Altes Testament
Jesaja Kapitel 34
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Naht euch, Völker, zu hören, und Stämme, merkt auf! Es höre die Erde und ihre Fülle1, das Festland2, und alles, was ihm entsprosst!
2Fürwahr, Zorn hat Jahweh gegen alle Völker und Grimmglut gegen ihr ganzes Heer. Den Bann hat er an ihnen vollstreckt, sie zur Schlachtung dahingegeben.
3Hingeworfen werden ihre Durchbohrten, der Gestank ihrer Leichen steigt auf, von ihrem Blut zerfließen3 die Berge.
4Alles Heer des Himmels löst sich auf. Und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle. All ihr Heer verwelkt <und fällt ab>, wie das Laub vom Weinstock verwelkt4, wie Welkendes am Feigenbaum;
5denn reichlich durchtränkt5 ist in den Himmeln mein Schwert. Siehe! Auf Edom fährt es herab, auf das Volk meines Bannes6 zum Gericht.
6Ein Schwert hat Jahweh, es ist voll Blut, es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder, denn Jahweh hat ein Schlachtopfer in Bozra und ein großes Schlachten im Land Edom.
7Es stürzen Wildstiere mit ihnen hinab7 und Jungstiere mitsamt kräftigen [Bullen]. Und ihre Erde wird durchtränkt8 von Blut, und ihr Staub trieft von Fett.
8Fürwahr, einen Tag der Rache hat Jahweh, ein Jahr der Vergeltung9 für die Rechtssache Zions.
9Da wandeln sich seine Bäche in Pech und sein Staub in Schwefel, und seine Erde10 wird zu brennendem Pech.
10Nacht und Tag erlischt es nicht, ewiglich steigt sein Rauch empor. Geschlecht um Geschlecht liegt es verödet11, für immer und ewig12 zieht niemand hindurch.
11Pelikan13 und Igel nehmen es in Besitz, und Eule14 und Rabe wohnen darin. Er spannt darüber die Messschnur der Öde und das Senkblei der Leere.
12Seine Edlen - man ruft dort kein Königtum [mehr] aus - und alle seine Obersten werden zu nichts.
13In seinen Prachtbauten schießen Dornen auf, Nesseln und Disteln in seinen Burgen. Und es wird zur Wohnstätte der Schakale, zum Grasplatz15 für Straußenhennen16.
14Steppentiere treffen mit Schakalen zusammen, und Zottige17 begegnen einander. Nur die Lilit18 hält dort Rast und findet eine Stätte der Ruhe für sich.
15Dort nistet die Pfeilschlange19 und legt [ihre Eier], brütet und hegt [sie] in ihrem Schatten. Nur Raubvögel versammeln sich dort, einer zum anderen.
16Forscht nach im Buch Jahwehs und lest! Nicht eines von diesen20 fehlt. Keines vermisst das andere, denn mein Mund21, er hat es geboten, und sein Hauch22, er hat sie versammelt.
17Er selbst warf ihnen das Los, seine Hand teilte es mit der Schnur ihnen zu; bis in Ewigkeit werden sie es besitzen, von Generation zu Generation23 darin wohnen.
2Fürwahr, Zorn hat Jahweh gegen alle Völker und Grimmglut gegen ihr ganzes Heer. Den Bann hat er an ihnen vollstreckt, sie zur Schlachtung dahingegeben.
3Hingeworfen werden ihre Durchbohrten, der Gestank ihrer Leichen steigt auf, von ihrem Blut zerfließen3 die Berge.
4Alles Heer des Himmels löst sich auf. Und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle. All ihr Heer verwelkt <und fällt ab>, wie das Laub vom Weinstock verwelkt4, wie Welkendes am Feigenbaum;
5denn reichlich durchtränkt5 ist in den Himmeln mein Schwert. Siehe! Auf Edom fährt es herab, auf das Volk meines Bannes6 zum Gericht.
6Ein Schwert hat Jahweh, es ist voll Blut, es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder, denn Jahweh hat ein Schlachtopfer in Bozra und ein großes Schlachten im Land Edom.
7Es stürzen Wildstiere mit ihnen hinab7 und Jungstiere mitsamt kräftigen [Bullen]. Und ihre Erde wird durchtränkt8 von Blut, und ihr Staub trieft von Fett.
8Fürwahr, einen Tag der Rache hat Jahweh, ein Jahr der Vergeltung9 für die Rechtssache Zions.
9Da wandeln sich seine Bäche in Pech und sein Staub in Schwefel, und seine Erde10 wird zu brennendem Pech.
10Nacht und Tag erlischt es nicht, ewiglich steigt sein Rauch empor. Geschlecht um Geschlecht liegt es verödet11, für immer und ewig12 zieht niemand hindurch.
11Pelikan13 und Igel nehmen es in Besitz, und Eule14 und Rabe wohnen darin. Er spannt darüber die Messschnur der Öde und das Senkblei der Leere.
12Seine Edlen - man ruft dort kein Königtum [mehr] aus - und alle seine Obersten werden zu nichts.
13In seinen Prachtbauten schießen Dornen auf, Nesseln und Disteln in seinen Burgen. Und es wird zur Wohnstätte der Schakale, zum Grasplatz15 für Straußenhennen16.
14Steppentiere treffen mit Schakalen zusammen, und Zottige17 begegnen einander. Nur die Lilit18 hält dort Rast und findet eine Stätte der Ruhe für sich.
15Dort nistet die Pfeilschlange19 und legt [ihre Eier], brütet und hegt [sie] in ihrem Schatten. Nur Raubvögel versammeln sich dort, einer zum anderen.
16Forscht nach im Buch Jahwehs und lest! Nicht eines von diesen20 fehlt. Keines vermisst das andere, denn mein Mund21, er hat es geboten, und sein Hauch22, er hat sie versammelt.
17Er selbst warf ihnen das Los, seine Hand teilte es mit der Schnur ihnen zu; bis in Ewigkeit werden sie es besitzen, von Generation zu Generation23 darin wohnen.
Fußnoten
- 1 i. S. v.: das Land und was es füllt
- 2 thebel bed. die bewohnte Welt bzw. Teile davon; der Umfang wird vom Kontext bestimmt.
- 3 eigtl.: zerschmelzen
- 4 und abfällt
- 5 o.: trunken
- 6 d. h.: auf das Volk, das ich der Vernichtung geweiht habe.
- 7 o.: steigen ... hinab [zur Schlachtbank]
- 8 o.: wird trunken
- 9 o.: der Heimzahlungen; im Heb. Mehrzahl.
- 10 näml.: Edoms Erde
- 11 und in Trümmern
- 12 eigtl.: für die Dauer von langen Zeiten (im Heb. eine intensivierende Mehrzahlform, etwa: "für die Dauer von Dauerungen".)
- 13 o.: Wüstenkauz o. ein ä. unreiner Vogel
- 14 o.: Ibis; o.: Ohreneule; o.: Bienenfresser
- 15 o.: Gehege; Gehöft
- 16 eigtl.: für die Töchter der Straußenhenne; das Wort für "Strauß" ist eigtl. "Wüstenbewohner".
- 17 o.: behaarte, ziegenartige Gestalten, die Götzen darstellten; w.: Haarige; and.: Bocksdämonen
- 18 D. i. ein Nachtwesen (evtl.: ein Nachtvogel o. die Fledermaus); w.: die Nächtliche, die Nachtwandlerin
- 19 o.: die Sprungnatter; o.: das Wüstenhuhn
- 20 Vgl. V. 13-15.
- 21 so d. Mas. T.; einige heb. Hss.: der Mund Jahwehs; Qumran: sein Mund
- 22 o.: sein Odem; o.: sein Geist
- 23 o.: Geschlecht für Geschlecht.