Altes Testament
Psalmen Kapitel 78
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Eine Unterweisung Von Asaf Nimm zu Ohren, mein Volk, meine Weisung! Neigt euer Ohr zu den Worten* meines Mundes!
2Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnisrede, Rätsel sprudeln lassen aus der Vorzeit.
3Was wir gehört und erfahren haben, was unsere Väter uns erzählt haben,
4wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen; wir wollen dem künftigen Geschlecht erzählen die Ruhmestaten Jahwehs, seine Macht und seine Wundertaten, die er getan hat.
5Er stellte ein Zeugnis auf in Jakob und setzte in Israel eine Weisung fest, die er unseren Vätern gebot, ihren Söhnen <sie> kundzutun,
6damit das spätere Geschlecht <sie> kenne, die Söhne, die geboren würden, und sie aufständen und ihren Söhnen erzählten,
7dass sie ihr Vertrauen setzen auf Gott, nicht vergessen die Taten Gottes, <des Starken>, und auf seine Gebote achten -
8und nicht werden wie ihre Väter, ein trotziges und störrisches Geschlecht, ein Geschlecht, dessen Herz nicht gefestigt und dessen Geist nicht treu war dem Starken.
9Die Söhne Ephraims, gerüstete Bogenschützen, wandten sich um am Tag der Schlacht.
10Sie hielten nicht den Bund Gottes, weigerten sich, in seiner Weisung zu wandeln;
11sie vergaßen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte schauen lassen.
12Wunder tat er vor ihren Vätern im Land Ägypten, im Gefilde Zoans1.
13Er spaltete das Meer, führte sie hindurch, ließ die Wasser stehen wie einen Damm.
14Und er leitete sie des Tags mit der Wolke und die ganze Nacht mit dem Licht eines Feuers.
15Er spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie wie mit vielen Fluten.
16Er ließ Bäche aus dem Felsen hervorkommen und Wasser herablaufen wie Ströme.
17Doch sie fuhren fort, gegen ihn zu sündigen und gegen den Höchsten widerspenstig zu sein im dürren Land.
18Sie versuchten den Starken2 in ihren Herzen und forderten Speise für ihre Gelüste.
19Und sie redeten gegen Gott. Sie sagten: "Sollte der Starke einen Tisch bereiten können in der Wüste?
20Siehe! Den Felsen hat er geschlagen, und Wasser flossen heraus, Bäche strömten. Wird er auch Brot geben können oder seinem Volk Fleisch verschaffen?"
21Darum, als Jahweh es hörte, ergrimmte er, und Feuer entbrannte gegen Jakob, und auch Zorn stieg auf gegen Israel,
22weil sie Gott nicht glaubten und nicht vertrauten auf sein Retten.
23Doch hatte er geboten den Wolken droben und geöffnet die Türen des Himmels
24und Manna auf sie regnen lassen zum Essen und ihnen Himmelsgetreide gegeben.
25Der Mensch aß Brot der Starken3. Verpflegung sandte er ihnen bis zur Sättigung.
26Er ließ aufbrechen den Ostwind am Himmel, und führte in seiner Stärke den Südwind heran,
27er ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und gefiederte Vögel wie Sand der Meere
28und ließ [sie] fallen mitten in sein Heerlager, rings um ihre Wohnungen hin.
29Und sie aßen und sättigten sich sehr, und was sie begehrten, brachte er ihnen.
30Noch hatten sie von ihrer Begierde nicht gelassen, noch war ihre Speise in ihrem Mund,
31da stieg der Zorn Gottes gegen sie auf; er tötete von ihren Kräftigsten4 und Israels Jünglinge streckte er nieder.
32Bei dem allem sündigten sie wieder und glaubten nicht an seine Wunder.
33Da ließ er in Nichtigkeit schwinden ihre Tage und ihre Jahre in Schrecken.
34Wenn er sie tötete, fragten sie nach ihm und kehrten um und suchten Gott, <den Starken>, mit Eifer;
35und sie dachten daran, dass Gott ihr Fels sei und Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
36Mit ihrem Mund wollten sie ihn betören, sie belogen ihn mit ihrer Zunge.
37Ihr Herz war gegen ihn nicht fest5 und sie waren seinem Bund nicht treu.
38Er aber war barmherzig, vergab die Schuld, vertilgte [sie] nicht. Und oftmals wandte er seinen Zorn ab, ließ nicht erwachen all seine Grimmglut;
39denn er bedachte, dass sie Fleisch sind, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt.
40Wie oft waren sie widerspenstig gegen ihn in der Wildnis, betrübten ihn in der Einöde!
41Wieder versuchten sie Gott, <den Starken>, und reizten6 den Heiligen Israels.
42Sie dachten nicht an seine Hand, an den Tag, da er sie vom Bedränger erlöste,
43als er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder im Gefilde Zoans:
44Er verwandelte ihre Flussarme in Blut, sodass man ihre Rinnsale7 nicht trinken konnte.
45Er sandte Ungeziefer8 unter sie, das sie fraß, und Frösche, die sie verderbten.
46Und er gab ihren Ertrag dem Vertilger9 und ihre Arbeit10 der Heuschrecke.
47Ihre Reben zerschlug er mit Hagel, ihre Maulbeerfeigenbäume mit Schloßen11.
48Und ihr Vieh gab er dem Hagel preis und ihre Herden den Blitzen.
49Er ließ gegen sie los die Glut seines Zorns, Wut und Entrüstung und Bedrängnis, eine Gesandtschaft von Boten des Unheils.
50Er bahnte seinem Zorn einen Weg und entzog ihre Seele nicht dem Tod, und er gab ihr Leben der Pest preis.
51Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, die Erstlinge der Kraft in den Zelten Hams.
52Er ließ sein Volk wegziehen wie Kleinvieh, leitete sie in der Wüste wie eine Herde,
53führte sie sicher, sodass sie sich nicht fürchteten, und ihre Feinde bedeckte das Meer.
54Er brachte sie in die Grenzen seines Heiligtums12, zu diesem Berg, den seine Rechte erworben hat.
55Er verdrängte Völker vor ihnen und verteilte mit der Messschnur den Erbbesitz, ließ die Stämme Israels wohnen in deren Zelten.
56Aber sie versuchten Gott, den Höchsten, waren widerspenstig gegen ihn, hielten nicht seine Zeugnisse;
57sie wichen zurück und handelten treulos wie ihre Väter. Sie drehten sich - wie ein trügerischer Bogen13.
58Sie kränkten ihn durch ihre Höhen, reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Schnitzbilder.
59Gott hörte es und ergrimmte, und er verwarf Israel gar sehr.
60Und er gab dahin die Wohnung zu Silo, das Zelt, das er errichtet hatte unter den Menschen.
61Er gab in die Gefangenschaft seine Stärke14 und seine Pracht in die Hand des Bedrängers.
62Und er gab sein Volk dem Schwert preis; und er ergrimmte gegen sein Erbteil.
63Seine Jünglinge fraß das Feuer, seine Jungfrauen mussten ohne Brautlied bleiben.
64Seine Priester fielen durchs Schwert, seine Witwen konnten nicht beweinen.
65Mein Herr erwachte einem Schlafenden gleich, wie ein Held, der aufjauchzt vom Wein;
66und er schlug seine Bedränger zurück; ewige Schande fügte er ihnen zu.
67Und er verwarf das Zelt Josefs, den Stamm Ephraim15 erwählte er nicht;
68und er erwählte sich den Stamm Juda, den Berg Zion, den er liebte.
69Er baute wie Höhen sein Heiligtum, gleich der Erde, die er auf ewig gegründet hat.
70Er erwählte sich David, seinen Knecht, und nahm ihn von den Hürden der Schafe;
71von den Säugenden16 weg ließ er ihn kommen, Hirte zu sein für Jakob17, sein Volk, und Israel, sein Erbteil.
72Und er war ihnen Hirte nach der Lauterkeit seines Herzens; und mit der Geschicklichkeit seiner Hände18 leitete er sie.
2Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnisrede, Rätsel sprudeln lassen aus der Vorzeit.
3Was wir gehört und erfahren haben, was unsere Väter uns erzählt haben,
4wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen; wir wollen dem künftigen Geschlecht erzählen die Ruhmestaten Jahwehs, seine Macht und seine Wundertaten, die er getan hat.
5Er stellte ein Zeugnis auf in Jakob und setzte in Israel eine Weisung fest, die er unseren Vätern gebot, ihren Söhnen <sie> kundzutun,
6damit das spätere Geschlecht <sie> kenne, die Söhne, die geboren würden, und sie aufständen und ihren Söhnen erzählten,
7dass sie ihr Vertrauen setzen auf Gott, nicht vergessen die Taten Gottes, <des Starken>, und auf seine Gebote achten -
8und nicht werden wie ihre Väter, ein trotziges und störrisches Geschlecht, ein Geschlecht, dessen Herz nicht gefestigt und dessen Geist nicht treu war dem Starken.
9Die Söhne Ephraims, gerüstete Bogenschützen, wandten sich um am Tag der Schlacht.
10Sie hielten nicht den Bund Gottes, weigerten sich, in seiner Weisung zu wandeln;
11sie vergaßen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte schauen lassen.
12Wunder tat er vor ihren Vätern im Land Ägypten, im Gefilde Zoans1.
13Er spaltete das Meer, führte sie hindurch, ließ die Wasser stehen wie einen Damm.
14Und er leitete sie des Tags mit der Wolke und die ganze Nacht mit dem Licht eines Feuers.
15Er spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie wie mit vielen Fluten.
16Er ließ Bäche aus dem Felsen hervorkommen und Wasser herablaufen wie Ströme.
17Doch sie fuhren fort, gegen ihn zu sündigen und gegen den Höchsten widerspenstig zu sein im dürren Land.
18Sie versuchten den Starken2 in ihren Herzen und forderten Speise für ihre Gelüste.
19Und sie redeten gegen Gott. Sie sagten: "Sollte der Starke einen Tisch bereiten können in der Wüste?
20Siehe! Den Felsen hat er geschlagen, und Wasser flossen heraus, Bäche strömten. Wird er auch Brot geben können oder seinem Volk Fleisch verschaffen?"
21Darum, als Jahweh es hörte, ergrimmte er, und Feuer entbrannte gegen Jakob, und auch Zorn stieg auf gegen Israel,
22weil sie Gott nicht glaubten und nicht vertrauten auf sein Retten.
23Doch hatte er geboten den Wolken droben und geöffnet die Türen des Himmels
24und Manna auf sie regnen lassen zum Essen und ihnen Himmelsgetreide gegeben.
25Der Mensch aß Brot der Starken3. Verpflegung sandte er ihnen bis zur Sättigung.
26Er ließ aufbrechen den Ostwind am Himmel, und führte in seiner Stärke den Südwind heran,
27er ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und gefiederte Vögel wie Sand der Meere
28und ließ [sie] fallen mitten in sein Heerlager, rings um ihre Wohnungen hin.
29Und sie aßen und sättigten sich sehr, und was sie begehrten, brachte er ihnen.
30Noch hatten sie von ihrer Begierde nicht gelassen, noch war ihre Speise in ihrem Mund,
31da stieg der Zorn Gottes gegen sie auf; er tötete von ihren Kräftigsten4 und Israels Jünglinge streckte er nieder.
32Bei dem allem sündigten sie wieder und glaubten nicht an seine Wunder.
33Da ließ er in Nichtigkeit schwinden ihre Tage und ihre Jahre in Schrecken.
34Wenn er sie tötete, fragten sie nach ihm und kehrten um und suchten Gott, <den Starken>, mit Eifer;
35und sie dachten daran, dass Gott ihr Fels sei und Gott, der Höchste, ihr Erlöser.
36Mit ihrem Mund wollten sie ihn betören, sie belogen ihn mit ihrer Zunge.
37Ihr Herz war gegen ihn nicht fest5 und sie waren seinem Bund nicht treu.
38Er aber war barmherzig, vergab die Schuld, vertilgte [sie] nicht. Und oftmals wandte er seinen Zorn ab, ließ nicht erwachen all seine Grimmglut;
39denn er bedachte, dass sie Fleisch sind, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt.
40Wie oft waren sie widerspenstig gegen ihn in der Wildnis, betrübten ihn in der Einöde!
41Wieder versuchten sie Gott, <den Starken>, und reizten6 den Heiligen Israels.
42Sie dachten nicht an seine Hand, an den Tag, da er sie vom Bedränger erlöste,
43als er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder im Gefilde Zoans:
44Er verwandelte ihre Flussarme in Blut, sodass man ihre Rinnsale7 nicht trinken konnte.
45Er sandte Ungeziefer8 unter sie, das sie fraß, und Frösche, die sie verderbten.
46Und er gab ihren Ertrag dem Vertilger9 und ihre Arbeit10 der Heuschrecke.
47Ihre Reben zerschlug er mit Hagel, ihre Maulbeerfeigenbäume mit Schloßen11.
48Und ihr Vieh gab er dem Hagel preis und ihre Herden den Blitzen.
49Er ließ gegen sie los die Glut seines Zorns, Wut und Entrüstung und Bedrängnis, eine Gesandtschaft von Boten des Unheils.
50Er bahnte seinem Zorn einen Weg und entzog ihre Seele nicht dem Tod, und er gab ihr Leben der Pest preis.
51Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, die Erstlinge der Kraft in den Zelten Hams.
52Er ließ sein Volk wegziehen wie Kleinvieh, leitete sie in der Wüste wie eine Herde,
53führte sie sicher, sodass sie sich nicht fürchteten, und ihre Feinde bedeckte das Meer.
54Er brachte sie in die Grenzen seines Heiligtums12, zu diesem Berg, den seine Rechte erworben hat.
55Er verdrängte Völker vor ihnen und verteilte mit der Messschnur den Erbbesitz, ließ die Stämme Israels wohnen in deren Zelten.
56Aber sie versuchten Gott, den Höchsten, waren widerspenstig gegen ihn, hielten nicht seine Zeugnisse;
57sie wichen zurück und handelten treulos wie ihre Väter. Sie drehten sich - wie ein trügerischer Bogen13.
58Sie kränkten ihn durch ihre Höhen, reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Schnitzbilder.
59Gott hörte es und ergrimmte, und er verwarf Israel gar sehr.
60Und er gab dahin die Wohnung zu Silo, das Zelt, das er errichtet hatte unter den Menschen.
61Er gab in die Gefangenschaft seine Stärke14 und seine Pracht in die Hand des Bedrängers.
62Und er gab sein Volk dem Schwert preis; und er ergrimmte gegen sein Erbteil.
63Seine Jünglinge fraß das Feuer, seine Jungfrauen mussten ohne Brautlied bleiben.
64Seine Priester fielen durchs Schwert, seine Witwen konnten nicht beweinen.
65Mein Herr erwachte einem Schlafenden gleich, wie ein Held, der aufjauchzt vom Wein;
66und er schlug seine Bedränger zurück; ewige Schande fügte er ihnen zu.
67Und er verwarf das Zelt Josefs, den Stamm Ephraim15 erwählte er nicht;
68und er erwählte sich den Stamm Juda, den Berg Zion, den er liebte.
69Er baute wie Höhen sein Heiligtum, gleich der Erde, die er auf ewig gegründet hat.
70Er erwählte sich David, seinen Knecht, und nahm ihn von den Hürden der Schafe;
71von den Säugenden16 weg ließ er ihn kommen, Hirte zu sein für Jakob17, sein Volk, und Israel, sein Erbteil.
72Und er war ihnen Hirte nach der Lauterkeit seines Herzens; und mit der Geschicklichkeit seiner Hände18 leitete er sie.
Fußnoten
- 1 D. i. das griechische Tanis, am Ostufer des tanitischen Nilarmes, die Residenz der alten ägyptischen Könige.
- 2 heb. El
- 3 Mit den "Starken" sind hier Engel gemeint; Ps 103,20.
- 4 o.: Stattlichen
- 5 o.: war nicht fest nach ihm <ausgerichtet>
- 6 und kränkten
- 7 Gemeint sind die Nilarme und -kanäle.
- 8 eigtl.: Schwärme; ob eine bestimmte Fliegenart (wie Hundsfliegen o. Stechfliegen) gemeint ist, ist ungewiss.
- 9 hier: eine Heuschreckenart; heb. chassid
- 10 d. h.: ihr Erarbeitetes; die Frucht ihrer Arbeit
- 11 o.: großen Hagelkörnern.
- 12 o.: in das umgrenzte Gebiet seines Heiligtums (o.: seiner heiligen <Bereiche>)
- 13 d. h.: sie waren wie ein Bogen, der seine Pfeile in die falsche Richtung abschnellen lässt.
- 14 Gemeint ist die Bundeslade; Ps 132,8.
- 15 Vgl. Jos 18,1; Ri 18,31; 1Sam 1,3; wann das Zelt zerstört wurde (Jer 7,12-15), wird nicht berichtet.
- 16 d. h.: von den Muttertieren
- 17 o.: Jakob zu weiden <und zu hüten>
- 18 o.: mit Verständigkeit seiner Hände; mit weiser Hand