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Altes Testament

Psalmen Kapitel 143

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Ein Psalm Von David Jahweh, höre mein Gebet, nimm zu Ohren mein Gnadenflehen! Erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit.
2Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir ist kein Lebender gerecht;
3denn der Feind verfolgt meine Seele, zertritt zur Erde mein Leben, macht mich wohnen im Dunklen wie die Toten der Urzeit1.
4Mein Geist verzagt in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern.
5Ich gedenke der Tage der Vorzeit, sinne nach über all dein Tun, erwäge das Werk deiner Hände.
6Ich breite meine Hände aus - zu dir, meine Seele - zu dir, wie lechzendes Land. (Sela)
7Eile! Erhöre mich, Jahweh! Es schmachtet mein Geist. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, damit ich nicht denen gleich werde, die hinabfahren zur Grube.
8Lass mich am Morgen hören deine Güte2, denn ich vertraue auf dich. Tue mir kund den Weg, den ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele.
9Rette mich, Jahweh, von meinen Feinden! Zu dir hin nehme ich Zuflucht.
10Lehre mich tun dein Gefallen, denn du bist mein Gott. Dein guter Geist leite mich auf ebenem Lande.
11Deines Namens wegen, Jahweh, belebst du mich, in deiner Gerechtigkeit holst du meine Seele aus der Bedrängnis.
12Und in deiner Güte lässt du meine Feinde verstummen3 und verdirbst alle Bedränger meiner Seele, denn ich bin dein Knecht.

Fußnoten

  1. 1 d. h.: wie die längst Verstorbenen.
  2. 2 und Treue; so a. V. 12; 144,2.
  3. 3 o.: bringst du ... zum Schweigen (näml. für immer)