Altes Testament
Jesaja Kapitel 29
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Wehe Ariël1, Ariël! Burgstadt, wo David lagerte! Reiht Jahr an Jahr! Lasst die Feste kreisen2!
2<Dann> werde ich Ariël bedrängen, und Traurigkeit und Klage wird sein, und sie soll mir wie ein Ariël werden.
3<Dann> werde ich dich ringsum belagern und dich mit Wachtposten umzingeln und Bollwerke gegen dich aufrichten.
4Und du wirst erniedrigt sein, wirst aus der Erde reden, und aus dem Staube wird gedämpft dein Reden kommen. Und deine Stimme wird sein wie die eines Totengeistes aus der Erde. Und dein Reden wird aus dem Staube flüstern.
5Aber die Menge deiner Fremden wird wie feiner Staub sein und die Menge der Gewalttätigen wie dahinfahrende Spreu. Und es wird plötzlich, urplötzlich geschehen:
6Von Jahweh der Heere wird es heimgesucht werden, mit Donner und Beben und großem Getöse, mit Wirbelwind und Sturm und mit der Flamme verzehrenden Feuers.
7Und wie ein Traum, wie ein Gesicht der Nacht wird das Getümmel all der Völker sein, die gegen Ariël Krieg führen, und all derer, die gegen sie und ihre Burg Krieg führen und sie bedrängen.
8Und es wird geschehen, wie wenn der Hungrige träumt, siehe!, er isst - und er erwacht, und seine Seele ist leer, und wie wenn der Durstige träumt, siehe!, er trinkt - und er erwacht, und siehe!, er ist erschöpft, und seine Seele schmachtet: So wird es sein mit der Menge all der Völker, die Krieg führen gegen den Berg Zion.
9Werdet stutzig und staunt! Werdet verblendet und erblindet! Man ist berauscht, doch nicht vom Wein. Man schwankt, doch nicht vom Rauschtrank,
10denn einen Geist tiefen Schlafs hat Jahweh über euch ausgegossen, und eure Augen hat er verschlossen. Die Propheten und eure Häupter, die Seher, hat er verhüllt.
11Und das Gesicht von alledem ist für euch geworden wie die Worte einer versiegelten Buchrolle, die man einem gibt, der schriftkundig ist3, und man sagt: "Bitte lies das!", er aber sagt: "Ich kann nicht, denn es ist versiegelt."
12Und man gibt die Buchrolle einem, der nicht schriftkundig ist, und man sagt: "Bitte lies das!", er aber sagt: "Ich bin nicht schriftkundig."
13Und der Herr sagte: "Darum, weil dieses Volk mit seinem Munde sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz von mir fern ist, und ihre Furcht4 vor mir [nur] gelerntes Menschengebot ist,
14darum - siehe! - werde ich an diesem Volk weiterhin wunderlich handeln, wunderlich und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird zunichtewerden und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen."
15Wehe denen, die [ihren] Plan vor Jahweh tief verbergen5 und deren Werke im Dunkeln geschehen und die da sagen: "Wer sieht uns?" und: "Wer kennt uns?"!
16O eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgeachtet werden? - dass das Gemachte von seinem Macher sagt: "Er hat mich nicht gemacht", und das Gebilde von seinem Bildner sagt: "Er hat keine Einsicht."6
17Ist es nicht noch eine ganz kleine [Weile]? - und <dann> verwandelt sich der Libanon in einen Baumgarten7, und der Baumgarten wird als Wald geachtet.
18Und an jenem Tag werden die Tauben die Worte des Buches hören, und aus Dunkel und Finsternis hervor werden die Augen der Blinden sehen.
19Und die Gebeugten werden aufs Neue8 Freude haben in9 Jahweh, und die Armen unter den Menschen werden frohlocken in dem Heiligen Israels;
20denn der Gewalttätige hat ein Ende, und mit dem Spötter ist es aus. Und ausgerottet werden alle, die auf Unheil bedacht sind,
21die den Menschen in einer Rechtssache für schuldig erklären und dem, der im Tor Recht spricht, Schlingen legen und den Gerechten mit Nichtigem von seinem Recht wegdrängen.
22Darum: So sagt Jahweh, der Abraham erlöst hat, zum Haus Jakobs: "Nun soll Jakob nicht [mehr] beschämt werden, und nun soll sein Angesicht nicht [mehr] erblassen,
23denn wenn er seine Kinder, das Werk10 meiner Hände, in seiner Mitte sieht, wird man meinen Namen heiligen. Ja, man wird den Heiligen Jakobs heiligen und vor dem Gott Israels beben11.
24Und die, die irrenden Geistes sind, werden Erkenntnis erlangen, und die Murrenden werden Belehrung annehmen."
2<Dann> werde ich Ariël bedrängen, und Traurigkeit und Klage wird sein, und sie soll mir wie ein Ariël werden.
3<Dann> werde ich dich ringsum belagern und dich mit Wachtposten umzingeln und Bollwerke gegen dich aufrichten.
4Und du wirst erniedrigt sein, wirst aus der Erde reden, und aus dem Staube wird gedämpft dein Reden kommen. Und deine Stimme wird sein wie die eines Totengeistes aus der Erde. Und dein Reden wird aus dem Staube flüstern.
5Aber die Menge deiner Fremden wird wie feiner Staub sein und die Menge der Gewalttätigen wie dahinfahrende Spreu. Und es wird plötzlich, urplötzlich geschehen:
6Von Jahweh der Heere wird es heimgesucht werden, mit Donner und Beben und großem Getöse, mit Wirbelwind und Sturm und mit der Flamme verzehrenden Feuers.
7Und wie ein Traum, wie ein Gesicht der Nacht wird das Getümmel all der Völker sein, die gegen Ariël Krieg führen, und all derer, die gegen sie und ihre Burg Krieg führen und sie bedrängen.
8Und es wird geschehen, wie wenn der Hungrige träumt, siehe!, er isst - und er erwacht, und seine Seele ist leer, und wie wenn der Durstige träumt, siehe!, er trinkt - und er erwacht, und siehe!, er ist erschöpft, und seine Seele schmachtet: So wird es sein mit der Menge all der Völker, die Krieg führen gegen den Berg Zion.
9Werdet stutzig und staunt! Werdet verblendet und erblindet! Man ist berauscht, doch nicht vom Wein. Man schwankt, doch nicht vom Rauschtrank,
10denn einen Geist tiefen Schlafs hat Jahweh über euch ausgegossen, und eure Augen hat er verschlossen. Die Propheten und eure Häupter, die Seher, hat er verhüllt.
11Und das Gesicht von alledem ist für euch geworden wie die Worte einer versiegelten Buchrolle, die man einem gibt, der schriftkundig ist3, und man sagt: "Bitte lies das!", er aber sagt: "Ich kann nicht, denn es ist versiegelt."
12Und man gibt die Buchrolle einem, der nicht schriftkundig ist, und man sagt: "Bitte lies das!", er aber sagt: "Ich bin nicht schriftkundig."
13Und der Herr sagte: "Darum, weil dieses Volk mit seinem Munde sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz von mir fern ist, und ihre Furcht4 vor mir [nur] gelerntes Menschengebot ist,
14darum - siehe! - werde ich an diesem Volk weiterhin wunderlich handeln, wunderlich und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird zunichtewerden und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen."
15Wehe denen, die [ihren] Plan vor Jahweh tief verbergen5 und deren Werke im Dunkeln geschehen und die da sagen: "Wer sieht uns?" und: "Wer kennt uns?"!
16O eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgeachtet werden? - dass das Gemachte von seinem Macher sagt: "Er hat mich nicht gemacht", und das Gebilde von seinem Bildner sagt: "Er hat keine Einsicht."6
17Ist es nicht noch eine ganz kleine [Weile]? - und <dann> verwandelt sich der Libanon in einen Baumgarten7, und der Baumgarten wird als Wald geachtet.
18Und an jenem Tag werden die Tauben die Worte des Buches hören, und aus Dunkel und Finsternis hervor werden die Augen der Blinden sehen.
19Und die Gebeugten werden aufs Neue8 Freude haben in9 Jahweh, und die Armen unter den Menschen werden frohlocken in dem Heiligen Israels;
20denn der Gewalttätige hat ein Ende, und mit dem Spötter ist es aus. Und ausgerottet werden alle, die auf Unheil bedacht sind,
21die den Menschen in einer Rechtssache für schuldig erklären und dem, der im Tor Recht spricht, Schlingen legen und den Gerechten mit Nichtigem von seinem Recht wegdrängen.
22Darum: So sagt Jahweh, der Abraham erlöst hat, zum Haus Jakobs: "Nun soll Jakob nicht [mehr] beschämt werden, und nun soll sein Angesicht nicht [mehr] erblassen,
23denn wenn er seine Kinder, das Werk10 meiner Hände, in seiner Mitte sieht, wird man meinen Namen heiligen. Ja, man wird den Heiligen Jakobs heiligen und vor dem Gott Israels beben11.
24Und die, die irrenden Geistes sind, werden Erkenntnis erlangen, und die Murrenden werden Belehrung annehmen."
Fußnoten
- 1 bed.: Gotteslöwe o. Gottesherd (Hes 43,15.16); bildhaft für Jerusalem.
- 2 i. S. v.: ihren Umlauf halten
- 3 eigtl.: der Bücher kennt o. versteht; so a. i. Folg.
- 4 und Verehrung
- 5 eigtl.: die einen Plan tief machen, [ihn] ... zu verbergen
- 6 o.: "Er versteht sich nicht darauf."
- 7 o.: in einen Karmel (D. i. ein Gebirge in Israel; bed.: Fruchtgarten; Gartenlandschaft.)
- 8 o.: vermehrt
- 9 o.: an; bzw.: über; so a. i. Folg.
- 10 eigtl.: das Gemachte
- 11 und erschauern.