Altes Testament
Psalmen Kapitel 35
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Von David Streite1, Jahweh, mit denen, die gegen mich streiten, kämpfe mit denen, die mich bekämpfen!
2Ergreife Kleinschild2 und Großschild3, stehe auf zu meiner Hilfe!
3Zücke den Speer und versperre meinen Verfolgern den Weg. Sprich zu meiner Seele: "Ich bin deine Rettung."
4Es sollen beschämt und mit Scham bedeckt werden, die nach meiner Seele trachten. Es sollen weichen und mit Schande bedeckt werden, die gegen mich Übles ersinnen.
5Sie sollen werden wie Spreu vor dem Wind, und der Bote Jahwehs stoße sie nieder!
6Ihr Weg sei finster und glatt, und der Bote Jahwehs verfolge sie!,
7denn grundlos haben sie mir ihr Netz heimlich gelegt, grundlos meiner Seele eine Grube gegraben.
8Verderben komme über ihn, und er wisse es nicht! Sein Netz, das er heimlich gelegt hat, fange ihn; zum Verderben falle er hinein!
9Und meine Seele soll frohlocken in Jahweh, sich freuen über sein Heil4.
10Alle meine Gebeine werden sagen: "Wer ist wie du, Jahweh, der den Gebeugten rettet vor dem Stärkeren, den Gebeugten und Armen vor seinem Räuber!"
11Es treten ungerechte Zeugen auf, sie fragen mich, was ich nicht weiß.
12Sie vergelten mir Böses für Gutes. Verwaist ist meine Seele.
13Und ich, als sie krank waren, war Sacktuch5 mein Kleid, ich kasteite6 mit Fasten meine Seele, mein Gebet kehrte zurück in meinen Schoß7.
14Als wär' es mein Freund, mein Bruder, so ging ich einher, wie trauernd um die Mutter, so schlich ich düster, gedrückt.
15Sie aber freuen sich über mein Straucheln8 und tun sich zusammen. Schmäher tun sich gegen mich zusammen, und ich kenne sie nicht. Sie lästern und hören nicht auf.
16Mit ruchlosen spottenden Schmarotzern9 knirschen sie mit den Zähnen gegen mich.
17Mein Herr, wie lange willst du zusehen? Lass von ihren Verheerungen wiederkehren meine Seele, von den Junglöwen meine einzige10!
18Ich will dir Lob bekennen in großer Versammlung, unter zahlreichem Volk dich preisen.
19Lass sich nicht über mich freuen, die aus Falschheit mich befehden, nicht zwinkern mit den Augen, die mich hassen ohne Grund;
20denn nicht von Frieden reden sie; und gegen die Stillen im Lande ersinnen sie Worte des Trugs.
21Sie sperren ihr Maul gegen mich auf, sagen: "Haha. Haha. Unser Auge hat es gesehen."
22Du hast es gesehen, Jahweh. Schweige nicht! Mein Herr! Sei nicht ferne von mir!
23Rege dich! Erwache zu meinem Recht, mein Gott und mein Herr, zu meinem Rechtsstreit!
24Schaffe mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, Jahweh, mein Gott! Lass sie sich nicht über mich freuen!
25Lass sie nicht sagen in ihrem Herzen "Ha! So wollten wir's."11 Lass sie nicht sagen: "Verschlungen haben wir ihn."
26Es sollen beschämt und mit Scham bedeckt werden allesamt, die meines Unglücks sich freuen. Mit Schimpf und Schande sollen bekleidet werden, die gegen mich großtun.
27Es sollen jubeln und sich freuen, die Gefallen haben an meinem Recht12. Stets sollen sie sagen: "Groß sei Jahweh, der Lust hat am Frieden13 seines Knechtes."
28Und meine Zunge soll reden14 von deiner Gerechtigkeit, von deinem Lob, den ganzen Tag.
2Ergreife Kleinschild2 und Großschild3, stehe auf zu meiner Hilfe!
3Zücke den Speer und versperre meinen Verfolgern den Weg. Sprich zu meiner Seele: "Ich bin deine Rettung."
4Es sollen beschämt und mit Scham bedeckt werden, die nach meiner Seele trachten. Es sollen weichen und mit Schande bedeckt werden, die gegen mich Übles ersinnen.
5Sie sollen werden wie Spreu vor dem Wind, und der Bote Jahwehs stoße sie nieder!
6Ihr Weg sei finster und glatt, und der Bote Jahwehs verfolge sie!,
7denn grundlos haben sie mir ihr Netz heimlich gelegt, grundlos meiner Seele eine Grube gegraben.
8Verderben komme über ihn, und er wisse es nicht! Sein Netz, das er heimlich gelegt hat, fange ihn; zum Verderben falle er hinein!
9Und meine Seele soll frohlocken in Jahweh, sich freuen über sein Heil4.
10Alle meine Gebeine werden sagen: "Wer ist wie du, Jahweh, der den Gebeugten rettet vor dem Stärkeren, den Gebeugten und Armen vor seinem Räuber!"
11Es treten ungerechte Zeugen auf, sie fragen mich, was ich nicht weiß.
12Sie vergelten mir Böses für Gutes. Verwaist ist meine Seele.
13Und ich, als sie krank waren, war Sacktuch5 mein Kleid, ich kasteite6 mit Fasten meine Seele, mein Gebet kehrte zurück in meinen Schoß7.
14Als wär' es mein Freund, mein Bruder, so ging ich einher, wie trauernd um die Mutter, so schlich ich düster, gedrückt.
15Sie aber freuen sich über mein Straucheln8 und tun sich zusammen. Schmäher tun sich gegen mich zusammen, und ich kenne sie nicht. Sie lästern und hören nicht auf.
16Mit ruchlosen spottenden Schmarotzern9 knirschen sie mit den Zähnen gegen mich.
17Mein Herr, wie lange willst du zusehen? Lass von ihren Verheerungen wiederkehren meine Seele, von den Junglöwen meine einzige10!
18Ich will dir Lob bekennen in großer Versammlung, unter zahlreichem Volk dich preisen.
19Lass sich nicht über mich freuen, die aus Falschheit mich befehden, nicht zwinkern mit den Augen, die mich hassen ohne Grund;
20denn nicht von Frieden reden sie; und gegen die Stillen im Lande ersinnen sie Worte des Trugs.
21Sie sperren ihr Maul gegen mich auf, sagen: "Haha. Haha. Unser Auge hat es gesehen."
22Du hast es gesehen, Jahweh. Schweige nicht! Mein Herr! Sei nicht ferne von mir!
23Rege dich! Erwache zu meinem Recht, mein Gott und mein Herr, zu meinem Rechtsstreit!
24Schaffe mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, Jahweh, mein Gott! Lass sie sich nicht über mich freuen!
25Lass sie nicht sagen in ihrem Herzen "Ha! So wollten wir's."11 Lass sie nicht sagen: "Verschlungen haben wir ihn."
26Es sollen beschämt und mit Scham bedeckt werden allesamt, die meines Unglücks sich freuen. Mit Schimpf und Schande sollen bekleidet werden, die gegen mich großtun.
27Es sollen jubeln und sich freuen, die Gefallen haben an meinem Recht12. Stets sollen sie sagen: "Groß sei Jahweh, der Lust hat am Frieden13 seines Knechtes."
28Und meine Zunge soll reden14 von deiner Gerechtigkeit, von deinem Lob, den ganzen Tag.
Fußnoten
- 1 i. S. v.: Führe den Rechtsstreit; V. 1 eigtl.: Jahweh, streite mit meinen Bestreitern, kämpfe mit meinen Bekämpfern!
- 2 D. i. der kleine runde (bzw. viereckige) Schild.
- 3 D. i. der große, den ganzen Mann schützende Schild.
- 4 o.: über seine Hilfe.
- 5 D. i. ein Stoff aus grobem Gewebe, getragen als Zeichen der Trauer, Buße und Demütigung.
- 6 o.: beugte; erniedrigte
- 7 o.: in meinen Gewandbausch.
- 8 und über mein Fallen
- 9 o.: Mit ruchlos (o.: skrupellos) spottender Fratze; o.: Inmitten von ruchlosen Hohnlachern; o.: Wie gottlose Spötter beim Feiern; der heb. Text von V. 16A ist nicht eindeutig.
- 10 o.: einsame
- 11 w.: "Ha! Unsere Seelen[lust]!"
- 12 o.: an meiner Gerechtigkeit.
- 13 und Wohlergehen
- 14 so der dichterische Gebrauch des Wortes; sonst: sinnen über; halblaut reden von; murmelnd nachdenken über; vgl. Ps 71,24.