Altes Testament
Psalmen Kapitel 18
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Dem leitenden Musiker Von dem Knecht Jahwehs, von David, der die Worte dieses Liedes zu Jahweh redete an dem Tag, als Jahweh ihn befreit hatte aus dem Griff aller seiner Feinde und aus dem Griff Sauls.
2Und er sagte: Herzlich1 liebe ich dich, Jahweh, meine Stärke.
3Jahweh! Mein Fels, meine Burg2, mein Befreier, mein Starker, mein Hort, zu dem ich Zuflucht nehme, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste3!
4"Gepriesener!", rufe ich zu Jahweh, und ich werde gerettet vor meinen Feinden.
5Es umfingen mich die Fesseln des Todes, und die Sturzbäche Belials4 überfielen mich.
6Die Fesseln des Scheols5 umringten mich. Es ereilten mich die Schlingen des Todes.
7In meiner Bedrängnis rief ich zu Jahweh, ich rief zu meinem Gott <um Hilfe>. Er hörte aus seinem Tempel meine Stimme. Mein inniges Rufen6 kam vor sein Angesicht, in seine Ohren.
8Es schwankte und wogte die Erde, die Grundfesten der Berge erzitterten; sie wankten, weil er entbrannt war.
9Rauch stieg auf von seiner Nase, Feuer fraß aus seinem Munde. Glühende Kohlen brannten aus ihm.
10Er neigte die Himmel und fuhr herab, Wetterdunkel war unter seinen Füßen.
11Er fuhr auf einem Cherub, flog daher, schwebte auf den Fittichen des Windes.
12Finsternis machte er zu seinem Versteck7, zu seinem Zelt rings um sich her, Wasserdunkel, dichtes Himmelsgewölk.
13Aus dem Glanz vor ihm brach sein dichtes Gewölk hervor, Hagel und feurige Kohlen.
14Da donnerte Jahweh in den Himmeln, der Höchste ließ seine Stimme erschallen, Hagel und feurige Kohlen.
15Er entsandte seine Pfeile und zerstreute sie - der Blitze <waren> viele -, und er brachte sie in Verwirrung.
16Da wurden sichtbar die Betten der Wasser, aufgedeckt die Grundfesten des Festlands8 vor deinem Schelten, Jahweh, vor dem Schnauben des Hauches9 deiner Nase.
17Er griff herab aus der Höhe, nahm mich, zog mich aus großen Wassern,
18befreite mich von meinem starken Feind und von meinen Hassern, denn sie waren mir zu stark.
19Sie ereilten mich am Tag meines Unglücks, aber Jahweh wurde mir zur Stütze.
20Und er führte mich heraus ins Weite. Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir.
21Jahweh vergilt mir nach meiner Gerechtigkeit; nach der Reinheit meiner Hände erstattet er mir;
22denn ich bewahrte10 die Wege Jahwehs, ich wich nicht ehrfurchtslos ab11 von meinem Gott;
23alle seine Verordnungen12 sind ja vor mir, seine Satzungen - nicht weiche ich davon ab.
24Ich war untadelig13 gegen ihn, hütete mich vor Verschuldung meinerseits.
25Jahweh erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
26Mit dem Getreuen gehst du getreu um, mit dem untadeligen Mann verfährst du untadelig14;
27dem Reinen erzeigst du dich rein, und dem Verdrehten erweist du dich verdreht;
28denn du rettest das gebeugte Volk, und die hohen Augen erniedrigst du.
29Ja, du machst hell meine Leuchte. Jahweh, mein Gott, erhellt meine Dunkelheit.
30Ja, mit dir renne ich gegen eine Streifschar an, und mit meinem Gott springe ich über eine Mauer.
31Der Starke, sein Weg ist vollkommen. Jahwehs Wort* ist geläutert15. Er ist ein Schild allen, die Zuflucht nehmen zu ihm;
32denn wer ist Gott16 außer Jahweh und wer ein Fels als nur unser Gott?,
33der Starke, der mich gürtet mit Kraft und vollkommen macht meinen Weg,
34der meine Füße den Hirschen gleich macht und mich stellt auf meine Höhen,
35der meine Hände lehrt den Kampf, meine Arme, zu spannen den ehernen Bogen.
36Du gabst mir den Schild deines Heils, deine Rechte stützte mich, und deine Herabneigung machte mich groß.
37Du machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel wankten nicht.
38Meinen Feinden jagte ich nach und holte sie ein, ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.
39Ich zerschmetterte sie, sie vermochten nicht aufzustehen, unter meinen Füßen fielen sie.
40Du gürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden,
41kehrtest mir den Nacken meiner Feinde zu; meine Hasser, ich vernichtete sie17.
42Sie riefen, aber da war kein Retter, zu Jahweh, aber er antwortete ihnen nicht.
43Ich zerrieb sie wie Staub vor dem Wind. Wie Straßenkot schüttete ich sie hin.
44Du befreitest mich aus den Fehden des Volkes. Du setztest mich zum Haupt von Völkern. Ein Volk, das ich nicht kannte, wurde mir dienstbar.
45Aufs Hören des Ohrs sind sie mir gehorsam geworden. Die Söhne der Fremde schmeicheln mir.
46Die Söhne der Fremde sinken hin und zittern hervor aus ihren Burgen.
47Jahweh lebt! Gelobt18 sei mein Fels, und erhöht sei der Gott meines Heils,
48Der Starke, der mir Rache19 gewährt und mir Volksscharen unterwirft,
49der mich entrinnen ließ meinen Feinden. Ja, vor denen, die gegen mich aufstanden, erhöhtest du mich, dem Mann der Gewalttat entrissest du mich.
50Darum bekenne ich dir Lob20, Jahweh, unter den Völkern; deinem Namen werde ich singen21,
51der groß macht die Rettungen22 seines Königs und Güte23 erweist seinem Gesalbten, David, und seinem Samen auf ewig.
2Und er sagte: Herzlich1 liebe ich dich, Jahweh, meine Stärke.
3Jahweh! Mein Fels, meine Burg2, mein Befreier, mein Starker, mein Hort, zu dem ich Zuflucht nehme, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste3!
4"Gepriesener!", rufe ich zu Jahweh, und ich werde gerettet vor meinen Feinden.
5Es umfingen mich die Fesseln des Todes, und die Sturzbäche Belials4 überfielen mich.
6Die Fesseln des Scheols5 umringten mich. Es ereilten mich die Schlingen des Todes.
7In meiner Bedrängnis rief ich zu Jahweh, ich rief zu meinem Gott <um Hilfe>. Er hörte aus seinem Tempel meine Stimme. Mein inniges Rufen6 kam vor sein Angesicht, in seine Ohren.
8Es schwankte und wogte die Erde, die Grundfesten der Berge erzitterten; sie wankten, weil er entbrannt war.
9Rauch stieg auf von seiner Nase, Feuer fraß aus seinem Munde. Glühende Kohlen brannten aus ihm.
10Er neigte die Himmel und fuhr herab, Wetterdunkel war unter seinen Füßen.
11Er fuhr auf einem Cherub, flog daher, schwebte auf den Fittichen des Windes.
12Finsternis machte er zu seinem Versteck7, zu seinem Zelt rings um sich her, Wasserdunkel, dichtes Himmelsgewölk.
13Aus dem Glanz vor ihm brach sein dichtes Gewölk hervor, Hagel und feurige Kohlen.
14Da donnerte Jahweh in den Himmeln, der Höchste ließ seine Stimme erschallen, Hagel und feurige Kohlen.
15Er entsandte seine Pfeile und zerstreute sie - der Blitze <waren> viele -, und er brachte sie in Verwirrung.
16Da wurden sichtbar die Betten der Wasser, aufgedeckt die Grundfesten des Festlands8 vor deinem Schelten, Jahweh, vor dem Schnauben des Hauches9 deiner Nase.
17Er griff herab aus der Höhe, nahm mich, zog mich aus großen Wassern,
18befreite mich von meinem starken Feind und von meinen Hassern, denn sie waren mir zu stark.
19Sie ereilten mich am Tag meines Unglücks, aber Jahweh wurde mir zur Stütze.
20Und er führte mich heraus ins Weite. Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir.
21Jahweh vergilt mir nach meiner Gerechtigkeit; nach der Reinheit meiner Hände erstattet er mir;
22denn ich bewahrte10 die Wege Jahwehs, ich wich nicht ehrfurchtslos ab11 von meinem Gott;
23alle seine Verordnungen12 sind ja vor mir, seine Satzungen - nicht weiche ich davon ab.
24Ich war untadelig13 gegen ihn, hütete mich vor Verschuldung meinerseits.
25Jahweh erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
26Mit dem Getreuen gehst du getreu um, mit dem untadeligen Mann verfährst du untadelig14;
27dem Reinen erzeigst du dich rein, und dem Verdrehten erweist du dich verdreht;
28denn du rettest das gebeugte Volk, und die hohen Augen erniedrigst du.
29Ja, du machst hell meine Leuchte. Jahweh, mein Gott, erhellt meine Dunkelheit.
30Ja, mit dir renne ich gegen eine Streifschar an, und mit meinem Gott springe ich über eine Mauer.
31Der Starke, sein Weg ist vollkommen. Jahwehs Wort* ist geläutert15. Er ist ein Schild allen, die Zuflucht nehmen zu ihm;
32denn wer ist Gott16 außer Jahweh und wer ein Fels als nur unser Gott?,
33der Starke, der mich gürtet mit Kraft und vollkommen macht meinen Weg,
34der meine Füße den Hirschen gleich macht und mich stellt auf meine Höhen,
35der meine Hände lehrt den Kampf, meine Arme, zu spannen den ehernen Bogen.
36Du gabst mir den Schild deines Heils, deine Rechte stützte mich, und deine Herabneigung machte mich groß.
37Du machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel wankten nicht.
38Meinen Feinden jagte ich nach und holte sie ein, ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.
39Ich zerschmetterte sie, sie vermochten nicht aufzustehen, unter meinen Füßen fielen sie.
40Du gürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden,
41kehrtest mir den Nacken meiner Feinde zu; meine Hasser, ich vernichtete sie17.
42Sie riefen, aber da war kein Retter, zu Jahweh, aber er antwortete ihnen nicht.
43Ich zerrieb sie wie Staub vor dem Wind. Wie Straßenkot schüttete ich sie hin.
44Du befreitest mich aus den Fehden des Volkes. Du setztest mich zum Haupt von Völkern. Ein Volk, das ich nicht kannte, wurde mir dienstbar.
45Aufs Hören des Ohrs sind sie mir gehorsam geworden. Die Söhne der Fremde schmeicheln mir.
46Die Söhne der Fremde sinken hin und zittern hervor aus ihren Burgen.
47Jahweh lebt! Gelobt18 sei mein Fels, und erhöht sei der Gott meines Heils,
48Der Starke, der mir Rache19 gewährt und mir Volksscharen unterwirft,
49der mich entrinnen ließ meinen Feinden. Ja, vor denen, die gegen mich aufstanden, erhöhtest du mich, dem Mann der Gewalttat entrissest du mich.
50Darum bekenne ich dir Lob20, Jahweh, unter den Völkern; deinem Namen werde ich singen21,
51der groß macht die Rettungen22 seines Königs und Güte23 erweist seinem Gesalbten, David, und seinem Samen auf ewig.
Fußnoten
- 1 o.: Mit Zuneigung
- 2 o.: mein [schützendes] Gefängnis
- 3 o.: meine sichere <steile> Höhe; meine Hochburg.
- 4 d. h.: des Unheils; des Verderbens
- 5 Der Scheol ist der Bereich der Toten; gr. hadees.
- 6 o.: Mein lautes Hilferufen
- 7 i. S. v.: Schutz; Schirm; Bergungsort; heb. sether.
- 8 o.: der bewohnten Welt; heb. thebel
- 9 o.: des Windes; des Odems; heb. ruach
- 10 o.: beobachtete
- 11 o.: und ich handelte nicht frevelhaft, [mich] ab[wendend] von meinem Gott
- 12 o.: Rechte; Urteile; richterlichen Entscheidungen
- 13 o.: rechtschaffen; Grundbed.: ganz; ungeteilt; vollkommen
- 14 o.: mit dem redlichen Mann verfährst du redlich.
- 15 eigtl.: ausgeschmolzen.
- 16 heb. eloah; d. h.: Gott, der Ehrfurcht Erweckende
- 17 eigtl.: ich machte sie verstummen.
- 18 und gesegnet
- 19 o.: Vergeltungen; im Heb. Mehrzahl.
- 20 o.: danke ich dir
- 21 und spielen
- 22 o.: die Heilsfülle; o.: die Siege
- 23 und Treue; chäsäd ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte.