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Altes Testament

Psalmen Kapitel 109

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Dem leitenden Musiker1 Von David Ein Psalm Gott meines Lobes2, schweige nicht!,
2denn der Mund des Ehrfurchtslosen und der Mund des Trugs haben sich gegen mich aufgetan; sie reden zu mir mit Lügenzunge,
3Reden des Hasses umgeben mich, sie bekämpfen mich ohne Grund.
4Für meine Liebe feinden sie mich an; doch ich <bin im> Gebet.
5Und sie bürden mir Böses auf für Gutes und Hass für meine Liebe.
6Bestelle einen Ehrfurchtslosen über ihn, und ein Widersacher trete zu seiner Rechten.
7Wenn er gerichtet wird, gehe er als Schuldiger3 hervor, und sein Gebet werde zur Sünde.
8Seine Tage seien wenige; seine Aufseherschaft übernehme ein anderer.
9Seine Söhne sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe.
10Schweifen, umherschweifen sollen seine Kinder und betteln4, und [Überreste] suchen aus ihren Trümmern.
11Der Wucherer5 umgarne alles, was er hat, und Fremde sollen rauben seine Arbeit6.
12Er habe keinen, der ihm Güte bewahre7, der seinen Waisen gnädig sei.
13Sein Nachwuchs verfalle der Ausrottung, im folgenden Geschlecht erlösche ihr Name.
14Gedacht werde - vor Jahweh - der Schuld seiner Väter; und nicht werde gelöscht die Sünde seiner Mutter.
15Stets sollen sie vor Jahweh gegenwärtig sein; und ihr Andenken8 rotte er aus von der Erde,
16darum, dass er nicht gedachte, Güte zu üben, und den Mann, der gebeugt und bedürftig und verzagten Herzens war, verfolgte, um ihn zu Tode zu bringen.
17Ja, er liebte den Fluch, so kam er auf ihn; er hatte kein Gefallen an Segen, so war er ferne von ihm.
18Und er zog den Fluch an wie sein Gewand, der drang wie Wasser in sein Inneres und wie Öl in seine Gebeine.
19Er sei ihm wie ein Mantel, in den er sich hüllt, und wie ein Riemen, mit dem er sich stets gürtet.
20Das ist der Lohn meiner Widersacher von Seiten Jahwehs und derer, die Böses reden wider meine Seele.
21Doch du, Jahweh, mein Herr, handle an mir - um deines Namens willen! Weil deine Güte gut ist, befreie mich!,
22denn ich bin gebeugt und bedürftig, und mein Herz ist durchbohrt in meinem Innern.
23Wie der Schatten, wenn er sich streckt, gehe ich dahin, ich werde abgeschüttelt wie die Heuschrecke;
24meine Knie wanken vom Fasten, und mein Fleisch ist abgemagert vom Fett.
25Zum Hohn bin ich ihnen geworden. Wenn sie mich sehen, schütteln sie den Kopf.
26Hilf mir, Jahweh, mein Gott! Rette mich nach deiner Güte!
27Sie sollen wissen, dass dieses deine Hand ist, dass du, Jahweh, es getan hast.
28Mögen sie fluchen, du wirst segnen. Stehen sie auf, so werden sie beschämt, doch dein Knecht wird sich freuen.
29Meine Widersacher müssen sich kleiden in Schande und in ihre Schmach sich hüllen wie in ein Oberkleid.
30Hohes Lob will ich Jahweh aussprechen mit meinem Mund und ihn preisen inmitten von vielen,
31denn er steht dem Bedürftigen zur Rechten, ihn zu retten von denen, die seine Seele richten.

Fußnoten

  1. 1 o.: Vorsänger; o.: Chorleiter; heb. menazeach (leitend; Leitender)
  2. 2 o.: Gott, mein Ruhm
  3. 3 und Ehrfurchtsloser
  4. 4 o.: [nach Brot] fragen
  5. 5 o.: Der [schonungslos die Schuld eintreibende] Gläubiger
  6. 6 eigtl.: sein Erworbenes (bzw.: Erarbeitetes).
  7. 7 eigtl.: verlängere; fortdauern lasse
  8. 8 o.: die Erinnerung an sie