Altes Testament
Jesaja Kapitel 3
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Ja, siehe, der Herr, Jahweh der Heere, entfernt von Jerusalem und von Juda Stütze und Stab, jede Stütze des Brotes und jede Stütze des Wassers,
2den Helden und den Kriegsmann, den Richter und den Propheten, den Orakelsprecher1 und den Ältesten,
3den Obersten der Fünfzigschaft und den Angesehenen, den Ratgeber und den in Künsten2 Erfahrenen und den, der sich aufs Beschwören3 versteht.
4Und ich mache Burschen zu ihren Obersten, und Mutwillige4 sollen über sie herrschen.
5Und bedrängen wird sich das Volk, Mann gegen Mann, und ein jeder seinen Nächsten5. Frech sein wird der Bursche gegen den Greis und der Geringe gegen den Geehrten.
6Wenn dann einer seinen Bruder ergreift im Haus seines Vaters [und sagt]: "Du hast ein Kleid6, Anführer sollst du uns sein! Dieser Haufen sei unter deiner Hand!",
7wird der an jenem Tag die Stimme erheben und sagen: "Ich will kein Wundverbinder sein. In meinem Haus ist kein Brot und kein Kleid. Macht mich nicht zum Führer des Volkes!"
8Fürwahr, Jerusalem stürzt, und Juda fällt hin, denn ihre Zunge und ihr Tun sind gegen Jahweh, um gegen die Augen seiner Ehre widerspenstig zu sein.
9Der Ausdruck ihres Angesichts zeugt gegen sie. Ihre Sünde tun sie <offen> kund wie Sodom, sie verhehlen sie nicht. Wehe ihrer Seele, denn sie tun sich selbst Böses an7!
10Sagt vom Gerechten, dass [es ihm] wohlgehen wird; denn sie genießen die Frucht ihrer Taten.
11Wehe dem Ehrfurchtslosen! Es wird ihm schlecht gehen, denn das Tun seiner Hände wird ihm vergolten.
12Mein Volk! Seine Treiber sind Mutwillige8, und Frauen beherrschen es. Mein Volk! Deine Führer sind Irreführer, und den Weg deiner Pfade9 hat man verwirrt.
13Jahweh steht hin, den Rechtsstreit zu führen, und er steht da, die Volksscharen zu richten.
14Jahweh geht ins Gericht mit den Ältesten und Obersten seines Volkes: "Und ihr, ihr habt den Weinberg verzehrt10! Das dem Gebeugten Geraubte ist in euren Häusern.
15Was ist das mit euch, dass ihr zerschlagt mein Volk und zermalmt das Angesicht der Gebeugten?", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs der Heere.
16Und Jahweh sagte: "Weil die Töchter Zions hochmütig sind und gehen mit hochgerecktem Hals und mit scheelblickenden11 Augen, - sie gehen trippelnden Ganges und klirren mit ihren Füßen12 -,
17<so> wird der Herr grindig13 machen den Scheitel der Töchter Zions, und Jahweh wird entblößen ihre Scham14."
18An jenem Tag wird der Herr wegnehmen die Pracht der Fußspangen und Stirnbänder und Halbmonde15,
19die Ohrgehänge und die Armspangen und die Flatterschleier,
20die Kopfbunde und die Schrittkettchen und die Gürtel und die Riechfläschchen und die Amulette,
21die Siegelringe und die Nasenringe,
22die Prachtkleider und die Überkleider und die Umschlagtücher und die Täschchen,
23die Putzspiegel und die feinen Leinenunterkleider und die Turbane und die Überwürfe16.
24Und es wird geschehen: Statt Balsam wird Moder sein, statt des Gürtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze, statt des Prunkgewandes Umgürtung mit Sacktuch, Brandmal statt Schönheit.
25Deine Mannschaft wird fallen durchs Schwert, deine Heldenschar17 im Krieg.
26Da werden klagen und trauern ihre18 Tore, und sie wird ausgeraubt19 auf der Erde sitzen.
2den Helden und den Kriegsmann, den Richter und den Propheten, den Orakelsprecher1 und den Ältesten,
3den Obersten der Fünfzigschaft und den Angesehenen, den Ratgeber und den in Künsten2 Erfahrenen und den, der sich aufs Beschwören3 versteht.
4Und ich mache Burschen zu ihren Obersten, und Mutwillige4 sollen über sie herrschen.
5Und bedrängen wird sich das Volk, Mann gegen Mann, und ein jeder seinen Nächsten5. Frech sein wird der Bursche gegen den Greis und der Geringe gegen den Geehrten.
6Wenn dann einer seinen Bruder ergreift im Haus seines Vaters [und sagt]: "Du hast ein Kleid6, Anführer sollst du uns sein! Dieser Haufen sei unter deiner Hand!",
7wird der an jenem Tag die Stimme erheben und sagen: "Ich will kein Wundverbinder sein. In meinem Haus ist kein Brot und kein Kleid. Macht mich nicht zum Führer des Volkes!"
8Fürwahr, Jerusalem stürzt, und Juda fällt hin, denn ihre Zunge und ihr Tun sind gegen Jahweh, um gegen die Augen seiner Ehre widerspenstig zu sein.
9Der Ausdruck ihres Angesichts zeugt gegen sie. Ihre Sünde tun sie <offen> kund wie Sodom, sie verhehlen sie nicht. Wehe ihrer Seele, denn sie tun sich selbst Böses an7!
10Sagt vom Gerechten, dass [es ihm] wohlgehen wird; denn sie genießen die Frucht ihrer Taten.
11Wehe dem Ehrfurchtslosen! Es wird ihm schlecht gehen, denn das Tun seiner Hände wird ihm vergolten.
12Mein Volk! Seine Treiber sind Mutwillige8, und Frauen beherrschen es. Mein Volk! Deine Führer sind Irreführer, und den Weg deiner Pfade9 hat man verwirrt.
13Jahweh steht hin, den Rechtsstreit zu führen, und er steht da, die Volksscharen zu richten.
14Jahweh geht ins Gericht mit den Ältesten und Obersten seines Volkes: "Und ihr, ihr habt den Weinberg verzehrt10! Das dem Gebeugten Geraubte ist in euren Häusern.
15Was ist das mit euch, dass ihr zerschlagt mein Volk und zermalmt das Angesicht der Gebeugten?", ist der Spruch des Herrn, Jahwehs der Heere.
16Und Jahweh sagte: "Weil die Töchter Zions hochmütig sind und gehen mit hochgerecktem Hals und mit scheelblickenden11 Augen, - sie gehen trippelnden Ganges und klirren mit ihren Füßen12 -,
17<so> wird der Herr grindig13 machen den Scheitel der Töchter Zions, und Jahweh wird entblößen ihre Scham14."
18An jenem Tag wird der Herr wegnehmen die Pracht der Fußspangen und Stirnbänder und Halbmonde15,
19die Ohrgehänge und die Armspangen und die Flatterschleier,
20die Kopfbunde und die Schrittkettchen und die Gürtel und die Riechfläschchen und die Amulette,
21die Siegelringe und die Nasenringe,
22die Prachtkleider und die Überkleider und die Umschlagtücher und die Täschchen,
23die Putzspiegel und die feinen Leinenunterkleider und die Turbane und die Überwürfe16.
24Und es wird geschehen: Statt Balsam wird Moder sein, statt des Gürtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze, statt des Prunkgewandes Umgürtung mit Sacktuch, Brandmal statt Schönheit.
25Deine Mannschaft wird fallen durchs Schwert, deine Heldenschar17 im Krieg.
26Da werden klagen und trauern ihre18 Tore, und sie wird ausgeraubt19 auf der Erde sitzen.
Fußnoten
- 1 Das Wort ist abgeleitet vom Zeitwort: "durch Lose Entscheidung suchen".
- 2 o.: Handwerkskünsten
- 3 o.: auf Zaubereigemurmel
- 4 o.: Unfug Treibende; Willkürliche; Launenhafte
- 5 eigtl.: Gefährten
- 6 o.: einen Mantel
- 7 eigtl.: sie lassen sich selbst das Böse heranreifen.
- 8 o.: sind [wie] Buben
- 9 i. S. v.: den Weg, den du gehen sollst
- 10 o.: verwüstet; geplündert; kahlgefressen
- 11 o.: kokett <nach der Seite> blickenden; gefallsüchtigen
- 12 i. S. v.: mit ihren Fußspangen
- 13 d. h.: (durch Hautausschlag) kahl und schorfig
- 14 im Heb. ein unsicheres Wort; and.: Stirn; es könnte die Stirn euphemistisch für die Scham stehen.
- 15 o.: Möndchen; gemeint sind mondförmige Schmucksachen.
- 16 Gemeint sind weite, feine Umschlagtücher, über Kopf und Schulter geworfen.
- 17 w.: deine Heldenschaft
- 18 d. i.: die der Tochter Zion
- 19 o.: ausgeleert; verheert (Grundbed.: frei, gereinigt)