Altes Testament
Jesaja Kapitel 42
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
1"Siehe! Mein Knecht, den ich stütze1, mein Erwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat2: Ich gebe meinen Geist auf ihn. Den Völkern trägt er das Recht3 hinaus.
2Er wird nicht schreien und nicht erheben und hören lassen seine Stimme auf der Straße.
3Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht löschen. In Treue4 trägt er das Recht hinaus.
4Er wird nicht verglimmen, und er wird nicht einknicken, bis er das Recht aufgerichtet5 hat auf Erden. Und auf seine Weisung warten die Küstenländer6."
5So sagt Gott, <der Starke>, Jahweh, der die Himmel schafft und sie ausspannt7, der die Erde8 ausbreitet9 mitsamt dem, was ihr entsprosst, der dem Volk auf ihr den Lebenshauch10 gibt und den Odem11 denen, die darauf wandeln:
6"Ich, Jahweh, ich rufe dich in Gerechtigkeit12 und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und setze dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Völker,
7blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu führen, aus dem Gefängnis, die in Finsternis sitzen.
8Ich bin Jahweh, das ist mein Name, und meine Ehre13 gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Schnitzbildern.
9Das Frühere - siehe! - es ist eingetroffen. Und das Neue - ich tue es kund. Ehe es sprosst, lasse ich es euch hören."
10Singt Jahweh ein neues Lied, seinen Ruhm vom Ende der Erde, Befahrer des Meeres und alles, was es füllt, Küstenländer und ihre Bewohner!
11Es sollen [ihre Stimme] erheben die Wüste und ihre Städte [und] die Gehöfte, die Kedar bewohnt! Es sollen jubeln die Bewohner von Sela. Vom Gipfel der Berge jauchze man laut.
12Man gebe Jahweh die Ehre und verkünde seinen Ruhm in den Küstenländern.
13Jahweh zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er den Eifer, er schmettert [den Schlachtruf], ja, er erhebt gellendes Feldgeschrei, erweist sich als Held gegen seine Feinde:
14"Seit ewiger [Zeit] habe ich geschwiegen, war ich ruhig, habe ich mich zurückgehalten. [Aber] ich will aufschreien wie die Gebärende, keuchen und <nach Luft> schnappen zugleich.
15Berge und Hügel dörre ich aus, und all ihr Gewächs lasse ich verdorren. Und Ströme mache ich zu Küstenländern, und Teiche lege ich trocken.
16Und ich lasse die Blinden gehen auf einem Weg, den sie nicht kennen. Auf Pfaden, die sie nicht kennen, mache ich sie wandeln <und leite ich sie>. Dunkelheit mache ich vor ihnen zum Licht; und das Holprige mache ich zur Ebene. - Diese <sind> die Worte, die ich tun werde, und ich werde nicht von ihnen ablassen.
17Zurückweichen müssen sie, nach hinten, gänzlich zuschanden werden, sie, die auf Schnitzbilder vertrauen, die zum gegossenen Bild sagen: 'Ihr seid unsere Götter!'"
18"Hört, ihr Tauben! Und ihr Blinden, blickt auf, um zu sehen!
19Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht, und taub, wie mein Bote, den ich sende? Wer ist blind wie Meschullam14 und blind wie der Knecht Jahwehs?
20Gesehen hast du vieles, aber du hast es nicht beachtet. Die Ohren hatte er offen, aber er hörte nicht."
21Jahweh gefiel es seiner Gerechtigkeit wegen15, die Weisung16 groß und herrlich zu machen.
22Es aber ist ein beraubtes, geplündertes Volk! Gefesselt in Löchern hat man sie alle und in Kerkern verborgen gehalten. Sie sind zur Beute geworden, zur Plünderung, und da war kein Retter, niemand, der sagte: "Gib zurück!"
23Wer unter euch nimmt dieses zu Ohren, [wer] gibt acht, dass er künftig darauf höre?
24Wer gab Jakob der Beraubung hin und Israel den Plünderern? [War es] nicht Jahweh, er, gegen den wir sündigten? Und sie waren nicht gewillt in seinen Wegen zu wandeln! Und auf seine Weisung hörten sie nicht!
25Da goss er über ihn17 aus die grimmige Glut seines Zorns und das Wüten des Krieges, und er versengte ihn ringsum - er aber hat nicht erkannt - und er steckte ihn in Brand - er aber nahm's nicht zu Herzen.
2Er wird nicht schreien und nicht erheben und hören lassen seine Stimme auf der Straße.
3Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht löschen. In Treue4 trägt er das Recht hinaus.
4Er wird nicht verglimmen, und er wird nicht einknicken, bis er das Recht aufgerichtet5 hat auf Erden. Und auf seine Weisung warten die Küstenländer6."
5So sagt Gott, <der Starke>, Jahweh, der die Himmel schafft und sie ausspannt7, der die Erde8 ausbreitet9 mitsamt dem, was ihr entsprosst, der dem Volk auf ihr den Lebenshauch10 gibt und den Odem11 denen, die darauf wandeln:
6"Ich, Jahweh, ich rufe dich in Gerechtigkeit12 und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und setze dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Völker,
7blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu führen, aus dem Gefängnis, die in Finsternis sitzen.
8Ich bin Jahweh, das ist mein Name, und meine Ehre13 gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Schnitzbildern.
9Das Frühere - siehe! - es ist eingetroffen. Und das Neue - ich tue es kund. Ehe es sprosst, lasse ich es euch hören."
10Singt Jahweh ein neues Lied, seinen Ruhm vom Ende der Erde, Befahrer des Meeres und alles, was es füllt, Küstenländer und ihre Bewohner!
11Es sollen [ihre Stimme] erheben die Wüste und ihre Städte [und] die Gehöfte, die Kedar bewohnt! Es sollen jubeln die Bewohner von Sela. Vom Gipfel der Berge jauchze man laut.
12Man gebe Jahweh die Ehre und verkünde seinen Ruhm in den Küstenländern.
13Jahweh zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er den Eifer, er schmettert [den Schlachtruf], ja, er erhebt gellendes Feldgeschrei, erweist sich als Held gegen seine Feinde:
14"Seit ewiger [Zeit] habe ich geschwiegen, war ich ruhig, habe ich mich zurückgehalten. [Aber] ich will aufschreien wie die Gebärende, keuchen und <nach Luft> schnappen zugleich.
15Berge und Hügel dörre ich aus, und all ihr Gewächs lasse ich verdorren. Und Ströme mache ich zu Küstenländern, und Teiche lege ich trocken.
16Und ich lasse die Blinden gehen auf einem Weg, den sie nicht kennen. Auf Pfaden, die sie nicht kennen, mache ich sie wandeln <und leite ich sie>. Dunkelheit mache ich vor ihnen zum Licht; und das Holprige mache ich zur Ebene. - Diese <sind> die Worte, die ich tun werde, und ich werde nicht von ihnen ablassen.
17Zurückweichen müssen sie, nach hinten, gänzlich zuschanden werden, sie, die auf Schnitzbilder vertrauen, die zum gegossenen Bild sagen: 'Ihr seid unsere Götter!'"
18"Hört, ihr Tauben! Und ihr Blinden, blickt auf, um zu sehen!
19Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht, und taub, wie mein Bote, den ich sende? Wer ist blind wie Meschullam14 und blind wie der Knecht Jahwehs?
20Gesehen hast du vieles, aber du hast es nicht beachtet. Die Ohren hatte er offen, aber er hörte nicht."
21Jahweh gefiel es seiner Gerechtigkeit wegen15, die Weisung16 groß und herrlich zu machen.
22Es aber ist ein beraubtes, geplündertes Volk! Gefesselt in Löchern hat man sie alle und in Kerkern verborgen gehalten. Sie sind zur Beute geworden, zur Plünderung, und da war kein Retter, niemand, der sagte: "Gib zurück!"
23Wer unter euch nimmt dieses zu Ohren, [wer] gibt acht, dass er künftig darauf höre?
24Wer gab Jakob der Beraubung hin und Israel den Plünderern? [War es] nicht Jahweh, er, gegen den wir sündigten? Und sie waren nicht gewillt in seinen Wegen zu wandeln! Und auf seine Weisung hörten sie nicht!
25Da goss er über ihn17 aus die grimmige Glut seines Zorns und das Wüten des Krieges, und er versengte ihn ringsum - er aber hat nicht erkannt - und er steckte ihn in Brand - er aber nahm's nicht zu Herzen.
Fußnoten
- 1 o.: aufrecht halte; dasselbe Wort wie in 41,10.
- 2 i. S. v.: <seit je> Wohlgefallen hatte <und hat>.
- 3 o.: den rechten Brauch; die rechte Gottesverehrung
- 4 o.: Wahrheitsgetreu; o.: Nach Wahrheit
- 5 o.: gegründet; gepflanzt; w.: gesetzt
- 6 und Inseln.
- 7 o.: der im Begriff ist, die Himmel zu schaffen und auszuspannen
- 8 o.: das Land
- 9 o.: der Ausbreitende (Befestigende); der im Begriff ist ... auszubreiten
- 10 o.: Atem
- 11 o.: Grundbed.: Geist; Hauch; Wind; heb. ruach
- 12 o.: in gerechtem Handeln; viell. auch: in [meinem] Heilswillen; so a. Jes 42,21; 45,13.
- 13 und Herrlichkeit
- 14 bed.: der Vertraute (Gottes); der Gottergebene
- 15 o.: seines gerechten (wohlwollenden) Handelns wegen
- 16 d. i.: das Gesetz; die thorah
- 17 d. h.: über Jakob; über das Volk