Altes Testament
Psalmen Kapitel 55
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Dem leitenden Musiker mit Saitenspiel Eine Unterweisung Von David
2Nimm zu Ohren, Gott, mein Gebet! Verbirg dich nicht vor meinem Gnadenflehen!
3Merke auf mich und erhöre mich! Ich irre umher in meiner Klage und stöhne
4vor der Stimme des Feindes, vor der Bedrückung des Ehrfurchtslosen, denn sie wälzen Übles auf mich und befehden mich im Zorn.
5Mein Herz bebt in mir1, Todesschrecken befallen mich;
6Furcht und Zittern kommen mich an, Schauder bedeckt mich.
7Ich sagte: "Hätte ich nur Flügel wie die Taube! Ich wollte fliegen und ruhen.
8Siehe! Weithin wollte ich fliehen, weilen in der Wüste." (Sela)
9Eilends entrinnen wollte ich vor dem heftigen Wind, vor dem Sturm.
10Verwirre, Herr, spalte ihre Zunge2!, denn ich sehe Gewalttat und Hader in der Stadt!
11Tag und Nacht umkreisen sie sie auf ihren Mauern; Übel und Unheil sind in ihrem Innern3.
12Verderben4 ist in ihrem Innern, Bedrückung und Trug weichen nicht von ihrer Gasse;
13denn nicht ein Feind höhnt mich (das würde ich ertragen), nicht mein Hasser tut groß gegen mich (vor ihm würde ich mich verbergen),
14sondern du, ein Mensch meinesgleichen5, mein Freund und mein Vertrauter,
15die wir miteinander süßen Umgang pflegten, zum Haus Gottes schritten im Gedränge.
16Der Tod überfalle sie! Lebend sollen sie hinabfahren in den Scheol, denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung6, in ihrem Innern.
17Ich, ich rufe zu Gott, und Jahweh wird mich retten.
18Abends, morgens und mittags will ich klagen und stöhnen; und er hört meine Stimme;
19er erlöst in Frieden7 meine Seele vom Angriff gegen mich, denn ihrer sind viele gegen mich.
20Hören wird Gott, <der Starke>, und ihnen antworten8, er, der auf dem Thron sitzt von Urzeiten her (Sela), ihnen, bei denen es keine Änderung gibt und die Gott nicht fürchten.
21Jener9 legt seine Hand an seine Freunde10, entweiht seinen Bund.
22Glatt sind die milchigen [Worte] seines Mundes, doch Krieg ist sein Herz. Seine Worte sind geschmeidiger als Öl, doch sind sie gezückte Schwerter.
23Wirf deine Last11 auf Jahweh, und er wird dich erhalten, wird ewiglich nicht zulassen, dass der Gerechte wanke.
24Und du, Gott, wirst sie hinabstürzen in den Brunnen der Grube12. Die Männer von Blut und Trug werden nicht die Hälfte ihrer Tage erreichen. Ich aber will auf dich vertrauen.
2Nimm zu Ohren, Gott, mein Gebet! Verbirg dich nicht vor meinem Gnadenflehen!
3Merke auf mich und erhöre mich! Ich irre umher in meiner Klage und stöhne
4vor der Stimme des Feindes, vor der Bedrückung des Ehrfurchtslosen, denn sie wälzen Übles auf mich und befehden mich im Zorn.
5Mein Herz bebt in mir1, Todesschrecken befallen mich;
6Furcht und Zittern kommen mich an, Schauder bedeckt mich.
7Ich sagte: "Hätte ich nur Flügel wie die Taube! Ich wollte fliegen und ruhen.
8Siehe! Weithin wollte ich fliehen, weilen in der Wüste." (Sela)
9Eilends entrinnen wollte ich vor dem heftigen Wind, vor dem Sturm.
10Verwirre, Herr, spalte ihre Zunge2!, denn ich sehe Gewalttat und Hader in der Stadt!
11Tag und Nacht umkreisen sie sie auf ihren Mauern; Übel und Unheil sind in ihrem Innern3.
12Verderben4 ist in ihrem Innern, Bedrückung und Trug weichen nicht von ihrer Gasse;
13denn nicht ein Feind höhnt mich (das würde ich ertragen), nicht mein Hasser tut groß gegen mich (vor ihm würde ich mich verbergen),
14sondern du, ein Mensch meinesgleichen5, mein Freund und mein Vertrauter,
15die wir miteinander süßen Umgang pflegten, zum Haus Gottes schritten im Gedränge.
16Der Tod überfalle sie! Lebend sollen sie hinabfahren in den Scheol, denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung6, in ihrem Innern.
17Ich, ich rufe zu Gott, und Jahweh wird mich retten.
18Abends, morgens und mittags will ich klagen und stöhnen; und er hört meine Stimme;
19er erlöst in Frieden7 meine Seele vom Angriff gegen mich, denn ihrer sind viele gegen mich.
20Hören wird Gott, <der Starke>, und ihnen antworten8, er, der auf dem Thron sitzt von Urzeiten her (Sela), ihnen, bei denen es keine Änderung gibt und die Gott nicht fürchten.
21Jener9 legt seine Hand an seine Freunde10, entweiht seinen Bund.
22Glatt sind die milchigen [Worte] seines Mundes, doch Krieg ist sein Herz. Seine Worte sind geschmeidiger als Öl, doch sind sie gezückte Schwerter.
23Wirf deine Last11 auf Jahweh, und er wird dich erhalten, wird ewiglich nicht zulassen, dass der Gerechte wanke.
24Und du, Gott, wirst sie hinabstürzen in den Brunnen der Grube12. Die Männer von Blut und Trug werden nicht die Hälfte ihrer Tage erreichen. Ich aber will auf dich vertrauen.
Fußnoten
- 1 eigtl.: windet sich in meinem Innern
- 2 o.: Verwirre, Herr, ihre Sprache!
- 3 w.: mitten in ihnen.
- 4 o.: frevelhaftes Tun
- 5 eigtl.: ein Sterblicher, geschätzt (3Mo 27,1-8) wie ich.
- 6 eigtl.: [dort], wo sie als Fremdlinge weilen
- 7 und zum Wohlergehen
- 8 d. h.: als Richter antworten; vergelten
- 9 d. h.: Der Ehrfurchtslose; vgl. V. 4.13-15.
- 10 d. h.: an die, die (auf Grund des genannten Bundes) mit ihm Frieden hatten
- 11 eigtl.: das dir Auferlegte; gr. Üsg.: deine Sorge; vgl. 1Petr 5,7.
- 12 o.: in den Schacht des Grabes; i. S. v.: in die Grube des Verderbens.