die Nebukadnezar, der König von Babel, schlug, hat Jahweh so gesagt: "Auf, zieht herauf nach Kedar und überwältigt die Söhne des Ostens.
29Ihre Zelte, ihr Kleinvieh nimmt man weg, ihre Zeltdecken und all ihre Geräte; ihre Kamele entführt man ihnen, man ruft über sie aus: 'Schrecken ringsum!'
30Flieht! Flüchtet sehr [schnell]! Versteckt euch tief, Bewohner von Hazor", ist der Spruch Jahwehs, "denn Nebukadnezar, der König von Babel, beschließt gegen euch einen Beschluss, plant gegen euch einen Plan."
31"Macht euch auf, zieht hinauf gegen ein sorgloses Volk*, das in Sicherheit wohnt!", ist der Spruch Jahwehs. "Es hat weder Tore noch Riegel; sie wohnen für sich.
32Zum Raub werden ihre Kamele, zur Beute wird die Menge ihrer Herden. In alle Winde zerstreue ich sie, sie, die mit gestutzten [Haar]rändern! Von allen Seiten lass ich kommen ihr Unglück", ist der Spruch Jahwehs.
33"Hazor wird zur Behausung der Schakale, zur Einöde für ewig. Niemand wird dort wohnen, kein Sohn Adams sich darin aufhalten20."
34Das Wort Jahwehs, das zu Jeremia, dem Propheten, geschah über Elam, im Anfang der Königsherrschaft Zedekias, des Königs von Juda:
35So hat Jahweh der Heere gesagt: "Siehe! Ich breche den Bogen Elams, den Anfang21 ihrer Heldenstärke.
36Und ich lasse über Elam kommen die vier Winde von den vier Enden der Himmel und zerstreue sie nach allen diesen Winden. Und es soll kein Volk* geben, wohin Versprengte Elams nicht kommen.
37Ich mache Elam verzagt vor ihren Feinden, vor denen, die nach ihrer Seele trachten, und bringe Unheil über sie, die Glut meines Zorns." - ist der Spruch Jahwehs. "Hinter ihnen her schicke ich das Schwert, bis ich sie aufgerieben habe.
38Ich stelle meinen Thron22 auf in Elam und lasse von dort schwinden23 König und Oberste", ist der Spruch Jahwehs.
39"Und es wird geschehen in der späteren [Zeit] der Tage24, da werde ich wenden das Geschick Elams", ist der Spruch Jahwehs.
Fußnoten
- 1 heb. malkam; wahrsch. eine Anspielung auf Milkom (o. Molech bzw. Moloch), einen Götzen der Ammoniter.
- 2 eigtl.: Hügel (o.: Abhang) der Verwüstung
- 3 o.: Israel wird die in Besitz nehmen, die es in Besitz genommen haben.
- 4 o.: die sich mit ihren Schätzen Sichernde
- 5 o.: stinkend geworden.
- 6 o.: deren Strafgericht es nicht <im selben Maß wie bei dir> ist
- 7 und verleitet
- 8 eigtl.: dein Schrecken-Erregen
- 9 o.: besetzt hältst.
- 10 o.: Gänsegeier
- 11 i. S. v.: sich als Gast aufhalten.
- 12 d. h.: den das Gericht vollziehenden Feind o. Feldherrn; so a. Jer 46,18; 48,40; 50,44.
- 13 o.: vor Gericht laden.
- 14 i. S. v.: Pläne; Vorhaben
- 15 eigtl.: Wenn ihr Weideland sich über sie nicht entsetzen wird ...! (im Heb. eine Schwurformel in Form eines Nebensatzes, der nicht fortgesetzt wird; nur der erste Teil wird ausgesprochen.)
- 16 o.: der Gänsegeier
- 17 o.: wanken; zergehen; verzagen.
- 18 und mutlos
- 19 d. h.: nicht rechtzeitig
- 20 i. S. v.: sich als Gast aufhalten.
- 21 o.: das Ersterzeugnis; das Beste; die Vorzüglichkeit
- 22 d. h.: meinen Gerichtsthron
- 23 o.: lasse von dort [weg] umkommen
- 24 o.: in fernen Tagen; o.: in der Folgezeit