Altes Testament
Jesaja Kapitel 59
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Siehe! Die Hand Jahwehs ist nicht zu kurz zum Retten, und sein Ohr ist nicht zu schwer zum Hören,
2sondern eure Verschuldungen sind Trennwände geworden zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden verbergen [sein] Angesicht vor euch, sodass er nicht hört;
3denn eure Handflächen sind befleckt mit Blut und eure Finger mit Verschuldung, eure Lippen reden Lüge, eure Zunge murmelt Falschheit.
4[Da ist] keiner, der [ihn] anruft in Gerechtigkeit, keiner, der Rechtsstreit führt in Treue1. Man vertraut auf Leeres2 und redet Gehaltloses3. Man geht schwanger mit Bedrängung und gebiert Unheil.
5Sie brüten Eier von Schlangen aus und weben Gewebe von Spinnen: Wer von ihren Eiern isst, der stirbt; wird eines zerdrückt, bricht eine Otter hervor.
6Ihre Fäden werden nicht zum Gewand, mit ihrem Gewirke kann man sich nicht bedecken. Ihre Werke sind Werke des Unheils, und in ihren Fäusten ist Gewalttat.
7Ihre Füße laufen zum Bösen, sind schnell, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken4 sind Gedanken des Unheils. Verwüstung und Zerbruch ist auf ihren Wegen.
8Den Weg des Friedens kennen sie nicht. Und kein Recht ist in ihren Spuren. Ihre Pfade haben sie sich krumm gemacht; wer irgend sie betritt, kennt keinen Frieden.
9Darum ist das Recht ferne von uns, und Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen auf Licht, und - siehe! - [da ist] Finsternis, auf Lichtstrahlen, [aber] in dichtem Dunkel müssen wir gehen.
10Wir tappen an der Wand wie Blinde, wie Augenlose tappen wir umher. Am Mittag straucheln wir wie bei Dämmerung. In der Lebensfrische sind wir wie Tote5.
11Wir alle schnaufen wie die Bären und gurren wie Tauben. Wir hoffen auf Recht, und da ist keines, auf Rettung6, [und] sie ist ferne von uns;
12denn zahlreich sind vor dir unsere Übertretungen, und unsere Sünden zeugen gegen uns; denn unsere Übertretungen sind bei uns7, und unsere Verschuldungen, die kennen wir:
13von Jahweh abtrünnig sein, ihn verleugnen und zurückweichen von unserem Gott, Bedrückung und Auflehnung8 reden, schwanger gehen mit Reden der Lüge und sie aus dem Herzen lassen.
14<So> ist zurückgedrängt das Recht, und die Gerechtigkeit steht fernab. Ja, die Treue9 ist gestrauchelt am Marktplatz, und die Geradheit10 findet keinen Eingang.
15<So> wurde die Treue zu einer Vermissten und wer sich vom Bösen fernhält, zu einem Ausgeraubten. Und Jahweh sah es, und es war böse in seinen Augen, dass es kein Recht gab.
16Und er sah, dass kein Mann da war, und er staunte, dass keiner da war, der fürbittend einstand. Und da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn.
17Und er zog Gerechtigkeit an wie einen Panzer und [setzte] den Helm des Heils auf sein Haupt, und er zog Kleider der Rache an als Gewand und umhüllte sich mit Eifer wie mit einem Oberkleid11.
18Gemäß den vollbrachten Taten, demgemäß wird er vergelten: die Grimmglut seinen Widersachern, das vollbrachte Tun seinen Feinden; den Küstenländern12 vergilt er ihr vollbrachtes Tun.
19Da werden sie den Namen Jahwehs fürchten vom Untergang her und seine Herrlichkeit vom Aufgang der Sonne her; denn kommen wird er wie ein drängender Strom, den der Geist13 Jahwehs treibt.
20"Ja, kommen wird für Zion der Erlöser14 und15 für diejenigen in Jakob, die von der Abtrünnigkeit umkehren", ist der Spruch Jahwehs.
21"Ich aber - dieses ist mein Bund mit ihnen", sagt Jahweh: "Mein Geist, der auf dir16 ist, und meine Worte, die ich in deinen Mund lege17, werden nicht weichen aus deinem Mund und dem Mund deines Samens und dem Mund des Samens deines Samens", sagt Jahweh, "von nun an bis in Ewigkeit."
2sondern eure Verschuldungen sind Trennwände geworden zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden verbergen [sein] Angesicht vor euch, sodass er nicht hört;
3denn eure Handflächen sind befleckt mit Blut und eure Finger mit Verschuldung, eure Lippen reden Lüge, eure Zunge murmelt Falschheit.
4[Da ist] keiner, der [ihn] anruft in Gerechtigkeit, keiner, der Rechtsstreit führt in Treue1. Man vertraut auf Leeres2 und redet Gehaltloses3. Man geht schwanger mit Bedrängung und gebiert Unheil.
5Sie brüten Eier von Schlangen aus und weben Gewebe von Spinnen: Wer von ihren Eiern isst, der stirbt; wird eines zerdrückt, bricht eine Otter hervor.
6Ihre Fäden werden nicht zum Gewand, mit ihrem Gewirke kann man sich nicht bedecken. Ihre Werke sind Werke des Unheils, und in ihren Fäusten ist Gewalttat.
7Ihre Füße laufen zum Bösen, sind schnell, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken4 sind Gedanken des Unheils. Verwüstung und Zerbruch ist auf ihren Wegen.
8Den Weg des Friedens kennen sie nicht. Und kein Recht ist in ihren Spuren. Ihre Pfade haben sie sich krumm gemacht; wer irgend sie betritt, kennt keinen Frieden.
9Darum ist das Recht ferne von uns, und Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen auf Licht, und - siehe! - [da ist] Finsternis, auf Lichtstrahlen, [aber] in dichtem Dunkel müssen wir gehen.
10Wir tappen an der Wand wie Blinde, wie Augenlose tappen wir umher. Am Mittag straucheln wir wie bei Dämmerung. In der Lebensfrische sind wir wie Tote5.
11Wir alle schnaufen wie die Bären und gurren wie Tauben. Wir hoffen auf Recht, und da ist keines, auf Rettung6, [und] sie ist ferne von uns;
12denn zahlreich sind vor dir unsere Übertretungen, und unsere Sünden zeugen gegen uns; denn unsere Übertretungen sind bei uns7, und unsere Verschuldungen, die kennen wir:
13von Jahweh abtrünnig sein, ihn verleugnen und zurückweichen von unserem Gott, Bedrückung und Auflehnung8 reden, schwanger gehen mit Reden der Lüge und sie aus dem Herzen lassen.
14<So> ist zurückgedrängt das Recht, und die Gerechtigkeit steht fernab. Ja, die Treue9 ist gestrauchelt am Marktplatz, und die Geradheit10 findet keinen Eingang.
15<So> wurde die Treue zu einer Vermissten und wer sich vom Bösen fernhält, zu einem Ausgeraubten. Und Jahweh sah es, und es war böse in seinen Augen, dass es kein Recht gab.
16Und er sah, dass kein Mann da war, und er staunte, dass keiner da war, der fürbittend einstand. Und da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn.
17Und er zog Gerechtigkeit an wie einen Panzer und [setzte] den Helm des Heils auf sein Haupt, und er zog Kleider der Rache an als Gewand und umhüllte sich mit Eifer wie mit einem Oberkleid11.
18Gemäß den vollbrachten Taten, demgemäß wird er vergelten: die Grimmglut seinen Widersachern, das vollbrachte Tun seinen Feinden; den Küstenländern12 vergilt er ihr vollbrachtes Tun.
19Da werden sie den Namen Jahwehs fürchten vom Untergang her und seine Herrlichkeit vom Aufgang der Sonne her; denn kommen wird er wie ein drängender Strom, den der Geist13 Jahwehs treibt.
20"Ja, kommen wird für Zion der Erlöser14 und15 für diejenigen in Jakob, die von der Abtrünnigkeit umkehren", ist der Spruch Jahwehs.
21"Ich aber - dieses ist mein Bund mit ihnen", sagt Jahweh: "Mein Geist, der auf dir16 ist, und meine Worte, die ich in deinen Mund lege17, werden nicht weichen aus deinem Mund und dem Mund deines Samens und dem Mund des Samens deines Samens", sagt Jahweh, "von nun an bis in Ewigkeit."
Fußnoten
- 1 o.: Wahrhaftigkeit; Zuverlässigkeit
- 2 o.: auf Ödes; auf Nichtiges; heb. tohu
- 3 o.: Lügenhaftes
- 4 i. S. v.: Pläne; Vorhaben
- 5 i. S. v.: wie Sterbende.
- 6 o.: Rettung; o.: Hilfe
- 7 i. S. v.: sind in uns gegenwärtig.
- 8 o.: Widerspenstigkeit; Abfall
- 9 o.: die Wahrheit
- 10 o.: Redlichkeit
- 11 eigtl.: mit dem Oberkleid des Eifers.
- 12 und Inseln; so a. i. Folg.
- 13 o.: Wind; Hauch
- 14 o.: Und er wird kommen für Zion als Erlöser
- 15 o.: und zwar; und nämlich
- 16 Gemeint ist Israel.
- 17 Vgl. Jes 51,16.