Altes Testament
Psalmen Kapitel 73
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Ein Psalm Von Asaf Fürwahr, Gott ist Israel gut, denen, die reinen Herzens sind.
2Ich aber, wenig fehlte, so wären fehlgegangen1 meine Füße; beinahe wären ausgeglitten meine Schritte;
3denn ich beneidete die Prahler2, als ich die Wohlfahrt3 der Ehrfurchtslosen sah;
4°denn ohne Qualen ist ihr Tod4; und gemästet ist ihr Leib.
5Mühsal der Sterblichen haben sie nicht;5 mit den Menschen6 werden sie nicht geplagt.
6Darum ist der Hochmut ihr Halsschmuck, Gewalttat das Kleid, das sie umgibt.
7Aus dem Fett tritt hervor ihr Auge; die Einbildungen [ihres] Herzens quellen über7;
8sie höhnen und reden in Bosheit, reden Bedrückung von oben herab8.
9Sie setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge wandelt9 auf der Erde.
10Deshalb wendet sein Volk sich ihnen zu, und Wasser in Fülle wird bei ihnen geschlürft.
11Sie sagen: "Wie sollte der Starke es wissen?" "Hat der Höchste Kenntnis davon?"
12Siehe! Diese sind Ehrfurchtslose, immerdar sorglos häufen sie Reichtum auf.
13Fürwahr, umsonst hielt ich mein Herz rein und wusch ich meine Hände10 in Unschuld,
14[umsonst] war ich geplagt den ganzen Tag und war meine Züchtigung jeden Morgen da.
15Hätte ich gesagt: "Ich will ebenso reden", - siehe! - dann hätte ich treulos gehandelt am Geschlecht deiner Söhne.
16Da sann ich nach, dies zu begreifen - Mühe war es in meinen Augen -,
17bis ich hineinging ins Heiligtum des Starken und ihr Ende bedachte.
18Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund, du lässt sie zerfallen zu Trümmern11.
19Wie werden sie so plötzlich verwüstet, schwinden dahin, nehmen ein Ende mit Schrecken!
20Wie einen Traum nach dem Erwachen, verachtest du, Herr, wenn du dich aufmachst12, ihr Bild.
21Als mein Herz erbittert war und es mich stach in meinen Nieren,
22da war ich vernunftlos und erkannte es nicht; ein Ochse13 war ich bei dir.
23Aber ich, ich bin stets bei dir, du hast meine rechte Hand gefasst,
24du leitest mich durch deinen Rat, und hernach nimmst du mich auf in Herrlichkeit14.
25Wen habe ich in den Himmeln! Und neben dir habe ich an nichts Lust auf der Erde15.
26Vergehen auch mein Fleisch und mein Herz, der Fels meines Herzens und mein Losteil ist Gott auf ewig;
27denn - siehe! - die fern sind von dir, kommen um; du lässt verstummen alle, die weghuren von dir16.
28Aber ich - Gott zu nahen ist mir gut.17 Ich habe Jahweh, meinen Herrn, mir zur Zuflucht gemacht, zu erzählen alle deine Taten.
2Ich aber, wenig fehlte, so wären fehlgegangen1 meine Füße; beinahe wären ausgeglitten meine Schritte;
3denn ich beneidete die Prahler2, als ich die Wohlfahrt3 der Ehrfurchtslosen sah;
4°denn ohne Qualen ist ihr Tod4; und gemästet ist ihr Leib.
5Mühsal der Sterblichen haben sie nicht;5 mit den Menschen6 werden sie nicht geplagt.
6Darum ist der Hochmut ihr Halsschmuck, Gewalttat das Kleid, das sie umgibt.
7Aus dem Fett tritt hervor ihr Auge; die Einbildungen [ihres] Herzens quellen über7;
8sie höhnen und reden in Bosheit, reden Bedrückung von oben herab8.
9Sie setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge wandelt9 auf der Erde.
10Deshalb wendet sein Volk sich ihnen zu, und Wasser in Fülle wird bei ihnen geschlürft.
11Sie sagen: "Wie sollte der Starke es wissen?" "Hat der Höchste Kenntnis davon?"
12Siehe! Diese sind Ehrfurchtslose, immerdar sorglos häufen sie Reichtum auf.
13Fürwahr, umsonst hielt ich mein Herz rein und wusch ich meine Hände10 in Unschuld,
14[umsonst] war ich geplagt den ganzen Tag und war meine Züchtigung jeden Morgen da.
15Hätte ich gesagt: "Ich will ebenso reden", - siehe! - dann hätte ich treulos gehandelt am Geschlecht deiner Söhne.
16Da sann ich nach, dies zu begreifen - Mühe war es in meinen Augen -,
17bis ich hineinging ins Heiligtum des Starken und ihr Ende bedachte.
18Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund, du lässt sie zerfallen zu Trümmern11.
19Wie werden sie so plötzlich verwüstet, schwinden dahin, nehmen ein Ende mit Schrecken!
20Wie einen Traum nach dem Erwachen, verachtest du, Herr, wenn du dich aufmachst12, ihr Bild.
21Als mein Herz erbittert war und es mich stach in meinen Nieren,
22da war ich vernunftlos und erkannte es nicht; ein Ochse13 war ich bei dir.
23Aber ich, ich bin stets bei dir, du hast meine rechte Hand gefasst,
24du leitest mich durch deinen Rat, und hernach nimmst du mich auf in Herrlichkeit14.
25Wen habe ich in den Himmeln! Und neben dir habe ich an nichts Lust auf der Erde15.
26Vergehen auch mein Fleisch und mein Herz, der Fels meines Herzens und mein Losteil ist Gott auf ewig;
27denn - siehe! - die fern sind von dir, kommen um; du lässt verstummen alle, die weghuren von dir16.
28Aber ich - Gott zu nahen ist mir gut.17 Ich habe Jahweh, meinen Herrn, mir zur Zuflucht gemacht, zu erzählen alle deine Taten.
Fußnoten
- 1 o.: abgewichen
- 2 o.: die Übermütigen; eigtl.: die laut Hallenden; die leer Dröhnenden
- 3 Grundbed.: Friede
- 4 d. h.: ihr Sterben
- 5 o.: Sie sind nicht in der Plage (o.: in dem Ungemach) der hinfälligen Menschen (heb. änosch).
- 6 d. h.: mit den übrigen Menschen (adam; kollektive Einzahl)
- 7 o.: fluten <stromgleich> über (näml.: in stolzem Reden, V. 8.9).
- 8 d. h.: sie reden böse und drohen von oben herab mit Bedrückung; o.: sie reden von oben herab und bedrücken.
- 9 o.: geht hin und her; o.: schweift
- 10 eigtl.: meine offenen Hände; meine Handflächen
- 11 o.: du lässt sie fallen in Täuschungen.
- 12 näml. zum Gericht; Ps 59,6
- 13 o.: ein [unvernünftiges] Tier; heb. behemoth
- 14 o.: in Ehren; o.: zu Herrlichkeit hin.
- 15 o.: habe ich kein Gefallen im Lande.
- 16 o.: die hurerisch dir die Treue brechen.
- 17 eigtl.: das Nahen zu Gott (w.: das Gott-Nahen) ist mir Gutes.