Altes Testament
Jesaja Kapitel 28
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Wehe der Stolzeskrone der Betrunkenen Ephraims, der welkenden Blüte seiner prachtvollen Zierde - auf dem Hügel1 des fetten2 Tals der vom Wein Überwältigten!
2Siehe! Einen Starken hat der Herr [bereit], einen Mächtigen3: Wie ein Hagelsturm, wie ein verheerender Sturmwind, wie ein Guss von mächtigen, flutenden Wassern reißt er [sie] mit der Hand zur Erde.
3Mit Füßen wird getreten werden die Stolzeskrone der Betrunkenen Ephraims.
4Der welkenden Blüte seiner prachtvollen Zierde, die auf dem Hügel des fetten Tals <ist>, wird es ergehen wie dessen Frühfeige vor der Sommerernte: Wer sie erblickt, verschlingt sie, kaum dass er sie in der Faust hat.
5An jenem Tag wird Jahweh der Heere zur zierenden Krone sein und zum prachtvollen Kranz dem Überrest seines Volkes,
6und zum Geist des Gerichts denen, die zu Gericht sitzen4, und zur Heldenstärke5 denen, die den Kampf zurückdrängen zum Tor.
7Und auch noch diese wanken vom Wein, taumeln vom Rauschtrank: Priester und Prophet, sie wanken vom Rauschtrank, sind benommen vom Wein, taumeln vom Rauschtrank, wanken6 bei der Schauung7, schwanken beim Rechtsprechen.
8Ja, alle Tische sind voll von Gespei, voll Unflat, nirgends ist mehr Raum.
9Wen will er Kenntnis lehren, wem die Botschaft zu verstehen geben8? Solchen, die von der Milch entwöhnt, die von den Brüsten abgesetzt sind?
10Ja, zaw la-zaw, zaw la-zaw, kaw la-kaw, kaw la-kaw, se-ir scham, se-ir scham!9
11Ja, durch stammelnde10 Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden,
12er, der zu ihnen sagte: "Dieses ist die Ruhe. Schafft Ruhe dem Ermatteten. Und dieses ist die Ruhestatt11!" Aber sie wollten nicht hören.
13Und das Wort Jahwehs wird ihnen sein: "Zaw la-zaw, zaw la-zaw, kaw la-kaw, kaw la-kaw, se-ir scham, se-ir scham!", damit sie hingehen und rückwärts stürzen12 und zerschmettert werden, verstrickt und gefangen werden.
14Darum hört das Wort Jahwehs, ihr Männer des Spotts13, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist!
15Ja, ihr sagt: "Wir haben einen Bund geschlossen mit dem Tod und mit dem Scheol14 einen Vertrag gemacht: Wenn die überflutende Geißel einherfährt, wird sie an uns nicht kommen; denn Lüge haben wir uns zur Zuflucht gemacht, und im Trug15 haben wir uns versteckt."
16"Darum", so sagt der Herr, Jahweh: "Siehe! Ich lege16 in Zion einen Stein, einen bewährten17 Stein, einen kostbaren Eckstein, eine fest gegründete Grundlage. Wer glaubt, wird nicht fliehen18.
17Und ich mache das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird wegraffen die Zuflucht der Lüge, und Gewässer werden schwemmen das Versteck.
18Gelöscht19 wird euer Bund mit dem Tod, und nicht bestehen wird euer Vertrag mit dem Scheol! Wenn die überflutende Geißel einherfährt, werdet ihr von ihr zertreten werden.
19Sooft sie einherfährt, wird sie euch fassen!, denn Morgen für Morgen fährt sie einher, bei Tag und bei Nacht, und [schon] das Vernehmen der Botschaft20 wird lauter Entsetzen sein;
20denn das Bett wird zu kurz sein, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich einzuhüllen."
21Fürwahr, wie am Berg Perazim wird Jahweh sich aufmachen, wie im Tal von Gibeon wird er rasen: um sein Werk zu tun - seltsam21 ist sein Werk! - und seine Arbeit zu verrichten - befremdlich ist seine Arbeit!
22Und nun benehmt euch nicht frech, damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden, denn Vernichtung und Festbeschlossenes habe ich gehört von Seiten meines Herrn, Jahwehs der Heere, über das ganze Land.
23Nehmt zu Ohren und hört meine Stimme, merkt auf und hört meine Rede!
24Pflügt wohl der Pflüger den ganzen Tag, um zu säen? Furcht und eggt er [den ganzen Tag] seinen Erdboden?
25Ist es nicht so?: wenn er dessen Fläche geebnet hat, streut er Dill22 und sät Kümmel und wirft Weizen in Reihen23 und Gerste auf die abgesteckte [Stelle] und Dinkel24 an seinen Rand.
26Es unterwies ihn sein Gott zum rechten [Vorgehen]; er lehrte ihn;
27denn Dill wird nicht mit der Dreschscheibe ausgedroschen und das Wagenrad nicht über Kümmel gerollt; Dill wird ja mit dem Stab ausgeschlagen und Kümmel mit dem Stock.
28Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht immerfort drischt er es. Und treibt er das Rad seines Wagens und seine Pferde darüber, so zermalmt er es [doch] nicht.
29Auch dieses geht aus von Jahweh der Heere. Er hat wunderbaren Rat, besitzt große Klugheit.
2Siehe! Einen Starken hat der Herr [bereit], einen Mächtigen3: Wie ein Hagelsturm, wie ein verheerender Sturmwind, wie ein Guss von mächtigen, flutenden Wassern reißt er [sie] mit der Hand zur Erde.
3Mit Füßen wird getreten werden die Stolzeskrone der Betrunkenen Ephraims.
4Der welkenden Blüte seiner prachtvollen Zierde, die auf dem Hügel des fetten Tals <ist>, wird es ergehen wie dessen Frühfeige vor der Sommerernte: Wer sie erblickt, verschlingt sie, kaum dass er sie in der Faust hat.
5An jenem Tag wird Jahweh der Heere zur zierenden Krone sein und zum prachtvollen Kranz dem Überrest seines Volkes,
6und zum Geist des Gerichts denen, die zu Gericht sitzen4, und zur Heldenstärke5 denen, die den Kampf zurückdrängen zum Tor.
7Und auch noch diese wanken vom Wein, taumeln vom Rauschtrank: Priester und Prophet, sie wanken vom Rauschtrank, sind benommen vom Wein, taumeln vom Rauschtrank, wanken6 bei der Schauung7, schwanken beim Rechtsprechen.
8Ja, alle Tische sind voll von Gespei, voll Unflat, nirgends ist mehr Raum.
9Wen will er Kenntnis lehren, wem die Botschaft zu verstehen geben8? Solchen, die von der Milch entwöhnt, die von den Brüsten abgesetzt sind?
10Ja, zaw la-zaw, zaw la-zaw, kaw la-kaw, kaw la-kaw, se-ir scham, se-ir scham!9
11Ja, durch stammelnde10 Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden,
12er, der zu ihnen sagte: "Dieses ist die Ruhe. Schafft Ruhe dem Ermatteten. Und dieses ist die Ruhestatt11!" Aber sie wollten nicht hören.
13Und das Wort Jahwehs wird ihnen sein: "Zaw la-zaw, zaw la-zaw, kaw la-kaw, kaw la-kaw, se-ir scham, se-ir scham!", damit sie hingehen und rückwärts stürzen12 und zerschmettert werden, verstrickt und gefangen werden.
14Darum hört das Wort Jahwehs, ihr Männer des Spotts13, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist!
15Ja, ihr sagt: "Wir haben einen Bund geschlossen mit dem Tod und mit dem Scheol14 einen Vertrag gemacht: Wenn die überflutende Geißel einherfährt, wird sie an uns nicht kommen; denn Lüge haben wir uns zur Zuflucht gemacht, und im Trug15 haben wir uns versteckt."
16"Darum", so sagt der Herr, Jahweh: "Siehe! Ich lege16 in Zion einen Stein, einen bewährten17 Stein, einen kostbaren Eckstein, eine fest gegründete Grundlage. Wer glaubt, wird nicht fliehen18.
17Und ich mache das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird wegraffen die Zuflucht der Lüge, und Gewässer werden schwemmen das Versteck.
18Gelöscht19 wird euer Bund mit dem Tod, und nicht bestehen wird euer Vertrag mit dem Scheol! Wenn die überflutende Geißel einherfährt, werdet ihr von ihr zertreten werden.
19Sooft sie einherfährt, wird sie euch fassen!, denn Morgen für Morgen fährt sie einher, bei Tag und bei Nacht, und [schon] das Vernehmen der Botschaft20 wird lauter Entsetzen sein;
20denn das Bett wird zu kurz sein, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich einzuhüllen."
21Fürwahr, wie am Berg Perazim wird Jahweh sich aufmachen, wie im Tal von Gibeon wird er rasen: um sein Werk zu tun - seltsam21 ist sein Werk! - und seine Arbeit zu verrichten - befremdlich ist seine Arbeit!
22Und nun benehmt euch nicht frech, damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden, denn Vernichtung und Festbeschlossenes habe ich gehört von Seiten meines Herrn, Jahwehs der Heere, über das ganze Land.
23Nehmt zu Ohren und hört meine Stimme, merkt auf und hört meine Rede!
24Pflügt wohl der Pflüger den ganzen Tag, um zu säen? Furcht und eggt er [den ganzen Tag] seinen Erdboden?
25Ist es nicht so?: wenn er dessen Fläche geebnet hat, streut er Dill22 und sät Kümmel und wirft Weizen in Reihen23 und Gerste auf die abgesteckte [Stelle] und Dinkel24 an seinen Rand.
26Es unterwies ihn sein Gott zum rechten [Vorgehen]; er lehrte ihn;
27denn Dill wird nicht mit der Dreschscheibe ausgedroschen und das Wagenrad nicht über Kümmel gerollt; Dill wird ja mit dem Stab ausgeschlagen und Kümmel mit dem Stock.
28Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht immerfort drischt er es. Und treibt er das Rad seines Wagens und seine Pferde darüber, so zermalmt er es [doch] nicht.
29Auch dieses geht aus von Jahweh der Heere. Er hat wunderbaren Rat, besitzt große Klugheit.
Fußnoten
- 1 o.: Gipfel (Samaria lag auf einer Anhöhe.)
- 2 d. h.: fruchtbaren; so a. V. 4.
- 3 Gemeint sind die Assyrer.
- 4 d. h.: für die Richter (im Heb. kollektive Einzahl)
- 5 o.: zum Heldenmut
- 6 o.: gehen Irre
- 7 d. h.: beim Sehen der Gerichtsvisionen
- 8 o.: verständlich machen
- 9 Die Wörter ahmen die lallende Rede der die Propheten Verspottenden nach. Man könnte sie übersetzen mit: "Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig!"; andere übertragen frei: "Tu du dies, tu du das! Mach mal dies, mach mal das! Hier ein wenig, da ein wenig!"
- 10 d. h.: unverständliche
- 11 o.: die Erquickung
- 12 Grundbed.: stolpern <und fallen>
- 13 o.: der Frechheit; des Übermuts
- 14 D. i. der Bereich der Toten; oft synonym für "Tod".
- 15 und in der Täuschung
- 16 eigtl.: Ich gründe; ich lege als Grundstein
- 17 o.: geprüften
- 18 n. der gr. Üsg. u. Röm 9,33; 1Petr 2,6: "Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden".
- 19 i. S. v.: Aufgehoben; außer Kraft gesetzt
- 20 d. h.: die (an sie) erteilte Strafpredigt (näml. die Geißel, V. 18)
- 21 o.: fremd; Grundbed.: auswärtig; ausländisch
- 22 o.: Schwarzkümmel; so a. Jes 28,27.
- 23 o.: in Saatstreifen
- 24 o.: Emmer; d. i. eine Weizenart, auch "Zweikorn" genannt.