Altes Testament
Jesaja Kapitel 40
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
1"Tröstet, tröstet mein Volk!", sagt euer Gott.
2"Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihr zu, dass ihr harter Dienst1 vollendet ist, dass ihre Schuld abgetragen ist, denn sie empfing von der Hand Jahwehs das Doppelte für alle ihre Sünden."
3Eine Stimme ruft: "In der Wüste bereitet den Weg Jahwehs! In der Steppe macht gerade2 die Straße für unseren Gott!3
4Jedes Tal werde erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt. Das Krumme4 werde gerade5 und das Höckerige zur Ebene.
5Und offenbaren wird sich die Herrlichkeit Jahwehs. Und alles Fleisch insgesamt wird es sehen!" Ja, der Mund Jahwehs hat gesprochen.
6Stimme eines Sprechenden: "Rufe!" Man spricht [zurück]: "Was soll ich rufen?" - "Alles Fleisch ist Gras und alle seine Anmut6 wie die Blume des Feldes.
7Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen, denn der Hauch7 Jahwehs hat sie angeweht." Ja, das Volk ist Gras!
8Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen, aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.
9Auf einen hohen Berg steige hinauf, Zion, Verkünderin <guter Botschaft>! Erhebe mit Macht deine Stimme, Jerusalem, Verkünderin <guter Botschaft>! Erhebe sie! Fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: "Siehe! Euer Gott!
10Siehe! Der Herr, Jahweh! Er kommt als ein Starker8, und sein Arm übt Herrschaft für ihn aus. Siehe! Sein Lohn ist bei ihm, und sein Ertrag9 [geht] vor ihm her.
11Wie ein Hirte weidet10 er seine Herde. Mit seinem Arm sammelt er die Lämmer, und in seinem Schoß11 trägt er sie. Säugende Schafmütter12 leitet er sacht13."
12Wer maß die Wasser mit der hohlen Hand, vermaß die Himmel mit der Spanne, fasste den Staub der Erde in ein Drittelmaß14, wog die Berge mit der Waage und die Hügel mit Waagschalen?
13Wer hat ermessen den Geist Jahwehs, [wer ist] der Mann seines Rats15, dass er ihn unterwiese?
14Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihm den Weg der Einsicht gewiesen hätte?
15Siehe! Die Völker sind wie ein Tropfen vom Schöpfeimer und wie der Staub auf den Waagschalen. Siehe! Die Küstenländer16 hebt er hoch wie ein Stäubchen.
16Und der Libanon reicht nicht hin zum Feuermachen. Und sein Wild reicht nicht aus fürs Brandopfer.
17Alle Völker sind wie ein Nichts vor ihm, und weniger als nichts, wie [eine] Leere17 gelten sie ihm.
18Mit wem wollt ihr den Starken vergleichen und was als Gleichnis ihm gegenüberstellen?
19Der Kunsthandwerker gießt das Bild, der Goldschmied18 überzieht es mit Gold und gießt silberne Kettchen daran.
20Wer arm ist an Gabe19, der wählt ein Holz, das nicht morsch wird. Er sucht sich einen weisen20 Kunsthandwerker, um ein Bild aufzurichten, das nicht wackelt.
21Wisst ihr es nicht? Hört ihr es nicht? Wurde es euch nicht von Anfang verkündet? Habt ihr nicht Einsicht gewonnen in die Gründung21 des Erdreichs?
22Er thront22 über dem Kreis23 der Erde24, und seine Bewohner sind wie Heuschrecken; der die Himmel ausspannt wie einen Schleier und sie ausbreitet wie ein Zelt zum Wohnen,
23der die Würdenträger dem Nichts übergibt, die Richter des Landes der Leere gleichmacht.
24Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stock Wurzeln getrieben in der Erde, hat er sie auch schon angehaucht, und sie verdorren; ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln davon.
25"Und mit wem wollt ihr mich vergleichen, dass ich ihm gleich wäre?", sagt der Heilige.
26Hebt eure Augen zur Höhe empor und seht: Wer hat diese erschaffen? Der ihr Heer heraustreten lässt nach der Zahl, der sie alle mit Namen ruft: Wegen der Fülle der Kraft und Stärke der Macht wird nicht einer vermisst.
27Warum sagst du, Jakob, und redest du, Israel: "Mein Weg ist Jahweh verborgen; und mein Recht entgeht meinem Gott"?
28Hast du es nicht erkannt? Oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist Jahweh, der Schöpfer der Enden25 der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht. Unergründlich ist seine Einsicht.
29Er gibt dem Ermatteten Kraft, und dem Unvermögenden26 mehrt er die Stärke27.
30Jünglinge werden müde und ermatten, und junge Männer straucheln [und] stürzen,
31aber die auf Jahweh hoffen28, treiben <neue> Kraft29. Sie treiben Schwungfedern wie Adler30. Sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.
2"Redet zum Herzen Jerusalems, und ruft ihr zu, dass ihr harter Dienst1 vollendet ist, dass ihre Schuld abgetragen ist, denn sie empfing von der Hand Jahwehs das Doppelte für alle ihre Sünden."
3Eine Stimme ruft: "In der Wüste bereitet den Weg Jahwehs! In der Steppe macht gerade2 die Straße für unseren Gott!3
4Jedes Tal werde erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt. Das Krumme4 werde gerade5 und das Höckerige zur Ebene.
5Und offenbaren wird sich die Herrlichkeit Jahwehs. Und alles Fleisch insgesamt wird es sehen!" Ja, der Mund Jahwehs hat gesprochen.
6Stimme eines Sprechenden: "Rufe!" Man spricht [zurück]: "Was soll ich rufen?" - "Alles Fleisch ist Gras und alle seine Anmut6 wie die Blume des Feldes.
7Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen, denn der Hauch7 Jahwehs hat sie angeweht." Ja, das Volk ist Gras!
8Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen, aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit.
9Auf einen hohen Berg steige hinauf, Zion, Verkünderin <guter Botschaft>! Erhebe mit Macht deine Stimme, Jerusalem, Verkünderin <guter Botschaft>! Erhebe sie! Fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: "Siehe! Euer Gott!
10Siehe! Der Herr, Jahweh! Er kommt als ein Starker8, und sein Arm übt Herrschaft für ihn aus. Siehe! Sein Lohn ist bei ihm, und sein Ertrag9 [geht] vor ihm her.
11Wie ein Hirte weidet10 er seine Herde. Mit seinem Arm sammelt er die Lämmer, und in seinem Schoß11 trägt er sie. Säugende Schafmütter12 leitet er sacht13."
12Wer maß die Wasser mit der hohlen Hand, vermaß die Himmel mit der Spanne, fasste den Staub der Erde in ein Drittelmaß14, wog die Berge mit der Waage und die Hügel mit Waagschalen?
13Wer hat ermessen den Geist Jahwehs, [wer ist] der Mann seines Rats15, dass er ihn unterwiese?
14Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihm den Weg der Einsicht gewiesen hätte?
15Siehe! Die Völker sind wie ein Tropfen vom Schöpfeimer und wie der Staub auf den Waagschalen. Siehe! Die Küstenländer16 hebt er hoch wie ein Stäubchen.
16Und der Libanon reicht nicht hin zum Feuermachen. Und sein Wild reicht nicht aus fürs Brandopfer.
17Alle Völker sind wie ein Nichts vor ihm, und weniger als nichts, wie [eine] Leere17 gelten sie ihm.
18Mit wem wollt ihr den Starken vergleichen und was als Gleichnis ihm gegenüberstellen?
19Der Kunsthandwerker gießt das Bild, der Goldschmied18 überzieht es mit Gold und gießt silberne Kettchen daran.
20Wer arm ist an Gabe19, der wählt ein Holz, das nicht morsch wird. Er sucht sich einen weisen20 Kunsthandwerker, um ein Bild aufzurichten, das nicht wackelt.
21Wisst ihr es nicht? Hört ihr es nicht? Wurde es euch nicht von Anfang verkündet? Habt ihr nicht Einsicht gewonnen in die Gründung21 des Erdreichs?
22Er thront22 über dem Kreis23 der Erde24, und seine Bewohner sind wie Heuschrecken; der die Himmel ausspannt wie einen Schleier und sie ausbreitet wie ein Zelt zum Wohnen,
23der die Würdenträger dem Nichts übergibt, die Richter des Landes der Leere gleichmacht.
24Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stock Wurzeln getrieben in der Erde, hat er sie auch schon angehaucht, und sie verdorren; ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln davon.
25"Und mit wem wollt ihr mich vergleichen, dass ich ihm gleich wäre?", sagt der Heilige.
26Hebt eure Augen zur Höhe empor und seht: Wer hat diese erschaffen? Der ihr Heer heraustreten lässt nach der Zahl, der sie alle mit Namen ruft: Wegen der Fülle der Kraft und Stärke der Macht wird nicht einer vermisst.
27Warum sagst du, Jakob, und redest du, Israel: "Mein Weg ist Jahweh verborgen; und mein Recht entgeht meinem Gott"?
28Hast du es nicht erkannt? Oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist Jahweh, der Schöpfer der Enden25 der Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht. Unergründlich ist seine Einsicht.
29Er gibt dem Ermatteten Kraft, und dem Unvermögenden26 mehrt er die Stärke27.
30Jünglinge werden müde und ermatten, und junge Männer straucheln [und] stürzen,
31aber die auf Jahweh hoffen28, treiben <neue> Kraft29. Sie treiben Schwungfedern wie Adler30. Sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.
Fußnoten
- 1 Grundbed.: Kriegsdienst, Heeresdienst; allg.: Strapazen (Hi 7,1); hier auf das Exil des Volkes bezogen.
- 2 o.: eben
- 3 n. d. gr. Üsg.: Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg Jahwehs! Macht gerade die Pfade unseres Gottes! Vgl. Mk 1,3.
- 4 o.: Unebene
- 5 eigtl.: zur Geradheit; zur Ebene
- 6 o.: Güte
- 7 o.: Geist; o.: Wind
- 8 o.: in [der Kraft] eines Starken; o.: mit Kraft; mit Stärke
- 9 o.: sein Erworbenes; hier vmtl. ein Bezug auf seine (wieder) erworbene Herde.
- 10 und hütet
- 11 o.: in seinem Gewandbausch; o.: an seiner Brust
- 12 eigtl.: [Die] Milch-Gebenden
- 13 o.: bringt er zur Ruhe; o.: leitet er fürsorglich.
- 14 D. i. der dritte Teil eines Hohlmaßes.
- 15 d. h.: sein Mitberater
- 16 und Inseln
- 17 o.: Öde; heb. tohu; so a. 40,23; 41,29; 44,9; 45,18.19; 49,4; 59,4.
- 18 eigtl.: der Schmelzer
- 19 d. h.: Wer [den Göttern] nur wenig geben kann
- 20 und geschickten
- 21 o.: in die Grundfesten
- 22 und wohnt
- 23 o.: über dem Rund; über dem Umkreis (evtl.: Horizontkreis; vgl. Hi 26,10; Spr 8,27)
- 24 o.: des Landes; o.: der Ländereien
- 25 o.: der äußersten Ränder (o.: Ecken)
- 26 o.: dem Kraftlosen
- 27 o.: reicht er Stärke in Fülle dar.
- 28 und harren
- 29 eigtl.: tauschen Kraft ein; verjüngen [ihre] Kraft.
- 30 Mit "Adler" ist in der Bibel wahrsch. zumeist der Gänsegeier gemeint.