Altes Testament
Jesaja Kapitel 36
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Und es geschah im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia, da zog Sanherib, der König von Assur, herauf gegen alle befestigten Städte Judas und nahm sie ein.
2Und der König von Assur sandte den Rabschake1 mit schwerer Heeresmacht von Lachisch zum König Hiskia nach Jerusalem. Und er stellte sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, an der Straße des Walkerfeldes.
3Und es ging zu ihm hinaus Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war2, mit Schebna, dem Staatsschreiber, und Joach, dem Sohn Asafs, dem Kanzleirat3.
4Und der Rabschake sagte zu ihnen: "Sagt doch zu Hiskia: So sagt der große König, der König von Assur: 'Was ist das für ein Vertrauen4, worauf du vertraust?'
5Ich sage: Fürwahr, ein <bloßes> Lippenwort5 ist Entschlossenheit und Heldenmut zum Krieg.6 Nun, auf wen vertraust du, dass du dich gegen mich aufgelehnt hast?
6Siehe! Du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich auf ihn stützt, in die offene Hand fährt und sie durchbohrt. So ist Pharao, der König von Ägypten, allen, die auf ihn vertrauen.
7Und wenn du zu mir sagst: 'Auf Jahweh, unseren Gott, vertrauen wir!' - Ist nicht er es, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat? Und er sagte doch zu Juda und zu Jerusalem: 'Vor diesem Altar sollt ihr euch huldigend niederwerfen!'
8Und nun, gehe doch mit meinem Herrn, dem König von Assur, eine Wette ein. Und zwar: Ich werde dir zweitausend Pferde stellen. Ob du dir wohl die Reiter dafür aufstellen kannst?
9Und wie willst du einen einzigen Provinzhauptmann von den geringsten Knechten meines Herrn zurücktreiben? Aber du vertraust auf Ägypten wegen der Wagen und der Reiter.
10Und nun, bin ich etwa ohne Jahweh gegen dieses Land heraufgezogen, es zu verderben? Jahweh hat zu mir gesagt: 'Zieh hinauf in dieses Land und verdirb es!'"
11Da sagte Eljakim - und Schebna und Joach - zum Rabschake: "Rede doch zu deinen Knechten aramäisch, denn wir verstehen es. Und rede nicht judäisch zu uns in die Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist."
12Und der Rabschake sagte: "Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn und zu dir gesandt, diese Worte zu reden und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?"
13Und der Rabschake trat hin und rief mit großer Stimme auf Judäisch und sagte: "Hört die Worte des großen Königs, des Königs von Assur!
14So sagt der König: 'Hiskia täusche euch nicht, denn er wird euch nicht retten können.
15Und Hiskia vertröste euch nicht auf Jahweh, wenn er sagt: Gewiss wird Jahweh uns retten; diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assur gegeben werden!
16Hört nicht auf Hiskia!' - Fürwahr, so sagt der König von Assur: 'Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so sollt ihr jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken,
17bis ich komme und euch in ein Land hole, das wie euer Land ist, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen.
18Hiskia führe euch nicht in die Irre, indem er sagt: Jahweh wird uns retten! Haben etwa die Götter der Völker - jeder sein Land - aus der Hand des Königs von Assur gerettet?
19Wo sind die Götter von Hamat und Arpad, wo die Götter von Sefarwajim? Haben sie denn Samaria aus meiner Hand gerettet?
20Welche von allen Göttern dieser Länder sind es, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, dass Jahweh Jerusalem aus meiner Hand retten sollte?'"
21Und sie schwiegen und antworteten ihm mit keinem Wort; denn das war das Gebot des Königs: "Ihr sollt ihm nicht antworten!"
22Und Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war, (mit Schebna, dem Staatsschreiber, und Joach, dem Sohn Asafs, dem Kanzleirat) kam mit entzweigerissenen Kleidern zu Hiskia, und sie teilten ihm die Worte des Rabschake mit.
2Und der König von Assur sandte den Rabschake1 mit schwerer Heeresmacht von Lachisch zum König Hiskia nach Jerusalem. Und er stellte sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, an der Straße des Walkerfeldes.
3Und es ging zu ihm hinaus Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war2, mit Schebna, dem Staatsschreiber, und Joach, dem Sohn Asafs, dem Kanzleirat3.
4Und der Rabschake sagte zu ihnen: "Sagt doch zu Hiskia: So sagt der große König, der König von Assur: 'Was ist das für ein Vertrauen4, worauf du vertraust?'
5Ich sage: Fürwahr, ein <bloßes> Lippenwort5 ist Entschlossenheit und Heldenmut zum Krieg.6 Nun, auf wen vertraust du, dass du dich gegen mich aufgelehnt hast?
6Siehe! Du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich auf ihn stützt, in die offene Hand fährt und sie durchbohrt. So ist Pharao, der König von Ägypten, allen, die auf ihn vertrauen.
7Und wenn du zu mir sagst: 'Auf Jahweh, unseren Gott, vertrauen wir!' - Ist nicht er es, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat? Und er sagte doch zu Juda und zu Jerusalem: 'Vor diesem Altar sollt ihr euch huldigend niederwerfen!'
8Und nun, gehe doch mit meinem Herrn, dem König von Assur, eine Wette ein. Und zwar: Ich werde dir zweitausend Pferde stellen. Ob du dir wohl die Reiter dafür aufstellen kannst?
9Und wie willst du einen einzigen Provinzhauptmann von den geringsten Knechten meines Herrn zurücktreiben? Aber du vertraust auf Ägypten wegen der Wagen und der Reiter.
10Und nun, bin ich etwa ohne Jahweh gegen dieses Land heraufgezogen, es zu verderben? Jahweh hat zu mir gesagt: 'Zieh hinauf in dieses Land und verdirb es!'"
11Da sagte Eljakim - und Schebna und Joach - zum Rabschake: "Rede doch zu deinen Knechten aramäisch, denn wir verstehen es. Und rede nicht judäisch zu uns in die Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist."
12Und der Rabschake sagte: "Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn und zu dir gesandt, diese Worte zu reden und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?"
13Und der Rabschake trat hin und rief mit großer Stimme auf Judäisch und sagte: "Hört die Worte des großen Königs, des Königs von Assur!
14So sagt der König: 'Hiskia täusche euch nicht, denn er wird euch nicht retten können.
15Und Hiskia vertröste euch nicht auf Jahweh, wenn er sagt: Gewiss wird Jahweh uns retten; diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assur gegeben werden!
16Hört nicht auf Hiskia!' - Fürwahr, so sagt der König von Assur: 'Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so sollt ihr jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken,
17bis ich komme und euch in ein Land hole, das wie euer Land ist, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen.
18Hiskia führe euch nicht in die Irre, indem er sagt: Jahweh wird uns retten! Haben etwa die Götter der Völker - jeder sein Land - aus der Hand des Königs von Assur gerettet?
19Wo sind die Götter von Hamat und Arpad, wo die Götter von Sefarwajim? Haben sie denn Samaria aus meiner Hand gerettet?
20Welche von allen Göttern dieser Länder sind es, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, dass Jahweh Jerusalem aus meiner Hand retten sollte?'"
21Und sie schwiegen und antworteten ihm mit keinem Wort; denn das war das Gebot des Königs: "Ihr sollt ihm nicht antworten!"
22Und Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war, (mit Schebna, dem Staatsschreiber, und Joach, dem Sohn Asafs, dem Kanzleirat) kam mit entzweigerissenen Kleidern zu Hiskia, und sie teilten ihm die Worte des Rabschake mit.
Fußnoten
- 1 o.: den Oberst; den obersten Offizier; den General
- 2 d. i.: der Palastvorsteher
- 3 o.: dem vortragenden Rat; eigtl.: dem Erinnerer.
- 4 i. S. v.: Vertrauensgrund
- 5 o.: leeres Gerede
- 6 n. vielen heb. Hss u. 2Kön 18,20: Du sagst - doch bloß Lippenwort ist es -: 'Entschlossenheit und Heldenstärke zum Krieg'.