Altes Testament
Jesaja Kapitel 41
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1"Schweigt vor mir1, Küstenländer2, und die Volksstämme mögen neue Kraft treiben3! Sie sollen herzutreten, danach mögen sie reden. Lasst uns miteinander vor Gericht treten!
2Wer hat vom Aufgang her [ihn]4 erweckt, dem auf jedem seiner Tritte Gerechtigkeit5 begegnet? [Wer] gibt Völker vor ihm hin und lässt ihn Könige niedertreten, sodass sein Schwert [sie] macht wie Staub, sein Bogen [sie macht] wie verwehte Stoppeln6?
3[Wer] jagt ihnen nach, zieht sicher7 den Pfad, den er mit seinen Füßen [noch] nie gekommen war?
4Wer hat es gewirkt und gemacht? Der die Geschlechter8 ruft von Anbeginn, ich, Jahweh, der Erste! Und bei den Letzten bin ich der[selbe]9.
5Die Küstenländer10 sehen es, fürchten sich. Es beben die Enden11 der Erde. Sie nähern sich, kommen herbei:
6Jeder hilft seinem Gefährten und sagt seinem Bruder: 'Werde stark!'12
7Und so ermutigt der Kunsthandwerker den Goldschmied13, der Hammerglätter14 den, der auf den Amboss schlägt. Und von der Lötung sagt er: 'Sie ist gut.' Und er befestigt es mit Nägeln, damit es nicht wackelt.
8Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich mir erwähle, Same Abrahams, meines Freundes,
9den ich ergreife von den Enden der Erde, von ihren fernsten Gegenden rufe ich dich, und sage zu dir: 'Mein Knecht bist du.' Ich erwähle dich mir und verwerfe dich nicht.
10Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Schau nicht <ängstlich> umher, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich. Ja, ich helfe dir. Ja, ich stütze15 dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit16.
11Siehe! Beschämt und zuschanden werden alle, die gegen dich entbrannt sind! Die mit dir streiten17, werden wie nichts und gehen zugrunde.
12Du wirst sie suchen und nicht finden, sie, die dich anfechten18. Wie nichts und wie Nichtigkeit sollen sein, die dich bekämpfen!,
13denn ich bin Jahweh, dein Gott, der deine Rechte ergreift, der zu dir sagt: 'Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei!
14Fürchte dich nicht, Würmlein Jakob, Häuflein19 Israel. Ich selbst helfe dir!', ist der Spruch Jahwehs. 'Und dein Erlöser20 ist der Heilige Israels.'"
15"Siehe! Ich mache dich zu einem Dreschschlitten, einen scharfschneidenden, neuen, mit Doppelschneiden versehen: Du wirst Berge dreschen und zermalmen, und Hügel wirst du machen wie Spreu.
16Du wirst sie worfeln, und der Wind wird sie forttragen und der Sturm sie zerstreuen. Du aber, du wirst frohlocken über Jahweh und dich rühmen des Heiligen Israels."
17"Die Gebeugten und die Armen suchen nach Wasser, aber es gibt keines. Ihre Zunge vertrocknet vor Durst: Ich, Jahweh, werde sie erhören. Ich, Israels Gott, verlasse sie nicht.
18Ich öffne Ströme auf den kahlen Höhen, und Quellen mitten in den Talebenen. Ich mache die Wüste zum Wasserteich und das Land der Dürre zu Wasserquellen.
19Ich setze Zedern in die Wüste, Akazien, Myrten und Olivenbäume, pflanze Wacholderbäume in die Steppe, Platanen21 und Zypressen22 miteinander,
20damit sie es sehen und erkennen und aufnehmen und begreifen allesamt: Ja, die Hand Jahwehs hat dieses getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen."
21"Bringt eure Rechtssache vor!", sagt Jahweh. "Bringt eure Beweise herbei!", sagt der König Jakobs.
22"Sie sollen es vorbringen und uns berichten, was sich ereignen wird! Das Frühere, was es war, das berichtet, so wollen wir das Herz darauf richten und den Ausgang davon erkennen! Oder das Kommende lasst uns hören.
23Berichtet, was künftig kommen wird, damit wir erkennen, dass ihr Götter seid! Ja, tut Gutes oder tut Böses, damit wir uns einander <erstaunt> anblicken und miteinander es sehen23.
24Siehe! Ihr seid nichtig, und euer Tun ist nichtig. Ein Gräuel, wer sich euch erwählt!"
25"Ich erweckte einen24, vom Norden her, und er ist gekommen, vom Aufgang der Sonne her, er, der meinen Namen anruft. Und er wird über Statthalter gehen wie über Lehm und wie ein Töpfer, der Ton zerstampft.
26Wer hat von Anfang an davon berichtet, dass wir es wüssten, und von jeher, dass wir sagen könnten: 'Richtig!'? Doch da war ja keiner, der es berichtete, ja, keiner, der es hören ließ, ja, keiner, der Sprüche von euch vernommen hätte.
27Als Erster werde ich Zion (Siehe! Da sind sie!) und Jerusalem einen Verkünder <guter Botschaft> geben.
28Aber sehe ich hin, <so> ist keiner da. Und unter diesen ist kein Ratgeber, dass ich sie fragen könnte und sie mir Antwort gäben.
29Siehe! Sie alle sind Trug25! Ihre gemachten [Werke] sind nichts, Wind und Leere ihre Gussbilder."
2Wer hat vom Aufgang her [ihn]4 erweckt, dem auf jedem seiner Tritte Gerechtigkeit5 begegnet? [Wer] gibt Völker vor ihm hin und lässt ihn Könige niedertreten, sodass sein Schwert [sie] macht wie Staub, sein Bogen [sie macht] wie verwehte Stoppeln6?
3[Wer] jagt ihnen nach, zieht sicher7 den Pfad, den er mit seinen Füßen [noch] nie gekommen war?
4Wer hat es gewirkt und gemacht? Der die Geschlechter8 ruft von Anbeginn, ich, Jahweh, der Erste! Und bei den Letzten bin ich der[selbe]9.
5Die Küstenländer10 sehen es, fürchten sich. Es beben die Enden11 der Erde. Sie nähern sich, kommen herbei:
6Jeder hilft seinem Gefährten und sagt seinem Bruder: 'Werde stark!'12
7Und so ermutigt der Kunsthandwerker den Goldschmied13, der Hammerglätter14 den, der auf den Amboss schlägt. Und von der Lötung sagt er: 'Sie ist gut.' Und er befestigt es mit Nägeln, damit es nicht wackelt.
8Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich mir erwähle, Same Abrahams, meines Freundes,
9den ich ergreife von den Enden der Erde, von ihren fernsten Gegenden rufe ich dich, und sage zu dir: 'Mein Knecht bist du.' Ich erwähle dich mir und verwerfe dich nicht.
10Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Schau nicht <ängstlich> umher, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich. Ja, ich helfe dir. Ja, ich stütze15 dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit16.
11Siehe! Beschämt und zuschanden werden alle, die gegen dich entbrannt sind! Die mit dir streiten17, werden wie nichts und gehen zugrunde.
12Du wirst sie suchen und nicht finden, sie, die dich anfechten18. Wie nichts und wie Nichtigkeit sollen sein, die dich bekämpfen!,
13denn ich bin Jahweh, dein Gott, der deine Rechte ergreift, der zu dir sagt: 'Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei!
14Fürchte dich nicht, Würmlein Jakob, Häuflein19 Israel. Ich selbst helfe dir!', ist der Spruch Jahwehs. 'Und dein Erlöser20 ist der Heilige Israels.'"
15"Siehe! Ich mache dich zu einem Dreschschlitten, einen scharfschneidenden, neuen, mit Doppelschneiden versehen: Du wirst Berge dreschen und zermalmen, und Hügel wirst du machen wie Spreu.
16Du wirst sie worfeln, und der Wind wird sie forttragen und der Sturm sie zerstreuen. Du aber, du wirst frohlocken über Jahweh und dich rühmen des Heiligen Israels."
17"Die Gebeugten und die Armen suchen nach Wasser, aber es gibt keines. Ihre Zunge vertrocknet vor Durst: Ich, Jahweh, werde sie erhören. Ich, Israels Gott, verlasse sie nicht.
18Ich öffne Ströme auf den kahlen Höhen, und Quellen mitten in den Talebenen. Ich mache die Wüste zum Wasserteich und das Land der Dürre zu Wasserquellen.
19Ich setze Zedern in die Wüste, Akazien, Myrten und Olivenbäume, pflanze Wacholderbäume in die Steppe, Platanen21 und Zypressen22 miteinander,
20damit sie es sehen und erkennen und aufnehmen und begreifen allesamt: Ja, die Hand Jahwehs hat dieses getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen."
21"Bringt eure Rechtssache vor!", sagt Jahweh. "Bringt eure Beweise herbei!", sagt der König Jakobs.
22"Sie sollen es vorbringen und uns berichten, was sich ereignen wird! Das Frühere, was es war, das berichtet, so wollen wir das Herz darauf richten und den Ausgang davon erkennen! Oder das Kommende lasst uns hören.
23Berichtet, was künftig kommen wird, damit wir erkennen, dass ihr Götter seid! Ja, tut Gutes oder tut Böses, damit wir uns einander <erstaunt> anblicken und miteinander es sehen23.
24Siehe! Ihr seid nichtig, und euer Tun ist nichtig. Ein Gräuel, wer sich euch erwählt!"
25"Ich erweckte einen24, vom Norden her, und er ist gekommen, vom Aufgang der Sonne her, er, der meinen Namen anruft. Und er wird über Statthalter gehen wie über Lehm und wie ein Töpfer, der Ton zerstampft.
26Wer hat von Anfang an davon berichtet, dass wir es wüssten, und von jeher, dass wir sagen könnten: 'Richtig!'? Doch da war ja keiner, der es berichtete, ja, keiner, der es hören ließ, ja, keiner, der Sprüche von euch vernommen hätte.
27Als Erster werde ich Zion (Siehe! Da sind sie!) und Jerusalem einen Verkünder <guter Botschaft> geben.
28Aber sehe ich hin, <so> ist keiner da. Und unter diesen ist kein Ratgeber, dass ich sie fragen könnte und sie mir Antwort gäben.
29Siehe! Sie alle sind Trug25! Ihre gemachten [Werke] sind nichts, Wind und Leere ihre Gussbilder."
Fußnoten
- 1 o.: Wendet euch schweigend mir zu
- 2 und Inseln
- 3 o.: werden (o.: sollen) ihre Kraft verjüngen
- 4 Vgl. Jes 41,25; 45,1.
- 5 hier: strafende, züchtigende Gerechtigkeit
- 6 o.: Er macht wie Staub ihr Schwert, wie verwehte Stoppeln ihren Bogen.
- 7 o.: unversehrt; eigtl.: in Frieden
- 8 i. S. v.: die Generationen der Geschlechter
- 9 o.: bin ich der Eine; o.: bin ich's.
- 10 und Inseln
- 11 o.: die Ränder (o.: Ecken); so a. i. Folg.
- 12 i. S. v.: Fasse Mut!
- 13 eigtl.: den Schmelzer
- 14 d. h.: der, der mit dem Schmiedehammer glättet
- 15 o.: halte dich aufrecht (wie 42,1)
- 16 o. evtl.: meines Heils.
- 17 w.: die Männer deines Rechtsstreits
- 18 o.: mit dir Krieg führen.
- 19 o.: Leutchen; geringe Anzahl
- 20 o.: der im Begriff ist, dich zu erlösen; der dich Auslösende
- 21 o.: Ulmen (o. eine andere Baumart des Libanon)
- 22 o.: Buchsbäume o. Kiefern o. Ähnliches
- 23 o.: miteinander uns fürchten.
- 24 D. i. Kyrus; Jes 45,1.
- 25 o.: eitle Mühe; Nichtigkeit.