Altes Testament
Psalmen Kapitel 77
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Dem leitenden Musiker Für Jedutun Von Asaf Ein Psalm
2Meine Stimme ist zu Gott, und ich will ausrufen! Meine Stimme ist zu Gott, er wolle auf mich horchen.
3Am Tag meiner Bedrängnis suchte ich meinen Herrn1. Nachts war meine Hand ausgestreckt und ließ nicht ab2. Meine Seele weigerte sich, getröstet zu werden.
4Ich dachte an Gott und stöhnte3, ich sann nach, und mein Geist war ermattet. (Sela)
5Du hieltest die Lider meiner Augen offen, ich war voll Unruhe4, konnte nicht sprechen.
6Ich durchdachte die Tage von einst, die Jahre der Urzeit.
7Ich dachte an mein Saitenspiel des Nachts, ich sann nach mit meinem Herzen, und mein Geist war emsig am Forschen.
8Wird mein Herr auf ewig verstoßen? Und wird er hinfort nicht mehr Gunst erzeigen?
9Ist seine Güte5 für immer zu Ende? Ist die Zusage zu Ende auf alle Geschlechter?
10Hat der Starke6 vergessen, gnädig zu sein? Hat er im Zorn verschlossen sein Erbarmen? (Sela)
11Und ich sprach: Das ist mein Leiden7: Die Rechte des Höchsten hat sich verändert.
12Ich will rühmend gedenken der Taten Jahs, ja, gedenken deiner Wunder von einst,
13und nachdenken über all dein Tun, über deine Großtaten will ich sinnen.
14Gott, dein Weg ist im Heiligtum. Wer ist ein großer, <starker> Gott wie Gott?
15Du bist der Starke, der Wunder tut. Du tatst kund deine Stärke unter den Volksscharen.
16Mit [deinem] Arm erlöstest du dein Volk, die Söhne Jakobs und Josefs. (Sela)
17Die Wasser sahen dich, Gott. Die Wasser sahen dich, sie bebten, ja, die Fluten zitterten.
18Die Wolken ergossen Wasser; die Schwaden8 ließen [ihre] Stimme erschallen; ja, deine Pfeile fuhren hin und her.
19Die Stimme deines Donners war im Wirbelwind; Blitze erleuchteten das Festland9; es zitterte und bebte die Erde.
20Im Meer ist dein Weg und deine Pfade in großen Wassern, und deine Fußspuren sind nicht zu erkennen.
21Wie eine Herde hast du dein Volk geleitet durch die Hand Moses und Aarons.
2Meine Stimme ist zu Gott, und ich will ausrufen! Meine Stimme ist zu Gott, er wolle auf mich horchen.
3Am Tag meiner Bedrängnis suchte ich meinen Herrn1. Nachts war meine Hand ausgestreckt und ließ nicht ab2. Meine Seele weigerte sich, getröstet zu werden.
4Ich dachte an Gott und stöhnte3, ich sann nach, und mein Geist war ermattet. (Sela)
5Du hieltest die Lider meiner Augen offen, ich war voll Unruhe4, konnte nicht sprechen.
6Ich durchdachte die Tage von einst, die Jahre der Urzeit.
7Ich dachte an mein Saitenspiel des Nachts, ich sann nach mit meinem Herzen, und mein Geist war emsig am Forschen.
8Wird mein Herr auf ewig verstoßen? Und wird er hinfort nicht mehr Gunst erzeigen?
9Ist seine Güte5 für immer zu Ende? Ist die Zusage zu Ende auf alle Geschlechter?
10Hat der Starke6 vergessen, gnädig zu sein? Hat er im Zorn verschlossen sein Erbarmen? (Sela)
11Und ich sprach: Das ist mein Leiden7: Die Rechte des Höchsten hat sich verändert.
12Ich will rühmend gedenken der Taten Jahs, ja, gedenken deiner Wunder von einst,
13und nachdenken über all dein Tun, über deine Großtaten will ich sinnen.
14Gott, dein Weg ist im Heiligtum. Wer ist ein großer, <starker> Gott wie Gott?
15Du bist der Starke, der Wunder tut. Du tatst kund deine Stärke unter den Volksscharen.
16Mit [deinem] Arm erlöstest du dein Volk, die Söhne Jakobs und Josefs. (Sela)
17Die Wasser sahen dich, Gott. Die Wasser sahen dich, sie bebten, ja, die Fluten zitterten.
18Die Wolken ergossen Wasser; die Schwaden8 ließen [ihre] Stimme erschallen; ja, deine Pfeile fuhren hin und her.
19Die Stimme deines Donners war im Wirbelwind; Blitze erleuchteten das Festland9; es zitterte und bebte die Erde.
20Im Meer ist dein Weg und deine Pfade in großen Wassern, und deine Fußspuren sind nicht zu erkennen.
21Wie eine Herde hast du dein Volk geleitet durch die Hand Moses und Aarons.
Fußnoten
- 1 und forschte ich nach ihm.
- 2 o.: und erlahmte nicht.
- 3 o.: seufzte; o.: wimmerte
- 4 o.: hin und her gestoßen; umgetrieben
- 5 und Treue
- 6 heb. El; bed.: Gott, der Starke
- 7 o.: mein Verwundetsein; mein Kranksein
- 8 Das Wort bezeichnet dünne Nebelschichten oberhalb der schwereren Wolken.
- 9 Das heb. Wort thebel bez. die bewohnte Welt bzw. Teile davon; der Umfang der jeweiligen "Welt" wird vom Kontext bestimmt.