Altes Testament
Jesaja Kapitel 47
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1"Steige herab und setze dich in den Staub, Jungfrau, Tochter Babel! Setze dich zur Erde, ohne Thron, Tochter der Chaldäer, denn man wird dich nicht länger nennen 'Verweichlichte' und 'Verwöhnte'.
2Nimm die <zwei> Mühlsteine1 und mahle Mehl! Decke deinen Schleier auf! Zieh die Schleppe2 hoch! Entblöße den Schenkel3! Wate durch [die] Ströme!
3Aufgedeckt werde deine Blöße4! Ja, gesehen werde deine Schande! Ich nehme Rache und verschone die Menschen nicht." -
4Unser Erlöser, Jahweh der Heere ist sein Name, <ist> der Heilige Israels! -
5"Sitze stumm und tritt ein ins Dunkel, Tochter der Chaldäer, denn man wird dich nicht länger nennen 'Herrin der Königreiche'!
6Ich war erzürnt über mein Volk, so entheiligte ich mein Erbteil, ich gab sie in deine Hand. Kein Erbarmen hast du ihnen erwiesen, dem Greis machtest du dein Joch sehr schwer.
7Und du sagtest <dir>: 'Auf ewig werde ich Herrin sein!' Du nahmst dir diese Dinge nicht zu Herzen, bedachtest nicht den Ausgang davon5.
8Und nun höre dieses, Wollüstige6, die in Sicherheit7 wohnt, die in ihrem Herzen sagt: 'Ich und keine sonst! Ich werde nicht als Witwe sitzen, und Kinderlosigkeit8 werde ich nicht sehen.'
9So wird dieses beides über dich kommen, plötzlich, an einem Tag: Kinderlosigkeit und Witwenschaft! In vollem Maße kommen sie über dich, trotz der Menge deiner Zaubereien, trotz der großen Fülle deiner Bannsprüche.
10Aber du vertrautest auf deine Bosheit.9 Du sagtest: 'Niemand sieht mich.' Deine Weisheit und dein Wissen, das hat dich irregeführt. Und du sagtest in deinem Herzen: 'Ich und sonst keine!'
11<So> wird Unheil über dich kommen, das du nicht wegzuzaubern weißt, und Verderben dich überfallen, das du nicht abzuwenden10 vermagst, und plötzlicher Untergang über dich kommen, den du nicht ahnst11."
12"O tritt auf mit deinen Bannsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien, mit denen du dich abgemüht hast von deiner Jugend an! Vielleicht wirst du Nutzen haben. Vielleicht wirst du Furcht einflößen.
13Abgemüht hast du dich mit der Menge deiner Ratschlüsse12. Sollen sie doch auftreten und dich retten, die Himmelseinteiler13, die Sternbeschauer, die an jedem Neumond ankündigen, was über dich kommen werde! -
14Siehe! Sie sind wie Strohstoppeln. Feuer verbrennt sie. Sie können ihre Seele14 nicht retten vor der Gewalt der Flamme - keine Kohlenglut, um sich zu wärmen, ist es, [kein] Feuer, um davor zu sitzen.
15So sind die für dich geworden, um die du dich gemüht hast, deine Handelspartner von deiner Jugend an: Sie taumeln, jeder nach seiner Seite hin. Keiner ist [da], der dir hilft."
2Nimm die <zwei> Mühlsteine1 und mahle Mehl! Decke deinen Schleier auf! Zieh die Schleppe2 hoch! Entblöße den Schenkel3! Wate durch [die] Ströme!
3Aufgedeckt werde deine Blöße4! Ja, gesehen werde deine Schande! Ich nehme Rache und verschone die Menschen nicht." -
4Unser Erlöser, Jahweh der Heere ist sein Name, <ist> der Heilige Israels! -
5"Sitze stumm und tritt ein ins Dunkel, Tochter der Chaldäer, denn man wird dich nicht länger nennen 'Herrin der Königreiche'!
6Ich war erzürnt über mein Volk, so entheiligte ich mein Erbteil, ich gab sie in deine Hand. Kein Erbarmen hast du ihnen erwiesen, dem Greis machtest du dein Joch sehr schwer.
7Und du sagtest <dir>: 'Auf ewig werde ich Herrin sein!' Du nahmst dir diese Dinge nicht zu Herzen, bedachtest nicht den Ausgang davon5.
8Und nun höre dieses, Wollüstige6, die in Sicherheit7 wohnt, die in ihrem Herzen sagt: 'Ich und keine sonst! Ich werde nicht als Witwe sitzen, und Kinderlosigkeit8 werde ich nicht sehen.'
9So wird dieses beides über dich kommen, plötzlich, an einem Tag: Kinderlosigkeit und Witwenschaft! In vollem Maße kommen sie über dich, trotz der Menge deiner Zaubereien, trotz der großen Fülle deiner Bannsprüche.
10Aber du vertrautest auf deine Bosheit.9 Du sagtest: 'Niemand sieht mich.' Deine Weisheit und dein Wissen, das hat dich irregeführt. Und du sagtest in deinem Herzen: 'Ich und sonst keine!'
11<So> wird Unheil über dich kommen, das du nicht wegzuzaubern weißt, und Verderben dich überfallen, das du nicht abzuwenden10 vermagst, und plötzlicher Untergang über dich kommen, den du nicht ahnst11."
12"O tritt auf mit deinen Bannsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien, mit denen du dich abgemüht hast von deiner Jugend an! Vielleicht wirst du Nutzen haben. Vielleicht wirst du Furcht einflößen.
13Abgemüht hast du dich mit der Menge deiner Ratschlüsse12. Sollen sie doch auftreten und dich retten, die Himmelseinteiler13, die Sternbeschauer, die an jedem Neumond ankündigen, was über dich kommen werde! -
14Siehe! Sie sind wie Strohstoppeln. Feuer verbrennt sie. Sie können ihre Seele14 nicht retten vor der Gewalt der Flamme - keine Kohlenglut, um sich zu wärmen, ist es, [kein] Feuer, um davor zu sitzen.
15So sind die für dich geworden, um die du dich gemüht hast, deine Handelspartner von deiner Jugend an: Sie taumeln, jeder nach seiner Seite hin. Keiner ist [da], der dir hilft."
Fußnoten
- 1 Gemeint ist die Betätigung der Handmühle, ein niedriger Sklavendienst.
- 2 d. h.: den Rocksaum des Kleides; den Rock
- 3 o.: das Bein; das Wort kann den Oberschenkel oder den Unterschenkel bezeichnen.
- 4 o.: deine Scham
- 5 w.: sein Späteres.
- 6 o.: Üppige
- 7 und Sorglosigkeit
- 8 i. S. v.: den Verlust <meiner> Kinder; so a. i. Folg.
- 9 i. S. v.: fühltest dich sicher in deiner Bosheit.
- 10 o.: wegzuwischen; Grundbed.: sühnen; decken
- 11 o.: nicht wahrnehmen wirst können; o.: [noch] nie erlebt hast.
- 12 und Pläne.
- 13 d. i.: die die Himmel (in Felder) abteilen (vmtl., um das Horoskop zu lesen); n. d. gr. Üsg.: die Astrologen des Himmels
- 14 d. h.: ihr Leben