Altes Testament
Jesaja Kapitel 32
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Sieh! Ein König wird herrschen nach Gerechtigkeit1, und die Obersten werden walten nach Recht.
2Und jedermann2 wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutzdach vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche im Trockenland, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in lechzendem Lande.
3Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr verklebt sein. Und die Ohren der Hörenden werden aufmerken.
4Und das Herz der Voreiligen3 wird sich auf Erkenntnis verstehen4. Und die Zunge der Stammelnden wird fließend deutlich reden.
5Der Törichte wird nicht mehr ein Edler genannt und der Betrüger nicht mehr großmütig geheißen;
6denn ein Törichter redet Törichtes, und Unheil bereitet5 sein Herz, um Ruchloses zu tun und Irreführendes6 zu reden gegen Jahweh, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen Trank vorzuenthalten.
7Und der Betrüger, seine Werkzeuge sind böse: Er seinerseits beschließt Schandtaten, um die Gebeugten durch Lügenreden zu verderben, auch dann, wenn der Arme sein Recht darlegt7.
8Der Edle aber hat edles Tun im Sinn und wird bei edlem Tun beharren8.
9Steht auf, ihr sorglosen Frauen, hört meine Stimme! Ihr selbstsicheren9 Töchter, nehmt zu Ohren meine Rede!
10Über Jahr und Tag werdet ihr zittern, ihr Selbstsicheren, denn aus ist es mit der Weinlese, Obsternte kommt keine.
11Bebt <vor Schreck>, ihr Sorglosen! Zittert, ihr Selbstsicheren! Zieht euch aus und entblößt euch! Umgürtet die Lenden10!
12Klagend schlägt man sich an die Brust wegen der anmutigen Felder, wegen des fruchttragenden Rebstocks,
13wegen des Erdbodens meines Volkes; Dornengestrüpp schießt auf, ja, wegen aller Häuser des Ergötzens, [wegen] der ausgelassenen11 Burgstadt;
14denn aufgegeben ist der Prachtbau, verlassen das Getümmel der Stadt; Ofel12 und Wachtturm dienen als Höhlen für ewig, zur Freude der Wildesel, als Weideland der Herden!
15- bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe; und <dann> wird die Wüste zum Baumgarten13, und der Baumgarten wird als Wald geachtet,
16in der Wüste wird wohnen das Recht, im Baumgarten wird weilen die Gerechtigkeit.
17Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit auf ewig.
18Und mein Volk wird wohnen an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien Ruhestätten.
19Aber Hagel wird fallen beim Fallen des Waldes, und in die Niedrigkeit wird niedersinken die Stadt.
20Selig ihr, die ihr säen dürft an allen Gewässern, freien Lauf lassen dürft dem Stier und dem Esel!
2Und jedermann2 wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutzdach vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche im Trockenland, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in lechzendem Lande.
3Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr verklebt sein. Und die Ohren der Hörenden werden aufmerken.
4Und das Herz der Voreiligen3 wird sich auf Erkenntnis verstehen4. Und die Zunge der Stammelnden wird fließend deutlich reden.
5Der Törichte wird nicht mehr ein Edler genannt und der Betrüger nicht mehr großmütig geheißen;
6denn ein Törichter redet Törichtes, und Unheil bereitet5 sein Herz, um Ruchloses zu tun und Irreführendes6 zu reden gegen Jahweh, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen Trank vorzuenthalten.
7Und der Betrüger, seine Werkzeuge sind böse: Er seinerseits beschließt Schandtaten, um die Gebeugten durch Lügenreden zu verderben, auch dann, wenn der Arme sein Recht darlegt7.
8Der Edle aber hat edles Tun im Sinn und wird bei edlem Tun beharren8.
9Steht auf, ihr sorglosen Frauen, hört meine Stimme! Ihr selbstsicheren9 Töchter, nehmt zu Ohren meine Rede!
10Über Jahr und Tag werdet ihr zittern, ihr Selbstsicheren, denn aus ist es mit der Weinlese, Obsternte kommt keine.
11Bebt <vor Schreck>, ihr Sorglosen! Zittert, ihr Selbstsicheren! Zieht euch aus und entblößt euch! Umgürtet die Lenden10!
12Klagend schlägt man sich an die Brust wegen der anmutigen Felder, wegen des fruchttragenden Rebstocks,
13wegen des Erdbodens meines Volkes; Dornengestrüpp schießt auf, ja, wegen aller Häuser des Ergötzens, [wegen] der ausgelassenen11 Burgstadt;
14denn aufgegeben ist der Prachtbau, verlassen das Getümmel der Stadt; Ofel12 und Wachtturm dienen als Höhlen für ewig, zur Freude der Wildesel, als Weideland der Herden!
15- bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe; und <dann> wird die Wüste zum Baumgarten13, und der Baumgarten wird als Wald geachtet,
16in der Wüste wird wohnen das Recht, im Baumgarten wird weilen die Gerechtigkeit.
17Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit auf ewig.
18Und mein Volk wird wohnen an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien Ruhestätten.
19Aber Hagel wird fallen beim Fallen des Waldes, und in die Niedrigkeit wird niedersinken die Stadt.
20Selig ihr, die ihr säen dürft an allen Gewässern, freien Lauf lassen dürft dem Stier und dem Esel!
Fußnoten
- 1 d. h.: wie es der Gerechtigkeit entspricht
- 2 w.: ein Mann
- 3 und Unbesonnenen
- 4 o.: wird einsichtig sein und Erkenntnis [gewinnen].
- 5 w.: macht; n. d. gr. Üsg.: ersinnt
- 6 o.: Abirrung; Falsches; Unheil
- 7 und beweist.
- 8 o.: auf edlem Tun bestehen
- 9 o.: unbekümmerten; euch sicher wähnenden; so a. i. Folg.
- 10 mit Sacktuch
- 11 o.: frohlockenden
- 12 Der Ofel (bed.: Hügel; Anhöhe; Buckel) war der von Jotam (2Chr 27,3) befestigte Abhang des Tempelberges südlich der Jerusalemer Tempelmauer, der südliche Teil der Davidsstadt; Mi 4,8.
- 13 o.: zum "Karmel" (bed. Fruchtgarten, Gartenlandschaft)