Altes Testament
Psalmen Kapitel 94
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Gott der Rache1, Jahweh, Gott der Rache! Strahle hervor!
2Erhebe dich, Richter der Erde! Vergilt den Hoffärtigen ihr Tun!
3Bis wann sollen die Ehrfurchtslosen, Jahweh, bis wann sollen die Ehrfurchtslosen frohlocken,
4übersprudeln, Freches reden, sich rühmen alle Übeltäter?
5Dein Volk, Jahweh, zertreten sie, und dein Erbteil bedrücken sie,
6Witwe und Fremdling töten sie, sie morden die Waisen hin
7und sagen: "Jah sieht es nicht", "Der Gott Jakobs merkt es nicht."
8Gebt acht2, [ihr] Dummen im Volk, [ihr] Toren, wann werdet ihr klug?
9Der das Ohr pflanzt, sollte der nicht hören? Der das Auge bildet, sollte der nicht sehen?
10Der die Völker züchtigt3, sollte der nicht strafen, er, der Erkenntnis lehrt die Menschen?
11Jahweh kennt die Gedanken4 des Menschen, dass sie Hauch5 sind.
12Selig der Mann, den du züchtigst, Jah, und den du lehrst aus deiner Weisung,
13um ihm Ruhe zu schaffen vor den bösen Tagen, bis die Grube gegraben wird dem Ehrfurchtslosen;
14denn nicht verstoßen wird Jahweh sein Volk, und nicht verlassen wird er sein Erbteil;
15denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren die Rechtsprechung6, und alle Herzensgeraden7 werden ihr8 folgen.
16Wer steht für mich auf gegen die Bösgesinnten? Wer tritt für mich hin gegen die Übeltäter?
17Wäre Jahweh mir nicht zur Hilfe, wenig fehlte, und meine Seele wohnte in der Totenstille9.
18Wenn ich sage: "Es wankt mein Fuß", so stützt mich, o Jahweh, deine Güte.
19Bei der Menge der schweren10 Gedanken in meinem Innern beglücken deine Tröstungen meine Seele.
20Darf mit dir vereint sein der Thron des Verderbens, der Unheilvolles schmiedet wider die Satzung?11
21Sie rotten sich zusammen gegen die Seele des Gerechten und erklären unschuldiges Blut für schuldig12.
22Doch Jahweh wurde mir zur hohen Festung, mein Gott zum Fels meiner Zuflucht.
23Ihr Unheil13 lässt er auf sie zurückkehren, und in ihrer Bosheit lässt er sie verstummen14. Verstummen lässt sie Jahweh, unser Gott.
2Erhebe dich, Richter der Erde! Vergilt den Hoffärtigen ihr Tun!
3Bis wann sollen die Ehrfurchtslosen, Jahweh, bis wann sollen die Ehrfurchtslosen frohlocken,
4übersprudeln, Freches reden, sich rühmen alle Übeltäter?
5Dein Volk, Jahweh, zertreten sie, und dein Erbteil bedrücken sie,
6Witwe und Fremdling töten sie, sie morden die Waisen hin
7und sagen: "Jah sieht es nicht", "Der Gott Jakobs merkt es nicht."
8Gebt acht2, [ihr] Dummen im Volk, [ihr] Toren, wann werdet ihr klug?
9Der das Ohr pflanzt, sollte der nicht hören? Der das Auge bildet, sollte der nicht sehen?
10Der die Völker züchtigt3, sollte der nicht strafen, er, der Erkenntnis lehrt die Menschen?
11Jahweh kennt die Gedanken4 des Menschen, dass sie Hauch5 sind.
12Selig der Mann, den du züchtigst, Jah, und den du lehrst aus deiner Weisung,
13um ihm Ruhe zu schaffen vor den bösen Tagen, bis die Grube gegraben wird dem Ehrfurchtslosen;
14denn nicht verstoßen wird Jahweh sein Volk, und nicht verlassen wird er sein Erbteil;
15denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren die Rechtsprechung6, und alle Herzensgeraden7 werden ihr8 folgen.
16Wer steht für mich auf gegen die Bösgesinnten? Wer tritt für mich hin gegen die Übeltäter?
17Wäre Jahweh mir nicht zur Hilfe, wenig fehlte, und meine Seele wohnte in der Totenstille9.
18Wenn ich sage: "Es wankt mein Fuß", so stützt mich, o Jahweh, deine Güte.
19Bei der Menge der schweren10 Gedanken in meinem Innern beglücken deine Tröstungen meine Seele.
20Darf mit dir vereint sein der Thron des Verderbens, der Unheilvolles schmiedet wider die Satzung?11
21Sie rotten sich zusammen gegen die Seele des Gerechten und erklären unschuldiges Blut für schuldig12.
22Doch Jahweh wurde mir zur hohen Festung, mein Gott zum Fels meiner Zuflucht.
23Ihr Unheil13 lässt er auf sie zurückkehren, und in ihrer Bosheit lässt er sie verstummen14. Verstummen lässt sie Jahweh, unser Gott.
Fußnoten
- 1 o.: Starker Gott (heb. El) der Rachevollstreckungen (im Heb. Mehrzahl)
- 2 o.: Nehmt Verstand an
- 3 und zurechtweist; so a. V. 12.
- 4 i. S. v.: Pläne; Vorhaben
- 5 o.: Dunst; daher: nichtig; vgl. 1Kor 3,20.
- 6 o.: denn das richterliche Walten [Gottes] wird zu gerechter Handhabung zurückkehren
- 7 o.: von Herzen Aufrichtigen
- 8 d. i.: der gerechten Rechtsprechung
- 9 Die heb. dumah ist der Ort des Schweigens, die Stille des Grabes und des Scheols (Totenbereichs).
- 10 und beunruhigenden
- 11 o.: Sollte mit dir Gemeinschaft haben der Richterstuhl des Verderbens, der Unheil schafft unter dem Vorwand des Gesetzes?
- 12 eigtl.: für ehrfurchtslos <und schuldig>
- 13 o.: Ihre Ungerechtigkeit
- 14 o.: bringt er sie zum Schweigen (näml. für immer).