Altes Testament
Psalmen Kapitel 139
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Dem leitenden Musiker1 Ein Psalm Von David Jahweh, du hast mich erforscht und erkannt.
2Du selbst kennst mein Sitzen und mein Stehen; du merkst auf mein Trachten2 von ferne3.
3Mein Wandeln und mein Liegen, du misst es ab4, mit allen meinen Wegen bist du vertraut.
4Ja, noch ist das Wort5 nicht auf meiner Zunge, - siehe! - Jahweh, so weißt du es ganz.
5Von hinten und von vorne umschließt du mich und legst deine Handschale auf mich.
6Zu wunderbar ist mir die Kenntnis, zu hoch, ich werde ihrer nicht mächtig.
7Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deinem Angesicht?
8Stiege ich auf zu den Himmeln, bist du dort. Bettete ich mich im Scheol, - siehe! - du bist da!
9Erhöbe ich Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Meer,
10würde auch dort deine Hand mich leiten und deine Rechte mich halten.
11Spräche ich: "Nur Dunkelheit soll über mich kommen6; und Nacht werde das Licht um mich her":
12Auch Dunkelheit würde sich nicht verfinstern vor dir, und die Nacht wäre licht wie der Tag, die Dunkelheit wie das Licht.
13Ja, du besaßest7 meine Nieren, du wobst mich im Leib8 meiner Mutter.
14Ich danke dir, dass ich erstaunlich wunderbar gemacht bin9. Wunderbar sind deine Werke! Meine Seele erkennt es sehr wohl.
15Nicht verborgen war dir mein Gebein, als ich gemacht wurde im Verborgenen, kunstvoll gewirkt10 in unteren [Örtern] der Erde11.
16Meinen Keim12 sahen deine Augen; und in dein Buch waren sie alle geschrieben, die Tage, die gebildet werden [sollten], als [noch] nicht einer von ihnen war.
17Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott13! Wie groß sind ihre Summen!
18Wollte ich sie zählen, sie wären mehr als der Sand. Ich erwache - und bin noch bei dir.
19Möchtest du, Gott14, den Ehrfurchtslosen töten! Ihr Menschen der Bluttaten, weicht von mir!
20Sie, die mit Arglist von dir reden, lügenhaft15 [die Hand zum Schwur]16 erheben, <sie>, deine Widersacher!
21Sollte ich nicht hassen deine Hasser, Jahweh? Sollte ich nicht Abscheu empfinden vor denen, die gegen dich aufstehen?
22Mit vollendetem Hass hasse ich sie; zu Feinden sind sie mir geworden.
23Erforsche mich, Gott, und kenne mein Herz! Prüfe mich und kenne meine unruhigen Gedanken!
24Sieh, ob ein Weg der Schmerzen17 bei mir ist, und leite mich auf dem Weg der Ewigkeit.
2Du selbst kennst mein Sitzen und mein Stehen; du merkst auf mein Trachten2 von ferne3.
3Mein Wandeln und mein Liegen, du misst es ab4, mit allen meinen Wegen bist du vertraut.
4Ja, noch ist das Wort5 nicht auf meiner Zunge, - siehe! - Jahweh, so weißt du es ganz.
5Von hinten und von vorne umschließt du mich und legst deine Handschale auf mich.
6Zu wunderbar ist mir die Kenntnis, zu hoch, ich werde ihrer nicht mächtig.
7Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, wohin fliehen vor deinem Angesicht?
8Stiege ich auf zu den Himmeln, bist du dort. Bettete ich mich im Scheol, - siehe! - du bist da!
9Erhöbe ich Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Meer,
10würde auch dort deine Hand mich leiten und deine Rechte mich halten.
11Spräche ich: "Nur Dunkelheit soll über mich kommen6; und Nacht werde das Licht um mich her":
12Auch Dunkelheit würde sich nicht verfinstern vor dir, und die Nacht wäre licht wie der Tag, die Dunkelheit wie das Licht.
13Ja, du besaßest7 meine Nieren, du wobst mich im Leib8 meiner Mutter.
14Ich danke dir, dass ich erstaunlich wunderbar gemacht bin9. Wunderbar sind deine Werke! Meine Seele erkennt es sehr wohl.
15Nicht verborgen war dir mein Gebein, als ich gemacht wurde im Verborgenen, kunstvoll gewirkt10 in unteren [Örtern] der Erde11.
16Meinen Keim12 sahen deine Augen; und in dein Buch waren sie alle geschrieben, die Tage, die gebildet werden [sollten], als [noch] nicht einer von ihnen war.
17Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott13! Wie groß sind ihre Summen!
18Wollte ich sie zählen, sie wären mehr als der Sand. Ich erwache - und bin noch bei dir.
19Möchtest du, Gott14, den Ehrfurchtslosen töten! Ihr Menschen der Bluttaten, weicht von mir!
20Sie, die mit Arglist von dir reden, lügenhaft15 [die Hand zum Schwur]16 erheben, <sie>, deine Widersacher!
21Sollte ich nicht hassen deine Hasser, Jahweh? Sollte ich nicht Abscheu empfinden vor denen, die gegen dich aufstehen?
22Mit vollendetem Hass hasse ich sie; zu Feinden sind sie mir geworden.
23Erforsche mich, Gott, und kenne mein Herz! Prüfe mich und kenne meine unruhigen Gedanken!
24Sieh, ob ein Weg der Schmerzen17 bei mir ist, und leite mich auf dem Weg der Ewigkeit.
Fußnoten
- 1 o.: Vorsänger; o.: Chorleiter; heb. menazeach (leitend; Leitender).
- 2 o.: auf meine Absichten
- 3 o.: von Weitem; das Wort ist im räumlichen Sinn aufgefasst (wie Ps 38,12; 138,6).
- 4 o.: prüfst es; sichtest es
- 5 o.: die Äußerung
- 6 o.: über mich herfallen (Das heb. Wort kommt nur noch in 1Mo 3,15 u. Hi 9,17 vor.)
- 7 o.: du erwarbst dir; machtest dir zu eigen; vgl. den Gebrauch des Wortes in 1Mo 4,1; 5Mo 32,6.
- 8 o.: Bauch; Schoß
- 9 o.: dass ich auf furchtgebietende Weise wunderbar bin.
- 10 eigtl.: bunt gestickt; [wie ein Stickwerk] bunt gewirkt; das heb. Wort bezeichnet das kunstvolle Weben kostbarer Stoffe.
- 11 möglicherw. ein Genitiv der Gleichsetzung: in unteren (d. h.: verborgenen) Örtern, [nämlich] auf der Erde.
- 12 o.: Meine Urform; meine unentwickelte Masse; eigtl.: meinen Knäuel; mein Zusammengerolltes (Ausdruck für den Embryo).
- 13 heb. El; so a. V. 23.
- 14 heb. eloah; d. h.: Gott, der Ehrfurcht Erweckende
- 15 eigtl.: zu Falschheit
- 16 Vgl. Ps 24,4.
- 17 und Mühsal