Altes Testament
Psalmen Kapitel 102
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Gebet eines Gebeugten1, wenn er verzagt und seine Klage vor Jahweh ausschüttet
2Jahweh, höre mein Gebet! Mein inniges Rufen2 komme zu dir!
3Verbirg nicht dein Angesicht vor mir am Tag meiner Bedrängnis. Neige dein Ohr zu mir. An dem Tag, da ich rufe, erhöre mich eilends,
4denn im Rauch entschwinden meine Tage, meine Gebeine sind entzündet wie Glut!
5Wie Gras3 ist geschlagen und verdorrt mein Herz. Ja, mein Brot zu essen vergesse ich.
6Von der Stimme meines Seufzens klebt mein Gebein an meinem Fleisch.
7Ich gleiche dem Pelikan der Wüste, bin wie eine Eule in den Ruinen.
8Ich durchwache [die Nacht], bin geworden wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
9Den ganzen Tag höhnen mich meine Feinde. Die gegen mich rasen, schwören bei mir4;
10denn Staub5 esse ich wie Brot, und meinen Trank vermische ich mit Tränen,
11aufgrund deiner Entrüstung6 und deines Grimms, denn du hobst mich empor und warfst mich hin.
12Meine Tage sind wie ein lang gestreckter Schatten, und ich, ich verdorre wie Gras.
13Aber du, Jahweh, du thronst ewiglich, und dein Gedenkname7 [währt] von Geschlecht zu Geschlecht.
14Du wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen, denn es ist Zeit, ihm gnädig zu sein8, denn die bestimmte Zeit ist gekommen,
15denn deine Knechte hängen <liebend> an seinen Steinen, und sie tragen Leid um seinen Schutt.
16Die Völker9 werden den Namen Jahwehs fürchten, alle Könige der Erde deine Herrlichkeit;
17denn Jahweh wird Zion bauen, wird erscheinen in seiner Herrlichkeit.
18Er wird sich wenden zum Gebet der Entblößten, und ihr Gebet wird er nicht verachten.
19Das wird geschrieben für ein künftiges Geschlecht; und ein [neu] geschaffenes Volk wird Jah preisen;
20denn er sieht herab von der Höhe seines Heiligtums. Jahweh blickt vom Himmel zur Erde,
21zu hören das Seufzen des Gefangenen, loszumachen die Söhne des Todes10,
22dass sie den Namen Jahwehs künden in Zion und in Jerusalem sein Lob,
23wenn die Volksscharen sich alle versammeln und die Königreiche, um Jahweh zu dienen.
24°Er hat meine Kraft gebeugt auf dem Wege, hat verkürzt meine Tage11.
25Ich sage: Mein Starker! Nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage. °Von Geschlecht zu Geschlecht [währen] deine Jahre.
26Du12 gründetest vormals die Erde13. Und die Himmel sind ein Werk deiner Hände.
27Sie werden vergehen, aber du bleibst. Und sie alle werden alt werden wie ein Kleid; wie ein Gewand14 wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden.
28Aber du bist der[selbe]15, und deine Jahre werden kein Ende nehmen.
29Die Söhne deiner Knechte werden wohnen16, und ihr Same wird vor dir Bestand haben.
2Jahweh, höre mein Gebet! Mein inniges Rufen2 komme zu dir!
3Verbirg nicht dein Angesicht vor mir am Tag meiner Bedrängnis. Neige dein Ohr zu mir. An dem Tag, da ich rufe, erhöre mich eilends,
4denn im Rauch entschwinden meine Tage, meine Gebeine sind entzündet wie Glut!
5Wie Gras3 ist geschlagen und verdorrt mein Herz. Ja, mein Brot zu essen vergesse ich.
6Von der Stimme meines Seufzens klebt mein Gebein an meinem Fleisch.
7Ich gleiche dem Pelikan der Wüste, bin wie eine Eule in den Ruinen.
8Ich durchwache [die Nacht], bin geworden wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
9Den ganzen Tag höhnen mich meine Feinde. Die gegen mich rasen, schwören bei mir4;
10denn Staub5 esse ich wie Brot, und meinen Trank vermische ich mit Tränen,
11aufgrund deiner Entrüstung6 und deines Grimms, denn du hobst mich empor und warfst mich hin.
12Meine Tage sind wie ein lang gestreckter Schatten, und ich, ich verdorre wie Gras.
13Aber du, Jahweh, du thronst ewiglich, und dein Gedenkname7 [währt] von Geschlecht zu Geschlecht.
14Du wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen, denn es ist Zeit, ihm gnädig zu sein8, denn die bestimmte Zeit ist gekommen,
15denn deine Knechte hängen <liebend> an seinen Steinen, und sie tragen Leid um seinen Schutt.
16Die Völker9 werden den Namen Jahwehs fürchten, alle Könige der Erde deine Herrlichkeit;
17denn Jahweh wird Zion bauen, wird erscheinen in seiner Herrlichkeit.
18Er wird sich wenden zum Gebet der Entblößten, und ihr Gebet wird er nicht verachten.
19Das wird geschrieben für ein künftiges Geschlecht; und ein [neu] geschaffenes Volk wird Jah preisen;
20denn er sieht herab von der Höhe seines Heiligtums. Jahweh blickt vom Himmel zur Erde,
21zu hören das Seufzen des Gefangenen, loszumachen die Söhne des Todes10,
22dass sie den Namen Jahwehs künden in Zion und in Jerusalem sein Lob,
23wenn die Volksscharen sich alle versammeln und die Königreiche, um Jahweh zu dienen.
24°Er hat meine Kraft gebeugt auf dem Wege, hat verkürzt meine Tage11.
25Ich sage: Mein Starker! Nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage. °Von Geschlecht zu Geschlecht [währen] deine Jahre.
26Du12 gründetest vormals die Erde13. Und die Himmel sind ein Werk deiner Hände.
27Sie werden vergehen, aber du bleibst. Und sie alle werden alt werden wie ein Kleid; wie ein Gewand14 wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden.
28Aber du bist der[selbe]15, und deine Jahre werden kein Ende nehmen.
29Die Söhne deiner Knechte werden wohnen16, und ihr Same wird vor dir Bestand haben.
Fußnoten
- 1 o.: Elenden
- 2 o.: mein lautes Rufen <um Hilfe>
- 3 o.: Kraut; Pflanzengewächs
- 4 i. S. v.: sie nehmen mich zum Anlass für ein Fluchwort; vgl. Jes 65,15; Jer 29,22.
- 5 o.: Asche
- 6 o.: deines Zürnens; deiner Strafgerichte
- 7 Vgl. 2Mo 3,15.
- 8 o.: ihn (d. i.: den Berg Zion: Stadt u. Volk) zu begnadigen; ihm Gnade zu erweisen; o.: mit ihm Mitgefühl zu haben
- 9 o.: Die, die von den Völkern sind; die Heiden
- 10 d. h.: die dem Tode Geweihten; eigtl.: die Söhne des Sterbens
- 11 d. h.: die Anzahl derselben
- 12 n. d. gr. Üsg. u. Hebr 1,10: Du, Herr (gr. kürios), ...
- 13 o.: das Land
- 14 o.: wie ein umhüllendes [Kleidungsstück]
- 15 o.: du bist er; du bist der; du bist der <Wahre> (o.: der Einzige; o.: der Ewige).
- 16 und bleiben; d. h.: eine feste Wohnung haben