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Altes Testament

Psalmen Kapitel 16

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Ein Miktam1 Von David Behüte mich, Starker, denn zu dir nehme ich Zuflucht.
2Ich habe zu Jahweh gesagt2: "Du bist mein Herr, mein Gut. Nichts [geht] über dich!"3
3Von den Heiligen, die im Lande sind, und von meinen Prächtigen4 [sagst du]: "An ihnen ist alle meine Lust."5
4Viele Schmerzen haben die, die einen anderen umwerben6. Nie werde ich ausgießen ihre Trankopfer von Blut und nie ihre Namen auf meine Lippen nehmen.
5Jahweh ist das Losteil meines Erbes7 und meines Bechers8. Du sicherst mir mein Los.
6Die Messschnüre sind mir gefallen in lieblicher Gegend. Ja, ein schönes Erbteil ist mir geworden.
7Ich werde Jahweh loben9, der mich beriet. Auch unterweisen mich10 meine Nieren11 des Nachts.
8Ich halte mir Jahweh stets vor Augen12, weil er zu meiner Rechten ist, ich werde nicht wanken13.
9Deswegen ist fröhlich mein Herz und frohlockt meine Zunge14. Mehr <noch>: Auch mein Fleisch wird wohnen15 auf Hoffnung16,
10weil du meine Seele nicht dem Scheol17 überlassen wirst und deinen Heiligen nicht dahingeben wirst, Verwesung18 zu sehen.
11Du tust mir kund Wege des Lebens19. Fülle von Freuden ist bei deinem Angesicht,20 liebliches Wesen21 zu deiner Rechten ewiglich.

Fußnoten

  1. 1 Bed. nicht gesichert; möglicherw.: Gedicht; so a. Ps 56,1-60,1.
  2. 2 Das heb. amart kann man als defektive Schreibung für amarti auffassen, wie es die alten Übersetzungen taten. Daher: "Ich habe ... gesagt". Wollte man amart als 2. Person auffassen, müsste man "meine Seele" ergänzen: "Du, [meine Seele,] hast ... gesagt".
  3. 3 o.: Es gibt kein Gut (o.: Glück) für mich außer dir!
  4. 4 Die masoretische Vokalisierung (addiree - als constructus aufgefasst) ist syntaktisch kaum möglich; daher die Vokalisierung addirai: "und von meinen Prächtigen".
  5. 5 o.: Zu den Heiligen, sie, die im Lande sind und die meine Prächtigen sind, [hast du gesagt]: "An ihnen habe ich all mein Gefallen."
  6. 6 o.: die [Gott] für einen anderen eintauschen; o.: die einem anderen nachhasten.
  7. 7 d. h.: mein Erbanteil; w.: das Teil meines Anteils
  8. 8 o.: mein Anteil am Becher.
  9. 9 Das Wort bed. a. "segnen" (w.: "Gutes sagen").
  10. 10 o.: mahnen (o.: belehren; züchtigen) mich
  11. 11 d. h.: mein Inneres; vgl. Ps 7,10; 26,2; 73,21; 139,13; Hi 19,27; Jer 17,10; Offb 2,23.
  12. 12 eigtl.: Ich stelle Jahweh mir beständig gegenüber.
  13. 13 n. d. gr. Üsg.; o.: nie werde ich ins Wanken gebracht; Apg 2,25-28.
  14. 14 so n. Apg 2,26 u. d. gr. Üsg. Der Mas. T. hat: meine Ehre (Grundbed.: schwer; gewichtig); and.: meine Seele (vgl. Ps 7,6; 30,13; 57,9; 108,2; 1Mo 49,6; die "gewichtige" Seele als Abbild der göttlichen Herrlichkeit).
  15. 15 o.: ruhen
  16. 16 o.: in Zuversicht; in Sicherheit
  17. 17 d. h.: dem Bereich der Toten
  18. 18 Sowohl die gr. Üsg. des AT wie auch Apg 2,27 und der heb. Mas. T. bedeuten dasselbe. Zum Mas. T.: Das heb. Hauptwort schachat kann vom gleichlautenden Zeitwort abgeleitet werden, das "vernichten, verwesen, verderben" bed. Die gr. Üsg. fasste schachat hier als "Verwesung" (o.: "Verderben") auf. (Die alternative Bed. "Grube" für schachat ist lexikalisch möglich, vgl. aber die gr. Üsg. u. Apg 2,27-31; 13,34.35.)
  19. 19 zur Mehrzahl vgl. Apg 2,28; and.: den Weg des Lebens; den Lebensweg; heb. orach chajjim.
  20. 20 n. d. gr. Üsg. u. Apg 2,28: "Du wirst mich mit deinem Angesicht mit Frohsinn füllen."
  21. 21 o.: Lieblichkeit; Wonne